Die sieben verhängnisvollen Minuten für den SCR Altach

Sport / 24.04.2022 • 20:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die sieben verhängnisvollen Minuten für den SCR Altach
Der Moment der Vorentscheidung: Schiedsrichter Markus Karkam schickt Mickael Nanizayamo nach 36 Minuten mit Roter Karte vom Feld.gepa

Rheindörfler verlieren beim LASK mit 1:2, sind wieder Letzter, aber Ludovic Magnin glaubt weiter an sein Team.

Pasching „Wenn du nach einer ordentlichen Leistung ohne Punkte nach Altach zurückfährst, ist das mental ein harter Schlag“, sagte Trainer Ludovic Magnin nach dem 1:2 beim LASK. Nicht nur die erste Niederlage in der Qualifikationsgruppe der Bundesliga tat weh: Hartberg gewann beim 3:1 auswärts gegen die Admira erstmals unter Trainer Klaus Schmidt und hängte den Altachern vor dem direkten Duell am Dienstag in der Steiermark die Rote Laterne um. Magnin: „Wir haben vier Spiele, um uns zu retten. Es wird immer schwieriger.“

„Wir werden nicht umfallen. Diese Mannschaft ist seit Wochen stark im Kopf.“

Ludovic Magnin, Trainer SCR Altach
Ludovic Magnin weiß um die Brisanz in der Tabelle, hält aber dennoch große Stücke auf seine Mannschaft.<span class="copyright">gepa</span>
Ludovic Magnin weiß um die Brisanz in der Tabelle, hält aber dennoch große Stücke auf seine Mannschaft.gepa

Der Schweizer versuchte schon unmittelbar nach Schlusspfiff positive Stimmung für das erste von vier Endspielen zu machen. Denn Vieles passte gegen den LASK, wären da nicht sieben verhängnisvolle Minuten gewesen:

36. Minute: Der davor so souveräne Abwehrchef Philipp Netzer lässt sich von Husein Balic den Ball abnehmen, der LASK-Stürmer wird auf dem Weg zum Tor von Mickael Nanizayamo zu Fall gebracht. Schiedsrichter Alexander Harkam zeigt die Rote Karte. „Letzter Mann war er nicht“, urteilte Magnin, weil Jan Zwischenbrugger womöglich noch eingreifen hätte können, „Wegen der Absicht, das Foul zu machen, kann man Rot geben.“

41. Minute: Beim Eckball kommt Atdhe Nuhiu seinem Gegenspieler Petar Filipovic nicht hinterher und reißt ihn nieder. Harkam pfeift Elfmeter, Sascha Horvath verwandelt zum 1:0, Es war das erste Altacher Gegentor nach 263 Minuten.

43. Minute: Die Unordnung in der dezimierten Abwehr nutzt Keito Nakamura beim 2:0. Ein Schuss von Peter Michorl wird noch abgeblockt, den Abpraller leitet der Mittelfeldspieler auf den Japaner weiter, der mit einem Haken Samuel Mischitz stehen lässt.

Anschlusstreffer zu spät

Trotzdem war für Altach am Ende noch ein Punkt in Reichweite. Magnin setzte zur Halbzeit mit der Einwechslung von Dominik Reiter für Stefan Haudum das Zeichen zur Aufholjagd trotz Unterzahl. Die Mannschaft verstand den Auftrag. Nach einer Standardsituation war Nuhius Kopfball die erste wirkliche Torchance (80.), in der 91. Minute zeigte der 32-Jährige beim 1:2 seine Klasse, als er durch die Annahme mit der Brust Abwehrchef James Holland versetzte und den Ball unter die Latte knallte. Doch der Anschlusstreffer gegen die nervösen Oberösterreicher gelang zu spät.
Eine Niederlage, der Rückfall auf den Abstiegsplatz, dennoch nahm Magnin Positives aus Pasching mit. „Wir werden nicht umfallen, weil alles gegen uns gelaufen ist. Diese Mannschaft ist seit Wochen im Kopf stark.“ Diese Stärke ist Altachs Trumpf am Dienstag in Hartberg, wo Nanizayamo ersetzt werden muss. Dafür kehren Bakary Nimaga und Felix Strauß nach ihren Sperren zurück. Magnin: „Wir werden bereit sein.“ GM