Nach IOC-Empfehlung: WM-Aus für Russland

Sport / 28.02.2022 • 21:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

FIFA und UEFA supendieren russisches Team und die Klubs.

Peking Das Internationale Olympische Komitee empfiehlt den Weltverbänden und Ausrichtern von Sportveranstaltungen, keine Sportlerinnen und Sportler sowie Funktionäre aus Russland und Belarus mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen zu lassen. Dazu entschloss sich die Spitze des IOC am Montag. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) will sich am Mittwoch mit der Thematik befassen, die Paralympics in Peking beginnen am Freitag.

Den ersten Schritt einer Umsetzung machte der Fußball: Der Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union (UEFA) haben die russischen Mannschaften bis auf Weiteres von ihren Wettbewerben ausgeschlossen. Damit findet die WM in diesem Winter ohne Russland statt. Diese Entscheidung unter dem Eindruck des russischen Krieges gegen die Ukraine teilten beide Verbände nahezu zeitgleich mit.

Russland hätte in den WM-Play-offs am 24. März gegen Polen antreten sollen. Der polnische Verband hatte allerdings bereits ausgeschlossen, zu diesem Spiel anzutreten. Direkt betroffen von dem Entschluss ist RB Leipzig. Die Spiele des Bundesligisten gegen Spartak Moskau im Achtelfinale der Europa League wurden abgesagt. Spartak war die einzig verbliebene russische Mannschaft in einem Europapokal-Wettbewerb. Auswirkungen hat die Entscheidung auch auf die EM der Frauen im Juli in England. Russland wäre dort Gruppengegner der Niederlande sowie von Schweden und der Schweiz gewesen. Letztere hatten zuvor neben zahlreichen anderen Verbänden einen Boykott russischer Spiele angekündigt.

Zuvor hatte die UEFA bereits Putins Heimstadt St. Petersburg das Finale der Champions League entzogen, zudem wird sie wie Schalke 04 den Vertrag mit dem russischen Großsponsor Gazprom kündigen.