Nach der Pflicht wartet nun noch die Kür

Sport / 01.05.2022 • 19:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Goalgetterin Laura Seipelt-Fasching hatte mit zehn Treffern maßgeblichen Anteil am klaren Derbysieg von Feldkirch beim SSV Schoren. VN/Stiplovsek
Goalgetterin Laura Seipelt-Fasching hatte mit zehn Treffern maßgeblichen Anteil am klaren Derbysieg von Feldkirch beim SSV Schoren. VN/Stiplovsek

BW Feldkirch wahrt mit 27:23 im Derby die Chance auf das Halbfinalticket.

Dornbirn Die derzeitige Ländle-Rangordnung in der WHA-Meisterliga der Handballerinnen blieb gewahrt. Nach dem 31:24-Heimerfolg Mitte Jänner behielt der HC Sparkasse BW Feldkirch auch im zwei Derby auswärts beim SSV Dornbirn-Schoren mit 27:23 (12:12) die Oberhand und entschied damit erstmals seit der Saison 2008/09 wieder beide Revierduelle in einer Spielperiode für sich.

Was aber viel wichtiger war, die Blau-Weißen wahrten damit vor dem letzten Spiel des Grunddurchgangs die theoretische Chance auf die Halbfinalteilnahme und zugleich die Möglichkeit, die beste Endplatzierung, Rang drei in der Saison 14/15, zu egalisieren. Allerdings ist dazu ein größerer Kraftakt notwendig, als es im Derby der Fall war. Die Blau-Weißen nehmen vor der letzten Partie kommenden Samstag (16 Uhr) gegen Atzgersdorf (fügte zeitgleich Meister Hypo NÖ mit 26:24 die erste Saisonniederlage zu) punktegleich mit Ferlach/Feldkirchen (3.) Rang vier ein, dahinter lauert MGA mit einem Zähler Rückstand. Bei Punktegleichstand hätte man im direkten Vergleich gegen Ferlach/Feldkirchen das Nachsehen und gegen MGA Fivers die besseren Karten.

In Überzahl abgesetzt

Im regionalen Prestigeduell lieferten sich beide Teams über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe. Nach dem 17:17 (42.) nützte Feldkirch aber eine numerische Überzahl perfekt aus und setzte sich nach Treffern von Elisabeth Vidal, Laura Seipelt-Fasching und Lara Hanslik auf 20:17 (44.) ab. Die Gastgeberinnen konnten zwar noch einmal auf 21:20 (50.) verkürzen, ehe sich die Gäste aus der Montfortstadt wieder auf 24:20 (56.) absetzten und die zwei Punkte unter Dach und Fach brachten. „Vor der Pause haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht, aber nie so ganz den Faden verloren“, so Kapitänin Elisabeth Vidal. „In der Crunchtime haben wir dann aber mit Routine und Qualität alles klargemacht.“ VN-JD

„In der Crunchtime haben wir mit Routine und Qualität alles klargemacht.“

Handball

WHA-Meisterliga der Frauen 2021/22

Grunddurchgang

SSV Dornbirn-Schoren – HC Sparkasse BW Feldkirch – HIB Graz 23:27 (12:12)

Torfolge: 10. 3:5, 26. 11:10, 38. 15:15, 42. 17:17, 44. 17:20, 50. 20:21, 56. 20:24, 57. 22:24, 59. 22:26

SSV Dornbirn-Schoren: Szabo, Kaufmann; Kovacheva 6/2, Todorova 3, Kojic 1, Ludvig 3, Viktoria Marksteiner, Götze 1, Huber, Müller, Julia Marksteiner 6, Reich, Gladovic 3

HC Sparkasse BW Feldkirch: Rauter, Simmerle; Rederer 1, Jegenyes 2, Feierle-Scheidbach 4, Hanslik 2, Längle, Jakob, Vidal 5/2, Hartl 1, Nosch 2, Karadinovic, Alibegovic, Seipelt-Fasching 4/4

Tabelle  1. Hypo Niederösterreich (M) 22  21  0  1  775:456  +319 42

  2. WAT Atzgersdorf   21  18  2  1  625:486  +139 38

  3. SC Ferlach/Feldkirchen  21  13  0  8  599:538  +61  26

  4. HC Sparkasse BW Feldkirch  21  11  4  6  574:584  -10 26

  5. MGA Fivers  21  11  3  7  596:582  +14 25

  6. Wr. Neustadt/Vöslau  22  10  3  9  643:650  -7 23

  7. UHC Stockerau  22  9  2  11  535:574  -39 20

  8. Bruck/Trofaiach Füchse   22  8  0  14  543:610  -67 16

  9. SSV Dornbirn Schoren  20  5  3  12  494:585  -91  13

 10. HIB Handball Graz  22  4  3  15  606:681  -75 11

 11. Union Korneuburg (A)  22  5  0  17  607:732  -125 10

 12. UHC Eggenburg  22  3  2  17  539:658  -119 8

Erklärung: Die Top-4-Teams bestreiten das Halbfinale (Hin- und Rückspiel im Europacupmodus).

Nachtragsspiele: HC Sparkasse BW Feldkirch – WAT Atzgersdorf, 7. 5., 16 Uhr; SSV Dornbirn-Schoren – SC Ferlach/Feldkirchen, 7. 5., 19 Uhr; SSV Dornbirn-Schoren – MGA Fivers, 8. 5., 15.30 Uhr