„Das war der schönste Titel!“

Sport / 12.04.2022 • 22:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alexander Pallestrang (Nummer 90) im Freudentaumel, rechts Kilian Zündel, der zweite Vorarlberger im Salzburger Meisterteam. gepa
Alexander Pallestrang (Nummer 90) im Freudentaumel, rechts Kilian Zündel, der zweite Vorarlberger im Salzburger Meisterteam. gepa

Vierte Meisterwürde für Alexander Pallestrang mit dem EC Salzburg.

Salzburg Meistertitel Nummer vier für Alexander Pallestrang mit dem EC Red Bull Salzburg in der Ice Liga. Sieht man auf die nackten Zahlen, dann scheint der siebte Pokalstreich der einfachste gewesen zu sein: Mit jeweils vier Siegen gegen Znojmo, die Vienna Capitals und Fehervar sicherten sich die Mozartstädter die Karl-Nedwed-Trophäe. „Es schaut leicht aus, aber so einfach war es nicht“, erzählt der Verteidiger aus dem Ländle, der zum 15. Mal in einer Play-off-Serie (zwei davon mit Linz) stand. „Im Gegenteil. Jedes Spiel war knapp. Im Finale haben uns die Ungarn wirklich gefordert.“ Auch gegen die Capitals war es nicht einfach, erinnert sich der 33-Jährige. „Im zweiten Spiel waren wir 40 Sekunden vor dem Spielende 0:2 zurück, dann haben wir es noch gedreht.“ Die drei Serien wurden in einem Sweep, also ohne Niederlage, gewonnen. „Das hatte ich bisher noch nie, das hat einen hohen Stellenwert. Es war der bisher schönste Titel.“

Es war wieder Zeit

„Es ist wieder einmal Zeit geworden für einen Titel“, freut sich der in Wolfurt lebende Harder, dass er mit Salzburg nach 2010/11, 14/15 und 15/16 wieder das Championat feiern darf. „Wir hatten eine wirklich brutal gute Truppe beieinander, es war sehr speziell, hat so viel Spaß gemacht.“ Die für Salzburg aber nicht sorgenfrei über die Bühne gegangen ist: „Es gab einige Verletzte, im Oktober und Jänner hatten wir mit Corona zu kämpfen. Aber die Jungen sind in die Bresche gesprungen, haben gute Spiele abgeliefert. Wir sind tief besetzt, das ist auch ein Grund für unseren Erfolg.“

Der Meistertitel wird in mehreren Etappen zelebriert. Teil eins fand auf dem Eis in Szekesvehervar statt, in der Kabine ging es feucht-fröhlich weiter. Nach der siebenstündigen Heimreise im Partybus warteten vor dem Salzburger Volksgarten die Fans. Danach war kurz Nachtruhe angesagt, Mittags ging es mit Brunch und/oder Mittagessen im In-Lokal Steinterrasse weiter. Und morgen folgt dann die offizielle Meisterfeier in der Stadt.

Die Zukunft ist offen

Pallestrang ist mit 32 Jahren für einen Verteidiger im besten Eishockey-Alter. Nach 48 Spielen stehen zwei Tore und 16 Vorlagen auf dem Konto, damit ist er in der Klubstatistik die Nummer drei hinter T.J. Brennan (27/32) und Dominique Heinrich (2/23) in der Salzburger Defensivabteilung. Der Vertrag läuft nach der Saison aus, die Zukunft ist offen. „Ich lasse die Feierlichkeiten auf mich zukommen, dann schauen wir weiter“, gibt sich der Vater von drei Kindern gelassen. „Momentan weiß ich nicht, wie es weitergeht.“ Sicher ist so viel: Er ist beim Nationalteam von Roger Bader für die WM ein Thema. Im Sommer wird der passionierte Segler Pallestrang am Bodensee die Seele baumeln lassen.

„Jedes Spiel in der Serie war knapp. Im Finale haben uns die Ungarn wirklich gefordert.“

Zur Person

Alexander Pallestrang

gewann mit dem EC Salzburg zum vierten Mal den Eishockeymeistertitel

Geboren 4. April 1990 in Bregenz

Wohnort Salzburg, Wolfurt

Familie verheiratet mit Fabienne, Kinder Trabea, Kiano, Norelle

Laufbahn 2004 HC Hard, 2005 VEU Feldkirch, 2008 EHC BW Linz, 2010 EC RB Salzburg

Europaligasieger 2010/11

Meistertitel mit Salzburg 2010/11, 14/15, 15/16, 21/22

15 Mal in den Play-offs