Projekt Klassenerhalt: Letzte Chance auf letzten Metern

Sport / 26.04.2022 • 14:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Projekt Klassenerhalt: Letzte Chance auf letzten Metern
Auf die zuletzt gelbgesperrten Bakary Nimaga (l.) und Fabio Strauss kann Trainer Ludovic Magnin nun wieder zurückgreifen. GEPA

Für Altach geht es in Hartberg um den Klassenerhalt. Bei einer Niederlage rückt der nämlich in ganz weite Ferne.

Hartberg Würde man nicht wissen, dass Altach im Moment an letzter Stelle der Bundesliga-Tabelle steht, hätte man es bei der Pressekonferenz von Trainer Ludovic Magnin wahrscheinlich nicht gleich erkannt. So positiv wirkte der 43-Jährige zumindest, der trotz der 1:2-Niederlage beim LASK am Wochenende von einem „ebenbürtigen“ Spiel bis zur Roten Karte sprach. Der seine Mannschaft lobte, auch zu zehnt noch „mutig weiteragiert“ zu haben. Und der von Spielern, die bereit seien, an ihre Grenzen zu gehen, berichtete. Das wird auch notwendig sein. Heute, Dienstag (18.30 Uhr), ist der Tabellenletzte Altach beim Tabellenvorletzten Hartberg zu Gast – zum viertletzten Spiel vor Saisonende. Es herrscht Abstiegskampf pur in der Steiermark.

Projekt Klassenerhalt: Letzte Chance auf letzten Metern

“Wir werden für das wichtigste Spiel, seit ich Trainer bin, bereit sein. Wenn wir verlieren, wird der Klassenerhalt sehr schwierig. Die Spieler sind bereit, an Grenzen zu gehen.”

Altach-Trainer Ludovic Magnin über das Gastspiel in Hartberg.

„Wir werden für das wichtigste Spiel, seit ich Trainer bin, bereit sein“, gab Magnin die Marschroute vor. Trotzdem werde man noch nicht auf „Alles oder nichts“ umschalten: „Wenn du ‚All in‘ gehst, brauchst du fürs Bluffen sehr viele Chips. Und momentan wäre es zu früh, um alles reinzuschieben, denn uns fehlen noch Chips.“ Nach einer möglichen Niederlage hätte man denn auch fünf Punkte Rückstand auf Hartberg – bei drei noch zu spielenden Partien. Der Klassenerhalt würde damit in weite Ferne rücken: „In diesem Spiel kann eine Mannschaft besser mit einem Unentschieden leben als die andere – für uns wäre das schlechter als für Hartberg“, ist sich Magnin der Brisanz bewusst. Man werde auf einen Verein treffen, der am letzten Spieltag mit dem 3:1-Auswärtssieg bei der Admira Selbstvertrauen getankt haben dürfte. Dennoch erwarte er sich ein Spiel auf Augenhöhe: „Trotz der Niederlage zeigen wir seit Beginn der Play-offs ein gutes Gesicht.“

Im Abstiegskampf gehe es um „die Frische“ und wer mental mit der Situation besser umgehen könne. Dafür sei Magnins Mannschaft bereit: „Die Spieler sind bereit, morgen über ihre Grenzen zu gehen, um zu zeigen, wie wichtig das Trikot und der Verein sind.“ Man werde alles dafür tun, den SCR Alt­ach in der Bundesliga zu halten: „Der Teamspirit, der in der Kabine zu spüren ist, wird auch wieder auf dem Platz zu spüren sein.“

Fabio Strauß und Bakary Nimaga kehren auf den Platz zurück, dafür fehlt nun der gesperrte Mickaël Nanizayamo.

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