Meisterliche Austria

Sport / 28.02.2022 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Meisterliche Austria
Besser geht es fast nicht: Austria Lustenau zeigte beim Tabellenzweiten Liefering eine ganz starke Partie.

Austria Lustenau gewinnt bei Liefering eindrucksvoll mit 5:2.

Salzburg Das Spitzenspiel der zweiten Liga wurde seinem Namen gerecht. Das Duell zwischen dem Tabellenführer Austria Lustenau und Verfolger FC Liefering bot alles, was den Fußballfan frohlocken lässt. Ab der ersten Minuten ging in der Red-Bull-Arena die Post ab, beide Teams schenkten sich in Sachen Tempo, Intensität, aber auch bei spielerischen Glanzpunkten gar nichts. So war es Haris Tabakovic (3.), der ganz früh die Führung vergab, als er eine Hereingabe des stark spielenden Flügelstürmers Brian Teixeira knapp verpasste. Die Antwort der Jungbullen folgte in der 19 . Minute. Doch Austrias Schlussmann Domenik Schierl war zweimal großartig zur Stelle. Zuerst parierte er den Schuss von Dijon Kameri und beim Abpraller war er mit den Fingern noch vor Luca Reischl am Ball. In weiterer Folge schlugen die Grün-Weißen den Pressing-Apparat aus Liefering mit den eigenen Waffen. Die Austria gewann viele Zweikämpfe im gegnerischen Drittel, aus einem davon resultierte dann das 1:0 (24.). Brandon Baiye leitet nach Ballgewinn die Kugel weiter zu Mohammed Cham, der am Strafraum nur per Foul gestoppt werden konnte. Diese Freistoß-Vorlage ließ sich der Kunstschütze nicht entgehen und knallte den Ball zur Führung ins Netz.

„Die rote Karte hat uns geholfen, danach haben wir es aber sehr gut zu Ende gespielt.“

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau

Im Spielrausch

Der Start in die zweite Halbzeit gehörte klar den Heimischen in Person von Julian Halwachs. Der Jungspund erzielte kurz nach Wiederanpfiff per Traumtor den Ausgleich (46.), nur acht Minuten später flog er nach wiederholtem Foulspiel mit gelb-roter Karte vom Platz. Der Weckruf für die Austria, die wieder einen Gang höher schaltete. Erneut war es Cham (56.), der eine grandiose Kombination über Hakim Guenouche zur Führung abschloss. Keine zwei Minuten legte die Elf von Markus Mader die Partie auf Eis, als Michael Cheukoua nach Vorlage von Teixeira das 3:1 erzielte. Und weil aller guten Dinge drei sind, ließ es sich Haris Tabakovic (63.) nicht nehmen, die Kugel nach einem Querpass von Guenouche im Tor zum 4:1 unterzubringen. Liefering kam durch einen Foulelfmeter von Roko Simic (72.) nochmal heran, doch Tabakovic (79.) machte nach einer herrlichen Kombination endgültig den Deckel drauf, auf eine Partie aus Sicht der Austria, die man getrost als Meisterprüfung ansehen konnte. In dieser Verfassung können die Grün-Weißen nur ganz schwer von der Tabellenspitze verdrängt werden. Verständlich, dass Cheftrainer Mader zufrieden die Heimreise ins Ländle antreten konnte: „Die rote Karte hat uns natürlich geholfen, aber dann haben wir es sehr gut zu Ende gespielt.“

Fussball, 2. Liga, 18. Spieltag

FC Liefering – Austria Lustenau 2:5 (0:1)

Salzburg, RB Arena, 500 Zuschauer, SR Julian Weinberger (ST)

Torfolge: 24. 0:1 Cham, 46. 1:1 Halwachs, 56. 1:2 Cham, 58. 1:3 Cheukoua, 63. 1:4 Tabakovic, 72. 2:4 Simic (Foulelfmeter), 79. 2:5 Tabakovic