Endresultat kaschiert den steinigen Weg

Sport / 24.04.2022 • 19:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Luca Raschle behielt in den kniffligen Phasen einen kühlen Kopf und trug mit sechs Toren maßgeblich zum 26:25-Zittersieg bei. VN/DS
Luca Raschle behielt in den kniffligen Phasen einen kühlen Kopf und trug mit sechs Toren maßgeblich zum 26:25-Zittersieg bei. VN/DS

Meister Alpla HC Hard mit 26:25-Arbeitssieg gegen Schwaz zum Start der Viertelfinalserie.

HArd Ende gut, alles gut! Zum Auftakt der Best-of-three-Viertelfinalserie in der HLA-Meisterliga musste sich Meister Alpla HC Hard gegen Schwaz Tirol ordentlich strecken. Am Ende einer nervenaufreibenden Partie kam der Titelträger aber mit einem blauen Auge davon, entschied das Duell dank einer starken Schlussviertelstunde mit 26:25 für sich und kann bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) auswärts den Einzug in die Vorschlussrunde, eventuell gegen Lokalrivale Bregenz, finalisieren.

Wie schon vor drei Wochen beim 29:28 an selber Stelle lieferten sich die Roten Teufel vom Bodensee und die vom ehemaligen Hard-Regisseur Gerald Zeiner angeführten Tiroler ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich die Gäste zunächst auf 5:3 (9.) absetzen konnten. Nach einem Time Out und einem 5:2-Lauf auf 8:7 (18.) übernahm Hard dann das Kommando, ehe wieder die Tiroler am Zug waren und bis zum Pausenpfiff auf 13:10 davonzogen.

Wer nach Wiederbeginn einen Harder Sturmlauf erwartet hatte, musste sich bis zur 45. Minute gedulden. Während Schwaz immer wieder Lösungen fand, wurde der Druck für die Hausherren durch zahlreiche unnötige Fehlwürfe immer größer. Nach dem 16:20 (45.) stand der Favorit mit dem Rücken zur Wand, stemmte sich aber mit aller Vehemenz gegen die drohende Niederlage und riss mit einem 6:1-Lauf auf 22:21 innert fünf Minuten das Kommendo wieder an sich. In einer hektischen Schlussphase waren es Kapitän Dominik Schmid und Nico Schnabl, die mit ihrem Doppelpack für den umjubelten 1:0-Vorsprung im K.-o.-Duell sorgten. „Wir waren nicht die bessere, aber die glücklichere Mannschaft. Doch darüber redet man in zwei Tagen nicht mehr“, betonte Dominik Schmid. „Mitentscheidend war sicher unser unbändiger Wille. Wir haben trotz des Rückstandes nie den Glauben an den Turnaround verloren. Ein großer Dank gebührt auch unseren Fans, die für eine unglaubliche Stimmung gesorgt und uns angetrieben haben.“

Im selben Atemzug gab der Kapitän die Marschroute für die zweite Begegnung vor: „Wir wollen gleich den ersten Matchball nützen, auswärts den Sack zumachen und das Halbfinalticket lösen.“ VN-JD

„Ob glücklich oder verdient ist in einem K.-o.-Spiel obsolet. Was zählt, ist der Sieg.“

Handball

HLA-Meisterliga der Männer 2021/22

Viertelfinale (Best-of-three), 1. Spieltag

Alpla HC Hard (TV, 2.) – Schwaz Handball Tirol (7.) 26:25 (10:13)

Sporthalle am See, SR Begovic/Bubalo; Zweiminutenstrafen: 4 bzw. 1

Torfolge: 9. 3:5, 15. 7:6, 18. 8:7, 30. 9:13, 35. 11:16, 39. 15:16, 45. 16.20, 50. 21:21, 54. 23:24

Alpla HC Hard: Hurich, Doknic; Antanavicius, Maier, Dominik Schmid 4, Raschle 6, Manuel Schmid, Dilys, Mischi, Schwärzler 4, Schnabl 1, Weber, Predragovic 6/3, Schweighofer, Horvat 2, Stojanovic 3

Schwaz Handball Tirol: Alber, Kishou 1; Wanitschek 6, Spendier 2/2, Christoph Demmerer, Kristen, Wöss 3, Medic 9/4, Wilfling, Hochleitner, Miskovez 1, Zeiner, Grothues, Lochner 3, Johannes Demmerer

Weitere Termine: Mittwoch, 19.30 Uhr in Schwaz und falls nötig 30. 4.* in Hard

Bregenz Handball (3.) – HC Linz (6.) (bereits am Freitag) 30:25 (17:10)

Weitere Termine:  Dienstag, 20.20 Uhr in Linz und falls nötig 29. 4.* in Bregenz

HC Fivers WAT Margareten (1.) – HSG Graz (8.) 37:21 (22:10)

Weitere Termine:  Mittwoch, 18.30 Uhr in Graz und falls nötig 30. 4.* in Wien

UHK Krems (4.) – SG Handball Westwien (5.) 34:25 (17:10)

Weitere Termine: Dienstag, 18 Uhr in Wien und falls nötig 29. 4.* in Krems