Saisonauftakt im Baseball: Unklare Kräfteverhältnisse zu Beginn

Sport / 14.04.2022 • 22:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Saisonauftakt im Baseball: Unklare Kräfteverhältnisse zu Beginn
Das letzte Duell zwischen Hard und Feldkirch im August endete mit einem Split: Feldkirch siegte zunächst mit 13:12, Hard danach mit 2:0. CARDINALS

Die Baseball-Bundesliga startet mit dem Duell zwischen Hard und Feldkirch in die neue Spielzeit.

Hard, Feldkirch Das Spiel hat bereits begonnen. Diesen Eindruck könnte man zumindest bekommen, wenn man sich mit Marcel Winder, Outfielder der Harder Bulls, unterhält. Seine Mannschaft empfängt am Samstag (13 Uhr und 15.30 Uhr) Gäste aus der Montfortstadt. Die Feldkirch Cardinals sind zum Saisonauftakt der Baseball-Bundesliga Gast. Und Winder ist bemüht, den Ruf als mögliche Sieganwärter von seiner Mannschaft fernzuhalten, trotz der Platzierung Hards vor Feldkirch in der vergangenen Saison: „Feldkirch hat höhere Ziele ausgegeben, so weit wollen wir nicht gehen. Aber in dem Fall sind sie am Wochenende wohl die Favoriten“, verrät der 32-Jährige im Gespräch mit den Vorarlberger Nachrichten. Aber auch er wünscht sich von der kommenden Saison eine Steigerung, „weil letztes Jahr waren wir einfach echt schlecht“. Die Quote von sechs Erfolgen bei 22 Niederlagen gelte es jedenfalls zu verbessern: „Bei den Siegen wollen wir zweistellig werden, also vor allem Duelle gegen direkte Konkurrenten gewinnen.“ Helfen soll da mit Paul-Anthony Bennett ein neuer Trainer: „Wir wollten davon wegkommen, dass wir einen Spielertrainer haben; das haben wir jetzt geschafft.“

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Die Hard Bulls sind mit dem Verlauf der Vorbereitung zufrieden. LERCH

Zum Saisonauftakt sieht Wolfgang Eß, Vorstand bei den Cardinals, die beiden Mannschaften hingegen auf Augenhöhe: „Ich halte bei so engen Spielen von Favoritenrollen nicht viel. Die Harder und wir waren immer sehr ähnlich unterwegs.“ Zufrieden zeigte er sich mit den vergangenen Wochen, Trainer Trevor Rooper befinde sich schon seit einem Monat wieder in Feldkirch – das sei einzigartig in den letzten Jahren: „Wir haben uns in den Trainings sehr gut vorbereitet, hatten auch ein internes Vorbereitungsspiel.“

Wetterbedingt nur Minimaltraining

Ein geplantes internationales Turnier auf eigener Anlage sei dem Wintereinbruch vor kurzer Zeit zum Opfer gefallen, so „kann es durchaus sein, dass alles noch etwas eingerostet ist, aber da geht es vermutlich beiden Mannschaften ähnlich.“ Die Zielsetzung des Vereins – „Wir wollen die zweitbeste Mannschaft im Westen sein“ – kann Eß nur unterschreiben: „Sehr realistisch ist, dass wir uns vor den Harden platzieren und auf Rang drei laden. Außerdem könnten wir sicher ein bisschen überraschen, wenn alle fit sind und wir mit der vollen Mannschaft antreten können.“

Die österreichische Baseball-Bundesliga wird in zwei Divisonen ausgetragen: Ost und West. Neben drei Vorarlberger Vereinen stellt die Attnang-Puchheim in Oberösterreich mit den Atheltics die vierte Mannschaft. Der Erstplatzierte qualifiziert sich direkt für die Play-Off-Phase, die Mannschaft auf Rang zwei kämpft mit dem Dritten der Ost-Liga um ein Ticket.

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Die Dornbirn Indians starten erst in der kommenden Woche. SERRA

Indians in Lauerstellung

Die dritte Vorarlberger Mannschaft der Bundesliga weilt noch im Trainingslager in Italien, trotz des Saisonbeginns am Wochenende. Das ist leicht erklärt, greifen die Indians aus Dornbirn doch erst eine Woche verspätet in den Spielbetrieb ein. Die Mannschaft von Trainer Graeham Luttor ist zum Auftakt in Feldkirch zu Gast (23. April, 13 Uhr und 15.30 Uhr). Wolfgang Pschorr, Sportlicher Leiter bei den Indians, spricht gegenüber den Vorarlberger Nachrichten von einer „guten Stimmung“ im Team, daran habe auch der neue Chefcoach seinen Anteil: „Er hat andere Trainingsinhalte in den Verein gebracht und liefert genau das, was wir uns erhofft haben.“ Das Trainingslager sei auch für das Teambuilding eine wichtige Komponente, das habe in den letzten Jahren gefehlt. Und durch die Teilnahme am Europacup im vergangenen Jahr habe sich die Trainersuche doch um einiges vereinfacht. Für eine richtige Zielvorgabe sei die Situation noch zu undurchsichtig, berichtet Pschorr: „Vor der Saison ist das wahnsinnig schwierig, vor allem, wenn wir uns Ziele realistisch stecken wollen.“ Eine Finalteilnahme sei „immer super“, man solle auf Situationen in der Mannschaft und im Kader aber reagieren können und flexibel bleiben.

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