PCR-Befund stoppt Oswald

Sport / 24.02.2022 • 19:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Philipp Oswald muss das Davis-Cup-Duell in Seoul wegen eines zu hohen CT-Werts absagen.Reuters
Philipp Oswald muss das Davis-Cup-Duell in Seoul wegen eines zu hohen CT-Werts absagen.Reuters

36-jähriger Doppelspezialist muss für Davis-Cup-Duell in Seoul absagen.

Dornbirn Das Play-off-Duell von Österreichs Tennis-Herrenteam am 4./5. März in Seoul gegen Südkorea wird ohne Philipp Oswald über die Bühne gehen. Zwei Tage vor dem geplanten Abflug lieferte der 36-jährige Dornbirner einen CT-Wert von 33,5 beim routinemäßigen PCR-Test ab. Wäre die Partie in Österreich über die Bühne gegangen, hätte der erhöhte Wert keine Auswirkungen gehabt. Da aber für die Einreise in Südkorea wie schon bei den Olympischen Winterspielen in Peking ein CT-Wert über 35 notwendig ist, wurde der Dornbirner Doppelspezialist kurzfristig von der Teilnehmerliste gestrichen. „Da ich keinerlei Symptone habe, war ich selbst vom Ergebnis überrascht“, erklärt Oswald. „Ich habe dann noch mit ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer darüber beraten, ob eine verspätete Anreise möglich wäre.

Nach Abweigen aller Eventualitäten wurde dann entschieden, dass ich zu Hause bleibe. Das Risiko, so wie vor einem Jahr bei den Australian Open zehn Tage in Quarantäne zu müssen, wäre zu groß gewesen und ich habe die Entscheidung der Teamleitung akzeptiert.“

Aus diesem Grund besteht die ÖTV-Equipe aus Dennis Novak, Jurij Rodionov, Lucas Miedler und Alexander Erler. Da wegen der Einreisebestimmungen kein Ersatz für Oswald gefunden werden konnte, hat sich Melzer für den Notfall selbst auf die Spielerliste gesetzt.

Damit bleibt Voarlbergs Tennis-Ass nach der glorreichen letzten Saison mit den Teilnahmen an den Sommerspielen in Tokio und dem ATP-Finalturnier die Pechsträhne in diesem Kalenderjahr treu. Wie sich erst später herausgestellt hat, zog sich Oswald bei den Australian Open eine hartnäckige Bauchmuskelzerrung zu und musste anschließend ein Zwangspause einlegen. Der Rückfall in der Weltrangliste auf Platz 60 führte auch zur Trennung von Doppelpartner Matwe Middelkoop. „Es war aber eine Trennung im beiderseitigem Einvernehmen. Durch meinen Rückfall im Ranking hätten wir bei allen Topturnieren in die Qualifikation müssen. Dies wollte Matwe nicht und deshalb ist es wieder einmal so, dass ich mich nach einem neuen Doppelpartner umschauen muss.“

Sportlich? Da will sich Oswald in den nächsten zwei Monaten bei Challenger- und 250er-Turnieren wieder im ATP-Ranking nach vorne kämpfen. „Ich kenne so eine Situation ja schon und gerate deshalb nicht in Panik. Ich habe schon mit verschiedenen Spielern Kontakt aufgenommen und werde alles dafür tun, so schnell wie möglich noch vorne zu kommen.“ VN-JD

„In Österreich könnte ich mit dem CT-Wert spielen, in Südkorea leider nicht.“