Altach will Gier hochhalten

Sport / 01.04.2022 • 22:51 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Kommt immer besser in Fahrt: Altach-Stürmer Christoph Monschein.gepa
Kommt immer besser in Fahrt: Altach-Stürmer Christoph Monschein.gepa

Mit dem Heimspiel gegen die Admira (Samstag, 17 Uhr) beginnt die heiße Phase.

Altach Dank der Punkteteilung und zuletzt vier Zählern in zwei Spielen ist der Cashpoint SCR Altach zurück im Kampf um den Klassenerhalt. Pünktlich zur wichtigsten Saisonphase ist der Spaß zurück im Team der Rheindörfler – und auch die Überzeugung, dass das nach zehn Niederlagen in Folge schon unmöglich Scheinende doch noch gelingt. Die Gier ist jedenfalls zurück, wie auch Christoph Monschein bestätigt. Nicht erst nach seinem Treffer in Ried scheint der 29-Jährige angekommen. Er fühle sich wohl, sagte er im Vorfeld der Admira-Partie. Sowohl die Charaktere in der Mannschaft als auch „die Kabine“ hätten es ihm leicht gemacht. Und so genießt er auch die persönlichen Glücksmomente, von denen es für ihn in der laufenden Saison noch nicht allzu viele gab. „Tore sind mit ein Grund, warum ich Fußball spiele“, meinte er mit einem Lächeln im Gesicht. Dabei bezeichnet er sich als durchaus nachdenklichen Typen. „Ich mach‘ mir selbst am meisten Druck. Aber ich weiß auch, dass ich das ablegen muss. Der Trainer hilft mir dabei.“

Der Herbst in Linz, wo der Niederösterreicher einen Vertrag bis 2024 besitzt, war nicht leicht. Muskelverletzungen machten ihm zu schaffen. Am Ende kam er gerade einmal auf 446 Einsatzminuten, in denen ihm zwei Treffer gelangen. Dabei war der Angreifer, der 2020 unter Franco Foda ein erstes und bislang einziges Mal im Nationalteam (Anm. d. Red.: beim 2:3 gegen Rumänien in der UEFA Nations League) zum Einsatz gekommen ist, nach vier Saisonen mit großen Erwartungen von Wien nach Oberösterreich gewechselt. Diesen konnte er nicht gerecht werden und so genießt er umso mehr sein neues Umfeld – Spieler, Trainer, Bundesland.

Nicht erst im Vorfeld der Admira-Partie findet Monschein lobende Worte für Ludovic Magnin. „Er weiß genau, was sich in unseren Köpfen abspielt“, meinte er in Richtung des Schweizers. Ob dieser Worte seines Stürmers, der einst als 23-Jähriger just bei der Admira sein Bundesligadebüt gefeiert hat, wirkte der 42-Jährige im Vorfeld der Partie für Sekunden sprachlos, um dann schnell wieder auf den samstägigen Gegner zu sprechen zu kommen. „Die Niederlage gegen die Admira (Anm. d. Red.: 0:2 am 26. Februar) hat am meisten wehgetan“, blickt er auf sein drittes Spiel auf der SCRA-Trainerbank und die lange Niederlagenserie zurück. Verständlich, wurde doch ein reguläres Tor von Atdhe Nuhiu aberkannt und zudem hat derselbe Spieler einen Elfmeter verschossen.

Spieler haben „großes Herz“

Inzwischen greift das „System Magnin“ immer besser und das „Gesicht der Mannschaft“ kommt der Vorstellung ihres Cheftrainers immer näher. Aus seinem Munde gibt es auch großes Lob für die Spieler, explizit lobt er das „große Herz“, das die Spieler als Mannschaft zeigen. Er selbst sieht sich in der Rolle, situationsbedingt zu reagieren. „Mein Job ist zu beruhigen“, sagt Magnin. Deshalb sei es seine Aufgabe, jetzt auf die Euphoriebremse zu drücken. Denn nicht nur er erwartet ein intensives und umkämpftes Spiel. „Wir wissen um unsere Fehler im ersten Spiel, dementsprechend wissen wir auch, welche Räume wir bespielen wollen“, blickt Magnin seinem vierten Spiel in der Cashpoint-Arena entgegen. Da beide Mannschaften in der Qualifikationsgruppe noch ungeschlagen sind, warnen beide Trainer zudem vom Irrglauben eines „Selbstläufers“. Zudem steht beim Gegner, der gestern sein Abschlusstraining in Hohenems absolvierte, Coach Andreas Herzog (53) im Blickfeld. Österreichs Rekordnationalspieler zählt einmal mehr zum erweiterten Kandidatenkreis für die Teamchef-Nachfolge.

