Déjà-vu-Erlebnis lässt Alarmglocken schrillen

Sport / 27.04.2022 • 22:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schwaz-Goalie Aliaksei Kishou zog mit einer Abwehrquote von 35 Prozent den Harder Angreifern (im Bild Luca Raschle) den Zahn.GEPA
Schwaz-Goalie Aliaksei Kishou zog mit einer Abwehrquote von 35 Prozent den Harder Angreifern (im Bild Luca Raschle) den Zahn.GEPA

19:32-Klatsche in Schwaz. Entscheidungsspiel am Samstag in Hard.

Schwaz Diese Ohrfeige hat gesessen, wird sicher Spuren hinterlassen und lässt die Alarmglocken so laut wie seit Jahren nicht mehr schrillen. Vier Tage nach dem schmeichelhaften 26:25-Erfolg in eigener Halle kam der Alpla HC Hard in Tirol bei Schwaz mit 19:32 unter die Räder. Damit fällt im Westduell am Samstag (Uhrzeit noch offen), wieder in der Sporthalle am See, im finalen Vergleich die Entscheidung um den Einzug in das Halbfinale.

Sechs-Tore-Rückstand zur Pause

Obwohl Coach Hannes Jon Jonsson vor Spielbeginn im Interview noch kämpferisch verkündete, dass man diesmal das Tempo und die Schlagzahl vorgeben will, verlief die Partie ab dem 3:3 (7.) auf einer schiefen Ebene aus Sicht des regierenden Meisters. Wie schon im Hinspiel bekundete Hard große Probleme im Spielaufbau. Dazu kam, dass die gesamte Rückraumachse einen rabenschwarzen Tag erwischte. Nach einem 9:3-Lauf der Hausherren und der 16:10-Pausenführung heizte die Stimmung bei den Gastgebern noch mehr an und sorgte in der Harder Kabine sicher für viel Gesprächsstoff.

Doch im Gegensatz zum ersten Spiel blieb die große Aufholjagd des Meisters aus. Dazu kam, dass sich der Einsatz des siebten Feldspielers als Bumerang erwies und nach vier Gegentoren ins leere Harder Gehäuse und der 21:11-Führung (38.) war die Vorentscheidung gefallen. Angetrieben von ihren Fans zeigten sich die Tiroler unbarmherzig, bauten den Vosprung sukzessive aus und erteilten der auf allen Ebenen enttäuschenden Equipe vom Bodensee eine bittere Lehrstunde.

Entsprechende Reaktion zeigen

„Bei uns haben einfach alle Tugenden gefehlt. Wir hatten kein Feuer, keinen Biss und Willen“, analysierte Kapitän Dominik Schmid nüchtern unmittelbar nach dem Abpfiff und strapazierte gleichzeitig den positiven Aspekt: „Das einzig Gute an der Sache ist, dass noch nichts verloren ist. Schwaz muss noch einmal zu uns kommen und wir haben die Möglichkeit, uns zu rehabilitieren. Dazu müssen wir aber ein anderes Gesicht zeigen als heute. Ich hoffe, alle im Team hören die Alarmglocken schrillen. Jetzt geht es um alles und wir sind gefordert, eine entsprechende Reaktion auf die schwache Leistung zu zeigen.“

„Dass einzig Gute ist der Umstand, dass in der Serie noch alles möglich ist.“

Handball

HLA-Meisterliga der Männer 2021/22

Viertelfinale (Best-of-three), 2. Spieltag

Schwaz Handball Tirol (7.) – Alpla HC Hard (TV, 2.) 32:19 (16:11)

Sporthalle Schwaz Ost, SR Vranes/Wenninger

Erstes Spiel 26:25 (10:13) für Hard; Drittes Spiel am Samstag (Uhrzeit noch offen) in Hard

Zweiminutenstrafen: 5 bzw. 5

Torfolge: 12. 3:3, 17. 7:6, 20. 9:6, 25. 13:8, 38. 21:11, 42. 24:12, 48. 28:17, 56. 30:18

Schwaz Handball Tirol: Alber, Kishou; Wanitschek 2, Spendier 3, Christoph Demmerer, Medic 12/4,
Wilfling 2, Hochleitner, Miskovez 6, Zeiner 1, Grothues 1/1, Lochner 5, Johannes Demmerer

Alpla HC Hard: Hurich, Baldauf, Doknic; Antanavicius 2, Maier, Dominik Schmid 1, Raschle 4, Manuel Schmid, Mischi, Fritsch, Schwärzler 1, Schnabl 5/2, Predragovic 2, Schweighofer, Horvat 1, Stojanovic 1

HC Linz (6.) – Bregenz Handball (3.) 32:31 (16:18)

NMS Linz-Kleinmünchen, SR Brkic/Jusufhodzic

Erstes Spiel 30:25 (17:10) für Bregenz; Drittes Spiel am Freitag, 18.30 Uhr (ORF Sport+) in Bregenz

 

SG Handball Westwien (5.) – UHK Krems (4.) 25:26 (11:16)

Erstes Spiel 34:25 (17:10) für Krems; Krems damit im Halbfinale.

HSG Graz (8.) – HC Fivers WAT Margareten (1.) 32:35 (15:17)

Erstes Spiel 37:21 (22:10) für Margareten; Margareten damit im Halbfinale.

Halbfinale HC Fivers WAT Margareten – UHK Krems bzw. Sieger Hard/Schwaz – Sieger Bregenz/Linz

Spieltermine 13./14.; 19./20. und falls nötig 23./24. Mai

Finale  28./29. 5.; 4./5. und falls nötig 8. Juni