Zwei Standards reichten aus

Sport / 20.02.2022 • 21:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bereits nach vier Spielminuten liefen die Altacher in Klagenfurt einem Rückstand hinterher.APA
Bereits nach vier Spielminuten liefen die Altacher in Klagenfurt einem Rückstand hinterher.APA

Harmlose Altacher kassieren in Klagenfurt die achte Niederlage in Folge.

Klagenfurt Eine Reaktion seiner Mannschaft erwartete sich Altach-Coach Ludovic Magnin nach der 0:2-Niederlage gegen Austria Wien. Der Gegner für dieses Unterfangen war mit Aufsteiger Austria Klagenfurt aber ein unangenehmer. In der Spielanlage und in der Zweikampfführung habe Magnin dennoch Verbesserungen gesehen. Von Zufriedenheit aber keine Spur: Am Ende stand ein 2:0 auf der Anzeigetafel. Der Grund für die Altacher Niederlage war schnell gefunden.

Zwei Chancen, zwei Treffer

Bei Standards ließ sich die Altacher Hintermannschaft zu leicht überrumpeln. „Das war zu naiv, das ärgert mich maßlos“, brachte es Magnin auf den Punkt. Der frühe Rückstand (4. Spielminute) durch Timossi Anderson fiel, nachdem ein Einwurf nicht aus dem Strafraum geklärt wurde. Den Abschluss von Christopher Cvetko wehrte Tino Casali zwar erst noch reaktionsschnell ab – beim folgenden Abstauber war er aber chancenlos. Und auch beim zweiten Gegentreffer sah die Altacher Abwehr alles andere als gut aus. Ein umstrittener Freistoß aus dem Halbfeld auf den freistehenden Florian Jaritz hebelte die Raumdeckung aus, Darijo Pecirep konnte den Ball anschließend ohne Gegenspieler in Sicht zum 2:0 über die Linie drücken (27.). „Ich habe schon im letzten Spiel Schwierigkeiten bei Standards gesehen, deshalb haben wir die Raumaufteilung geändert.“ Das Abwehrverhalten bei den Gegentoren sei ihm deshalb unerklärlich, so Magnin. „Das sind dann individuelle Fehler.“

Aber auch offensiv fehlte es deutlich an Durchschlagskraft. Das Mehr an Möglichkeiten im Vergleich zur Vorwoche, das Magnin ansprach – in Wahrheit waren es Halbchancen. Bei den besten Möglichkeiten in Hälfte eins traf Christoph Monschein aus spitzem Winkel nur das Außennetz, Dominik Reiter setzte einen Kopfball deutlich über das Tor (26.).

Mit Casali, ohne Glück

Der Trainer reagierte zur Pause, brachte Adthe Nuhiu für den unauffälligen Monschein und Mischitz für Thurnwald. Und dennoch: Dem starken Tino Casali im Altacher Tor war es zu verdanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Erst rettete der Keeper im Eins-gegen-Eins gegen Florian Jaritz (51.), in Minute 78 entschied er dieses Duell erneut für sich. Altach kam im zweiten Durchgang zwar zu etwas mehr Ballbesitz, in der Gefahrenzone fehlte aber die zündende Idee. Einmal traten die Rheindörfler aber wirklich nennenswert in der Offensive in Erscheinung. Doch da war dann auch Pech dabei: Erst traf Nimaga aus dem Rückraum nur den Pfosten, der überraschte Reiter brachte den Ball anschließend nicht im Tor unter (90.). Das Glück, man muss es sich erarbeiten. Das falle nicht vom Himmel, so Magnin: „Mehr Kratzen, mehr giftig sein, mehr dreckig sein – und irgendwann geht der Ball vom Pfosten rein.“

Die achte Niederlage der Altacher in Serie war am Ende verdient. Und eines sei klar: „Wir müssen anfangen zu punkten.“

„Diese Naivität als Tabellenletzter ist fehl am Platz, das ärgert mich maßlos.“