Arbeitssieg von Austria Lustenau

Sport / 09.04.2022 • 17:20 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Riesenjubel nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Bryan Teixeira (Mitte).<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Riesenjubel nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Bryan Teixeira (Mitte).gepa

3:1-Heimsieg über Vorwärts Steyr bringt die nächsten drei Punkte für die Austria.

Lustenau Der Tabellenführer der 2. Liga gab sich im Heimpsiel gegen Vorwärts Steyr keine Blöße. Zwar startete man mit einer Hyopthek ins Spiel, denn Goalgetter Haris Tabakovic zog sich beim Aufwärmen eine Verletzung am Oberschenkel zu, musste absgaen. Für ihn rückte Bryan Teixeira in die Spitze und Anderson rückte in die Startelf auf.

Der Gegner aus Oberösterreich zeigte von Start weg, dass man, wie von Trainer Daniel Madlener angekündigt, mitspielen wollte. Ein Unterfangen, das den Heimischen aber in die Karten spielte. In einer munteren ersten Halbzeit von beiden Seiten waren es aber schon die Hausherren, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten. Die erste Chance hatte Austrias Regisseur Muhammed Cham (8.), sein Schuss wurde aber in extremis geblockt. Im darauffolgenden Konter der Oberösterreicher fand Oliver Filip (8.) bei seinem Versuch aus spitzen Winkel seinen Meister in den glänzend postierten Austria-Rückhalt Domenik Schierl.

“Klar waren wir über viele Phasen des Spiels bestimmend. Doch dann dürfen wir uns auf keine Spielchen einlassen. Vor allem mit der zweiten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Aber drei Punkte sind drei Punkte.”

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau

Anderson mit Topleistung

Anderson erzielte seinen ersten Treffer im Dress der Austria.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Anderson erzielte seinen ersten Treffer im Dress der Austria.gepa

Als dann die Führung des Tabellenführers sprichwörtlich in der Luft lag, roch auch Cham Lunte. Nach herrlichen Sololauf von Hakim Guenouche über das gesamte Feld brachte Teixeira die Kugel im Strafraum an den 21-jährigen Spielmacher, der sich einmal kurz drehte und die Kugel im langen Eck versenkte. Im Stile eines Vollblutstürmers machte er es dem fehlenden Tabakovic nach udn erhöhte sein Torkonto auf 13.

In Folge schien sich die Elf von Austria-Trainer Markus Mader aber zu sicher, wollte einmal zu oft im Mittelfeld zaubern und lud so den Gegner ein, wieder besser ins Spiel zu kommen. Zwar ließ die Madlener-Truppe den Ball gut zirkulieren, zu Torchancen kam man aber nicht. So kamen die Grün-Weißen eher glücklich zum 2:0. Für einmal konnte sich Michael Cheukoua über Außen durchsetzen, wurde aber von Julian Turi gestoppt (19.) – zur Freude der xxxxx Fans im Reichshofstadion aber im Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwertete Teixeira eiskalt (33.). Kurz vor Halbzeitpfiff ließ Cham per Kopf die Möglichkeit aus, das Match vorzeitig auf Eis zu legen. Doch der 21-Jährige platzierte die Kugel nach wunderbarer Anderson-Flanke neben das Steyr-Gehäuse.

Steyr stark in Halbzeit zwei

Wer dachte, dass es in Halbzeit zwei aus Lustenauer Sicht in ähnlicher Tonart weiterginge, irrte. Denn Steyr-Trainer Madlener griff in die Trickkiste, beorderte Verteidiger Can Alak in den Angriff, was sofort Wirkung zeigte. Innerhalb von 120 Sekunden nach Wiederanpfiff hatten Alem Pasic und Ikenna Ezeala Topchancen zum Anschlusstreffer. Die Heimelf musste sich kurz schütteln, fand dann in Person von Anderson, der sein bestes Match im Austria-Dress ablieferte, genau die richtige Antwort.

Nach herrlicher Kombination über die linke Seite, Teixeira bediente Guenouche, war der Brasilianer (52.) im Zentrum zur Stelle und stellte auf 3:0. Doch durch war die Partei keineswegs. Weil Steyr nicht aufhörte weiterhin nach vorne zu spielen und die Austria in vielen Szenen zu sorglos agierte. So ließ man Oliver Filip für einmal davonziehen, doch Alak (61.) konnte freistehend den Ball nicht im Tor unterbringen, traf nur die Stange. Diese war dann auch auf der Gegenseite hauptdarsteller, als Cheukoua (66.) ebenfalls per Schlenzer anklopfte. Ins Tor trafen dann aber nur mehr die Gäste. Filipp (76.) setzte sich im Duell gegen Hugonet durch und schob den Ball gekonnt zum 3:1-Endstand in die Maschen.

“Das war ein couragierter Auftritt meiner Mannschaft. Vor allem mit der zweiten Halbzeit war ich zufrieden, da konnten wir die Austria vor Probleme stellen.”

Daniel Madlener, Trainer Vorwärts Steyr
Shakehands der beiden Trainer nach dem Spiel.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Shakehands der beiden Trainer nach dem Spiel.gepa

Keine Schützenhilfe von Dornbirn

Kurz vor Schluss bewahrte Austria-Goalie seine Mannschaft noch vor einer heißen Schlussphase, als er beim Schuss von Mayer-Fälten (88.) zur Stelle war. Damit waren die nächsten drei Punkte eingetütet, Trainer Markus Mader war dennoch nicht restlos zufrieden: “Weil mir die zweite Halbzeit nicht gefallen hat. Klar haben wir in vielen Phasen das Spiel beherrscht, dann dürfen wir uns aber nicht auf Spielchen einlassen. Steyr hätte gut und gerne noch ein Tor mehr machen können, dann wäre es nochmal unnötig spannend geworden.”

Steyr-Trainer Madlener war ob des Ergebniss nicht zufrieden, die Leistung seiner Mannschaft hat es ihm aber angetan: “Das war ein couragierter Auftritt der Mannschaft. Vor allem zweite Halbzeit konnten wir die Austria vor Probleme stellen. Leider haben wir zuviele Torchancen liegen gelassen.”

Für die Austria geht es nun nächste Woche zu den Juniors OÖ, die nächste Chance, die Tabellenführung auszubauen. Was diesmal nicht gelang. Der FAC gewann sein Match gegen den FC Dornbirn knapp und erst nach 85. Minuten mit 1:0. Das Fernduell geht also in die nächste Runde.

Fussball, 2.Liga, 23. Spieltag

Austria Lustenau – Vorwärts Steyr 3:1 (2:0)

Lustenau, Reichshofstadion, 2350 Zuschauer, SR Sadikovski

Torfolge: 15. 1:0 Cham, 33. 2:0 Teixeira (Elfmeter), 52. 3:0 Anderson, 76. 3:1 Filip

Gelbe Karten: Wallace (73. /Foulspiel) bzw. Brandstätter (6./Handspiel), Günes (14./Foulspiel), Sahanek (45./Foulspiel)