„Das war definitiv die Niederlage, an der wir am längsten zu knabbern hatten.“

Fußball, tipico Bundesliga 2020/21

Meistergruppe

25. Spieltag

Wolfsberger AC – SK Sturm Graz Sonntag

Wolfsberg, Lavanttal Arena, 14.30 Uhr, SR SKY SPORT AUSTRIA (live)

FK Austria Wien – SK Austria Klagenfurt Sonntag

Wien, Generali Arena, 14.30 Uhr, SR Kijas (NÖ) SKY SPORT AUSTRIA (live)

FC RB Salzburg – SK Rapid Wien Sonntag

Wals-Siezenheim, RB Arena, 17 Uhr, SR Harkam (ST) SKY SPORT AUSTRIA (live)

Qualifikationsgruppe

25. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – FC Admira Wacker Mödling heute

Altach, Cashpoint Arena, 17 Uhr, SR Ebner (OÖ) SKY SPORT AUSTRIA (live)

LASK Linz – SV Ried heute

Pasching, Raiffeisen Arena, 17 Uhr, SR Ciochirca (ST) SKY SPORT AUSTRIA (live)

TSV Hartberg – WSG Tirol heute

Hartberg, Profertil Arena, 17 Uhr, SR Hameter (NÖ) SKY SPORT AUSTRIA (live)

Meistergruppe

 1. FC RB Salzburg* 24 19 4 1 55:14 + 41 33 CL-Q

 2. SK Sturm Graz* 24 11 7 6 49:34 + 15 21 CL-Q

 3. FK Austria Wien* 24 9 10 5 34:25 +  9 20 UECL-Q

 4. SK Rapid Wien* 24 9 8 7 39:33 +  6 19 Play-off

 5. Wolfsberger AC* 24 11 4 9 36:38 –  2 18 Play-off

 6. SK Austria Klagenfurt 24 7 9 8 33:39 –  6 15

Qualifikationsgruppe

 1. LASK Linz* 24 7 8 9 34:29 +  5 16 Play-off

 2. SV Ried* 24 7 8 9 32:45 – 13 14 

 3. Admira W. Mödling 24 5 9 10 27:31 - 4 14 

 4. TSV Hartberg 24 5 9 10 29:35 - 6 13 

 5. WSG Tirol* 24 5 9 10 30:48 – 18 12 

 6. Cashpoint SCR Altach* 24 4 5 15 12:39 – 27 10 Abstieg

Legende: *=Vorreihung bei Punktegleichheit (wegen Abrunden nach Ende des Grunddurchgangs)

Teamnews

CASHPOINT SCR ALTACH

AUFSTELLUNG (3-5-2) Casali – Strauss, Zwischenbrugger, Nanizayama – Mischitz, Haudum, Gaudino, Nimaga, Schreiner – Monschein, Bischof

ERSATZ Odehnal – Pape Alioune, Netzer, Aigner, Nuhiu, Bitsche, Tartarotti

ES FEHLEN Thurnwald, Meilinger (beide gesperrt), Bukta, Edokpolor (beide rekonvaleszent), Riegler (Schulter/Saisonende), Krizman (Bänder)

ADMIRA WACKER MÖDLING

AUFSTELLUNG (4-2-3-1) Leitner – Zwierschitz, Ostrzolek, Bauer, Lukacevic – Ebner, Lukas Malicsek – Vorsager, Kerschbaum, Vodhanel – Surdanovic

ERSATZ Hadzikic – Major, Brugger, Schmiedl, Gattermayer, Ganda, Nikolow

ES FEHLEN Mustapha, Starkl (beide krank), Babuscu (Oberschenkel), Luan (Muskelfaserriss)