Altach setzt alles auf das Ried-Spiel und lockt mit freiem Eintritt

Sport / 28.04.2022 • 22:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Duell zwischen Altachs Bakary Nimaga und Stefan Nutz gibt es auch am 7. Mai.gepa
Das Duell zwischen Altachs Bakary Nimaga und Stefan Nutz gibt es auch am 7. Mai.gepa

Geschäftsführer Christoph Längle hält mit VAR-Kritik nicht zurück.

Altach Im Kampf um den Klassenerhalt geht der Cashpoint SCR Altach nunmehr „all-in“. Es gilt, das Unmögliche noch möglich zu machen, und deshalb bündelt der heimische Bundesligist alle Kräfte und lockt für das „Spiel der Spiele“ am 7. Mai (17 Uhr) gegen die SV Ried mit Gratiseintritt. Der zwölfte Mann im Rücken soll die Spieler zum wichtigen Sieg über die Innviertler tragen. „Wir glauben an die Mannschaft und möchten damit noch einen wichtigen Impuls setzen“, sagte Geschäftsführer Christoph Längle und freute sich über die Resonanz, wurden doch schon am ersten Tag knapp 1000 Tickets geordert. „Das zeigt uns, dass auch die Fans die Mannschaft noch nicht aufgegeben haben.“ Weniger Freude bereiten dem 51-Jährigen allerdings die VAR-Entscheidungen in dieser Saison. „Ich möchte sie nicht alle kommentieren, aber alle 50:50-Entscheidungen sind gegen uns gefallen“, hält Längle mit der Kritik nicht zurück. „Ich habe selbst für die Einführung des VAR gestimmt und seitens der Klubs wurde viel Geld dafür in die Hand genommen. Wie es jetzt aber gehandhabt wird, damit bin ich absolut nicht einverstanden.“ Gerade die Elfmeter in Hartberg, inklusive dem Ausschluss von Felix Strauss (21), gäben Spielraum für Interpretationen. Weil Altachs Verteidiger für seine Worte in der Emotion vom Braunauer Schiedsrichter Stefan Ebner (30) mit einer Anzeige belegt wurde, fehlt er nicht nur im so wichtigen Spiel gegen Ried, sondern dann auch noch in der Südstadt.

Klare Meinung

Wenig Verständnis bringt Längle hingegen für die Anschuldigungen in Sozialen Medien auf, wonach er neben Präsident Peter Pfanner, Vize Werner Gunz und Sportchef Werner Grabherr als Sündenbock für den drohenden Abstieg abgestempelt wird. „Ich weiß, was diese Menschen für den Aufstieg des Vereins getan haben und wer mitgeholfen hat, diesen Klub aufzubauen. Natürlich tut diese Hetze weh. Selbst in E-Mails werden wir beschimpft – meistens anonym. Auch Briefe mit gefälschten Unterschriften landen in unserer Post.“ In 20 Jahren Klubarbeit habe er gelernt, damit zu leben. „Solange es nicht das private Umfeld betrifft“, lautet seine Einschränkung. Vorerst allerdings gilt die ganze Konzentration der Ried-Partie, denn: „Ohne es schönreden zu wollen, unsere Chance lebt noch.“

„Ich fühle mich nicht als schlechter Verlierer, aber zu viele Entscheidungen sind definitiv gegen uns ausgefallen.“

Freier Eintritt für alle, ausgenommen Business-Tickets. Das Gratisticket für das SCRA-Heimspiel gegen Ried am 7. Mai gibt es unter tickets.scra.at.