EHC verabschiedet sich mit erhobenem Haupt

Sport / 03.04.2022 • 17:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Erfolgreiche Parade von EHC-Goalie Erik Hanses nach einem Schuss von Stefano Giliati.VN/Sams
Erfolgreiche Parade von EHC-Goalie Erik Hanses nach einem Schuss von Stefano Giliati.VN/Sams

Lustenau unterliegt Asiago 2:3 und verliert in der Halbfinalserie mit 1:3.

Lustenau Ein echtes Endspiel in einer fünften Partie der Halbfinalserie war das Ziel der Eislöwen. Trotz eines beherzten Kampfes gegen den Titelfavoriten aus Asiago sollte es aber knapp nicht reichen. In der 5. Minute der Verlängerung endete eine starke Saison des besten österreichischen Teams in der Alps Hockey League.

Mit Handicap in Serie gestartet

Enttäuschung daher kurz nach dem Spiel bei Kapitän und Torschütze Max Wilfan: „Leider sind wir am Grünen Tisch mit einem 0:1 in die Serie gestartet. Das war ein großes Handicap, aber so sind nun Mal die Regeln.“ Aber nicht nur zu Beginn der Serie fehlten den Lustenauer etliche Spieler, sondern auch am Samstag. Ohne die verletzten Stützen Brian Connelly, Dominic und Lucas Haberl und einige der etablierten Eigenbauspieler (Robin Wüstner, Fabio Haas) musste die Flanagan-Truppe die allerletzten Kräftereserven etablieren.

Asiago suchte im vierten Spiel der Serie eine schnelle Entscheidung und belagerte das von Erik Hanses wieder stark gehütete Tor von Beginn an. Alle 20 Torabschlüsse wurden eine Beute des Schweden. Der EHC blieb im ersten Drittel völlig ungefährlich.

Im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild. Asiago stürmte, der EHC stemmte sich dagegen. In der 26. Minute war es aber so weit, die Italiener gingen durch Anthony Salinitri verdient in Führung. Wer jetzt einen Durchmarsch des Favoriten erwartete, wurde schnell eines Besseren belehrt. Vor 1971 Zuschauern nützte Chris D’Alvise das erste Powerplay zum umjubelten Ausgleich (38.). Das zeigte bei den bis dahin dominanten Gästen Wirkung, denn nur zwei Minuten später legte Wilfan, der zum Spieler der Serie gewählt wurde, zum 2:1 nach.

„Wir hatten eine tolle Saison“

Jetzt waren die Titelfavoriten endgültig gereizt und starten einen Sturmlauf, der in der 46. Minute mit dem Ausgleich belohnt wurde. Der EHC gab aber nicht klein bei und glaubte weiter an die Chance auf ein fünftes Spiel. So ging es in die Verlängerung, in der die Gäste das bessere Ende für sich hatten. Trotzdem zog Wilfan ein positives Resümee: „Wir hatten eine tolle Saison. Natürlich war das Ziel das Finale, aber wir können stolz sein auf das, was wir geleistet haben.“

„Natürlich war das Ziel das Finale, aber wir können stolz sein auf das, was wir geleistet haben.“

Eishockey

Alps Hockey Liga

4. Runde, Halbfinale (Best-of-five)

EHC Lustenau – Asiago Hockey  2:3 OT (0:0,2:1,0:1,0:1)

SR Moschen, Schauer, Eisl, Wimmler Endstand in der Serie 1:3 für Asiago (0:5 unfit to play, 5:3, 2:4, 2:3)

Torfolge: 26. 0:1 Salinitri, 38. 1:1 D‘Alvise (5:4), 40. 2:1 Wilfan, 46. 2:2 Ginnetti, 65. 2:3 Marchetti

Strafminuten: 2 bzw. 4

EHC Lustenau: Hanses; Krammer, Slivnik; Ratz, Hrdina; Oberscheider, Butteri; Wallenta, D`Alvise, Wilfan; Giftopoulos, Häußle, Koczera; Moosbrugger, König, Puschnik; Fitz, Togni, Schmeiser

Asiago Hockey: Vallini; Casetti, Ginnetti; Forte, Gios; Parini, Miglioranzi; Rigoni; Giliati, Mantenuto, Marchetti; Salinitri, Iacobellis, Magnabosco; Tessari, Stevan, Vankus; Zampieri, Rigoni, Lievore

Rittner Buam – HDD Jesenice  4:5 OT (0:0,1:3,3:1,0:1)

Endstand in der Serie 1:3 für Jesenice (1:2, 3:2, 0:6, 4:5)

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