Das ist Vorarlbergs Skikultur

Sport / 05.04.2022 • 19:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das ist Vorarlbergs Skikultur

Von Jung bis Alt: VSV-Präsident Walter Hlebayna sieht den Skisport als gesamtgesellschaftliches Produkt.

Schwarzach Während die Erfolge der Vorarlberger Wintersportler im Olympiawinter noch nachklingen, verstärkt man beim Skiverband die Suche nach der „next generation“. Für VSV-Präsident Walter Hlebayna stellt der Skisport ein „gesamtgesellschaftliches Produkt dar, weshalb durchaus darüber nachgedacht werden darf, von einer Skikultur zu sprechen“. Jung bis Alt für den Skisport, der in Vorarlberg große Tradition hat, zu begeistern, ist das Ziel.

Das ist Vorarlbergs Skikultur

Skisport ist in Vorarlberg sehr früh gelebt worden. Deshalb hat er einen kulturellen Wert.“

Walter Hlebayna, VSV-Präsident

Dafür wurde ein durchgängiges Konzept ausgearbeitet, für das VSV-Breitensportreferent Werner Eberle verantwortlich zeichnet, und schon die Kleinsten in den Kindergärten abholt. Deshalb unterstützt der Verband die Kindergartenpädagoginnen nicht nur mittels Ausbildungsmöglichkeiten, sondern stellt für Skitage Instruktoren und Übungsleiter zur Seite. Diesbezüglich stößt vor allem die Idee von Eberle, Omas und Opas für die Sache zu gewinnen, österreichweit auf enormes Interesse. Wichtig sei es erstmal, so Eberle, dass „alle Kinder, egal ob Anfänger oder nicht, eine unbeschwerte Zeit auf der Piste genießen können“. In weiterer Folge wolle man diese in die Vereine integrieren. „In den Bambini-Skikursen kümmern wir uns um die Drei- bis Sechsjährigen“, erklärt Andreas Hammerer, Obmann des SC Mühlebach. Der Skiclub aus Dornbirn zählt mit 650 bis 750 Mitgliedern zu den größten im Land und beschäftigt etwa in den jährlichen Weihnachtskinderskikursen am Bödele rund 15 bis 20 Skilehrer mit einer altersgerechten Ausbildung. Von den Bambinis bis hin zu den Rennkursen, auch beim SC Mühlebach sieht man sich als „Vorbereiter“ auf die Bezirks- und Landesskirennen. Dass zudem alle Mitglieder beim ÖSV bzw. VSV gemeldet sind, ist laut Hammerer eher die Ausnahme. Denn von den 35.000 Mitgliedern in den Skivereinen des Landes sind laut Hlebayna rund die Hälfte ebenfalls als Mitglied beim Skiverband gemeldet. Angesichts dieser aktuellen Zahlen sei man gut durch die Pandemie gekommen, wenngleich im Funktionärswesen schon Abgänge spürbar waren.


Skibegeisterte Menschen, Erwachsene und Kinder, die den Sport leben, so versteht sich die Skikultur Vorarlberg. Mit dem eigens designten „V-Special Edition Overall“ setzt der Verband auch ein äußeres Zeichen. Als Ideengeber haben neben Hlebayna noch Manuel Kaufmann, Martin Wunderlich und Marc Girardelli maßgeblich daran mitgewirkt.


Seitens des Verbandes sieht man sich in der angesprochenen Skikultur als Servicestelle, um eine Breite im Unterbau zu schaffen und so in weiterer Folge neue Olympiasieger ausbilden zu können. Es sei laut Hlebayna, die Aufgabe des Verbandes, gute Angebote zu anzubieten, um Kinder für den Skisport zu begeistern. Dazu zählen etwa „Auf die Piste fertig los“ oder „Skifahren mit Flocke“. Diese Schneeerlebnistage sollen den Nachwuchs animieren, in der Freizeit Skifahren zu gehen. So gewinne, ist sich Hlebayna sicher, ausgehend vom Elternhaus über die Großeltern und Vereine sowie in Zusammenarbeit mit den Partnern, dem Land Vorarlberg, den heimischen Seilbahnen, dem Sportartikelfachhandel, Hotels und Gastronomie, der Skisport einen kulturellen Wert. In einem Land, wo mit dem SC Arlberg einer der ältesten Skiclubs der Alpen beheimatet ist, ein positives Ansinnen.

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