Leidenschaft als Pluspunkt

Sport / 18.04.2022 • 21:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Altachs Samuel Mischitz war gefordert in den Laufduellen gegen Florian Flecker (links) oder Rene Renner.gepa
Altachs Samuel Mischitz war gefordert in den Laufduellen gegen Florian Flecker (links) oder Rene Renner.gepa

Cashpoint SCR Altach mit dem 0:0 gegen den LASK seit 222 Minuten ohne Gegentor.

Altach Anspannung, Motivation und Leidensfähigkeit – Altachs Spieler zeigten im Heimspiel gegen den LASK, warum man auch im fünften Spiel der Qualifikationsgruppe verdientermaßen weiter ohne Niederlage ist. Selbst dem spielstarken LASK gelang es trotz viel Geschwindigkeit nicht, die Abwehr der Rheindörfler zu knacken. Das neue Selbstvertrauen der Mannschaft schlägt sich vor allem in der Gegentorstatistik positiv nieder. Seit 222 Minuten sind Torhüter Tino Casali und seine Vorderleute ohne Gegentor, drei der fünf Hinrundenspiele hielt man die Null. „Unser Ziel war es, ungeschlagen zu bleiben und die Null zu halten“, sagte Christoph Monschein. „Beide Ziele haben wir erreicht. Vielleicht gelingt uns in Pasching ein Tor.“ Für Felix Strauss war es wichtig, „dass wir defensiv gut gearbeitet haben“.

Vergangenheit und Zukunft

Fast ein Déjà-vu-Erlebnis gab es für Philipp Netzer. Der 36-jährige Kapitän hatte im Herbst beim 1:0-Sieg in Pasching gegen den LASK letztmals in der Startelf gestanden. Damals hatte Noah Bischof den Siegtreffer erzielt, und der 19-Jährige hat auch am Samstag beim 0:0-Heimremis den Matchball vorgefunden. Doch sein Kopfball nach idealer Flanke von Emanuel Schreiner (33) wurde zu einer Beute von Teamtorhüter Alexander Schlager (26). Musste Netzer im Oktober verletzungsbedingt nach 32 Minuten ausgetauscht werden, so ging der Routinier dieses Mal nach 76 Minuten vom Platz – aber im Vollbesitz seiner Kräfte. „Die Vorfreude war riesig, ich war sogar ein wenig nervös“, verriet er nach dem Spiel. Wohlwissend, dass er hart hatte arbeiten müssen, denn: „Gegen den LASK ist kaum ein geordneter Spielaufbau möglich. Da bist du permanent unter Druck, die pressen dauernd an.“

Netzer, der in seiner nun 13. Saison in Altach sein 160. Bundesligaspiel und sein gesamt 344. Pflichtspiel für die Rheindörfler bestritt, will jedenfalls parat sein, wenn es ihn braucht. „Es ist mein Part, so gut wie möglich zu helfen. Ich denke, ich muss mir nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben.“ Auch der neben Netzer zweite SV-Lochau-Akteur im Kader der Altacher, Samuel Mischitz, durfte ein kleines Jubiläum feiern. Für seinen 15. Ligaeinsatz gab es für den 18-Jährigen dann auch Sonderlob vom Kapitän: „Er hat Super-Anlagen“, analysiert er den Außenspieler. „Er ist schnell, hat Spielintelligenz und das Wichtigste: Er ist lernwillig, nimmt Tipps an und steht mit beiden Füßen auf dem Boden.“

Für den verdienten Punktgewinn macht er vor allem die wiederum an den Tag gelegte Leidenschaft verantworlich. Diese hat das Team zu einer Einheit verschmelzen lassen, in der nicht nur die Elf auf dem Feld, sondern auch der gesamte Kader involviert ist.

Am Samstag nun beginnt in Pasching gegen den LASK die Rückrunde in der Qualirunde. Dann sollte auch Mickaël Nanizayamo, der krankheitsbedingt gefehlt hatte, wieder an Bord sein. Dafür muss Trainer Ludovic Magnin auf die Gelb-gesperrten Felix Strauss und Bakary Nimaga verzichten.

„Wir wussten, dass es kommen wird. Jetzt oder später, das spielt keine Rolle.“

Die Zahlen zum Spiel

Cashpoint SCR Altach LASK Linz

 6 Schüsse gesamt 20

 4 Schüsse auf das Tor 5

38,6 % Ballbesitz 61,4 %

 4 Eckbälle 10

14 Flanken 28

52,0 % Zweikampfquote 48,0 %

 2 Abseits 1

54,9 % Passgenauigkeit 70,8 %

15 Fouls 14

42,9 % gewonnene Luftduelle 57,1 %

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