Ein Solosieg mit Ansage

Sport / 01.05.2022 • 21:11 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Norweger Johannes Staune-Mittet setzte sich auf der Schlussrunde ab und feierte einen Solosieg.VN/Sams
Der Norweger Johannes Staune-Mittet setzte sich auf der Schlussrunde ab und feierte einen Solosieg.VN/Sams

Norweger Johannes Staune-Mittet (20) gewinnt den Rad-Grand-Prix in Nenzing.

Nenzing Die elfte Auflage des Rad-Grand-Prix Vorarlberg in der Region Nenzing übertraf alle Erwartungen. Bei perfekten äußeren Bedingungen bekamen die wieder zugelassenen und zahlreich erschienenen Radsportfans im Vierländereck den erwarteten Klassiker zu sehen. Knapp 150 Fahrer aus 17 Nationen lieferten sich vom Startschuss weg auf dem selektiven Rundkurs über knapp 18 Kilometer über 160,2 Kilometer (2000 Höhenmeter) packende Rad-an-Rad-Duelle. Dank einer fulimanten Schlussrunde sicherte sich der bereits im Vorfeld zu den Favoriten zählende Norweger Johannes Staune-Mittet vom Jumbo-Visma-Team nach einer knapp zwölf Kilometer langen Solofahrt mit elf Sekunden Vorsprung den Gesamtsieg. Der 20-jährige Staune-Mittet verwies wie 2021 sein Teamkollege Mick van Dijke den Slowenen Matevz Govekar (Tirol Cycling) auf den ersten Ehrenplatz, dahinter folgte Daniel Turek (Felbermayer Simplon Wels). Der Tscheche bleibt damit Leader in der Gesamtwertung der ÖRV-Rad-Bundesliga. Zur zehnköpfigen ersten Verfolgergruppe zählten auch zwei Fahrer des Radteams Vorarlberg. Der Franzose Alexis Guerin wurde Siebter und für Riccardo Zoidl gab es den elften Endrang.

Wie schon bei den letzten Auflagen erwies sich der kurze Aufstieg auf den Rönsberg als Gradmesser. Bereits nach vier Runden konnte sich das Trio Jaka Primozic (Slo, Hrinkow), der Deutsche Johannes Adamietz und der im Vorhar drittplatzierte Niederländer Rick Pluimers von der Jumbo-Visma-Equipe vom Feld absetzen und gaben den Takt vor.

Unmittelbar vor Beginn der letzten Runde wurde das Ausreißertrio aber „gestellt“ und auf der Steigung nach Röns setzte Staune-Mittet die entscheidende Attacke. Scheinbar mühelos erarbeitete sich der Norweger einen Vorsprung von knapp 30 Sekunden und ließ sich trotz größter Bemühungen im Verfolgerfeld den Sieg nicht mehr nehmen.

„Das Jumbo-Visma-Team war unschlagbar. Wir haben alles versucht, hielten pausenlos dagegen, mussten enorm viel Arbeit verrichten. Dies hat dazu geführt, dass im Finale die notwendigen Körner gefehlt haben, um noch einmal die Lücke zu schließen“, betonte Radteam-Vorarlberg-Manager und Organisator Tom Kofler. „Ich denke aber, dass wir auch ohne die gesundheitsbedingten Ausfälle in Summe nur schwer eine Chance gegen die perfekt eingestellte Equipe von Jumbo gehabt hätten.“

Was Kofler trotzdem freudig und glücklich stimmte, war die perfekte Stimmung während des gesamten Tages. „Dem gesamten Team gebührt ein Sonderlob. Wir haben es geschafft, aus dem einzigen Radrennen im Ländle wieder ein Event der Extraklasse zu machen. Wir konnten wieder einmal ein Signal setzen für den Radsport und und können darauf berechtigt stolz sein.“ VN-JD

„Ich hatte gute Beine, habe beim Anstieg attackiert und bis zum Schluss alles gegeben.“

Rad

11. Grand Prix Vorarlberg 2022 in Nenzing powered by GLS Austria

Start/Ziel:  Mittelschule Nenzing

3. Rennen der Rad-Bundesliga 2022 Distanz: 160,2 km/42,4 km/h

1. Johannes Staune-Mittet (NOR) Jumbo-Visma 3:46:38 Std.

2. Matevz Govekar (SLO) Tirol KTM Cycling Team + 0:11 Min.

3. Daniel Turek (CZE) Team Felbermayr Simplon Wels

4. Fabio Christeien (SUI) EF Education-Nippo

5. Pirmin Benz (GER) rad-net-Rose

6. Welay Berhe (ETH) EF Education-Nippo

7. Alexis Guerin (FRA) Team Vorarlberg

8. Archie Ryan (IRL) Jumbo-Visma

9. Rainer Kepplinger (AUT) Hrinkow Advarics

10. Darren van Bekkum (NED) Jumbo-Visma

11. Riccardo Zoidl (AUT) Team Vorarlberg alle gleiche Zeit

weiters: 16. Daniel Federspiel (AUT) Team Felbermayr +0,57; 18. Daniel Auer (WSA KTM Graz) gl. Zeit, 20. Mathias Reutimann (SUI) +1:02,
31. Lukas Rüegg (SUI) +2:55, 39. Lukas Meiler (GER) +8:30, 70. Dominik Amann (AUT/V) +14:55, 95. Martin Meiler (GER), 96. Colin Stüssi (SUI) alle Team Vorarlberg, +17:00.

Zwischenstand Rad-Bundesliga

1. Daniel Tuek (CZE) Team Felbermayr Simplon Wels 488 Pkte.

2. Rainer Kepplinger (AUT) Hrinkow Advarics 370

3. Felix Ritzinger (AUT) WSA KTM Graz 279

8. Mathias Reutimann (SUI) Team Vorarlberg 239

20. Alexis Guerin (FRA) Team Vorarlberg 114

23. Riccardo Zoidl (AUT) Team Vorarlberg  104

24. Dominik Amann (AUT/V) Team Vorarlberg  101

34. Linus Stari (AUT/V) Team Vorarlberg 69

Mannschaftswertung: 1. Team Felbermayr Simplon Wels 76 Pkte., 2. Hrinkow Advarics 68, 3. WSA KTM Graz 64, 4. Tirol KTM Cycling Team 43, 5. Team Vorarlberg 43