„Wir siegen in Lustenau“

Sport / 08.04.2022 • 21:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Vorwärts-Trainer Madlener kommt mit viel Selbstvertrauen.

Lustenau Austria Lustenau gegen Vorwärts Steyr. An sich eine Paarung, die aufgrund der Tabellensituation, die Oberösterreicher kommen als 13. zum Tabellenführer nach Lustenau, nicht gerade elektrisierend wirkt. Doch Obacht! Vorwärts kommt mit seinem Jahrhundertspieler Daniel Madlener als Trainer ins Reichshofstadion. Und jeder, der den Feldkircher kennt, weiß: Der brennt auf einen Sieg bei den Grün-Weißen.

Das hat der 57-jährige ehemalige Bundesligaprofi, Nationalspieler Österreichs und Coach zahlreicher Vereine aus dem Ländle, seinem Pendant auf Seiten der Austria bei einer gemeinsamen Trainerfortbildung in Wien letzte Woche auch so unverblümt mitgeteilt: „Klare Sache. Wir fahren nach Lustenau und siegen, ganz einfach.“ Madlener ist Selbstvertrauen pur. Blickt man auf die jüngere Vergangenheit zurück, darf der ehemalige Mittelfeldstratege auch mit breiter Brust auftreten. In den letzten zehn Spielen verlor Steyr nur einmal, konnte hingegen vier Siege einfahren und trennte sich fünf Mal mit einem Remis vom Gegner. Eine Serie, die auch der Grund für den Aufstieg in der Tabelle ist. Zwar blickt Austrias Cheftrainer dem Spiel nicht ängstlich entgegen, doch der Respekt für die Rot-Weißen schwingt in seinen Aussagen mit. „Honiglecken wird es sicher nicht, dafür hat Steyr zuletzt zu gut performt. Daniel hat bislang gute Arbeit mit seiner Mannschaft abgeliefert.“

Mutige Steyrer

Madlener will seine Elf im Reichshofstadion mutig auftreten lassen, „das ist mittlerweile unsere DNA. Aber wir können schon einordnen gegen wen wir spielen. Die Austria ist in meinen Augen das stärkste Team der Liga. Aber umso größer ist unsere Vorfreude auf die Partie. Ich bin sehr gespannt, wie mein junges Team reagieren wird. Ein paar Schwächen haben wir bei der Austria ausmachen können, mal sehen, ob wir diese auch nutzen“, so der Feldkircher.

Alles selbst in der Hand

Dennoch, klar ist auch: Liefert die Austria erneut solch eine starke Leistung wie zuletzt beim 2:0-Auswärtssieg bei Amstetten ab, hängen die Trauben auch für Steyr sehr hoch. „Die Ergebniskrise aus dem März ist abgehakt, das hat das Match in Amstetten gezeigt. Daher muss ich feststellen, dass es nur von uns abhängt, wie das Spiel ausgeht. Können wir an die Leistung anschließen, bin ich davon überzeugt, dass die drei Punkte in Lustenau bleiben“, so Mader. Zweifel darüber lässt auch nicht der Ausfall von Mittelfeldmotor Pius Grabher (Knieverletzung) aufkommen. Der 28-Jährige agierte bislang in der Form seines Lebens, war nicht wegzudenken aus der Startelf des Tabellenführers. Blickt man aber auf die Möglichkeiten, die Mader nun hat, um ihn zu ersetzen, muss man als gegnerischer Klub zwangsläufig neidisch werden. Zum einem hat man den Brasilianer Adriel im Talon, der bei seinen Einsätzen schon überzeugen konnte. Zum anderen könnte Cem Türkmen Grabher positionsgetreu ersetzen. Damit würde sich für den Deutsch-Türken die große Chance auftun, endlich in der Startelf Fuß zu fassen. Dem 20-Jährigen, der seine Ausbildung bei Bayer Leverkusen genoss, attestiert man große Fähigkeiten im Spielaufbau. „Dazu gibt es noch die Variante mit Bryan Teixeira im Zentrum neben Brandon Baiye zu starten“, lässt sich Mader nicht in die Karten blicken.

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