Fokus liegt auf der nächsten Saison

Sport / 03.05.2022 • 22:21 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Marco Rossi geht kein Risiko ein, beendet nach einer Verletzung die Saison.
Marco Rossi geht kein Risiko ein, beendet nach einer Verletzung die Saison.

Marco Rossi lässt nach einer Verletzung Vorsicht walten, verzichtet auf weitere Einsätze.

St. Paul Der Blick von Marco Rossi ist ab sofort auf die nächste Saison gerichtet. Nach einer kleinen Verletzung, die auskuriert werden muss, bleibt der 20-jährige Eishockeystürmer noch rund eine Woche in Minnesota, ehe zu Hause nach einer Regenerationsphase die Vorbereitung auf 2022/23 beginnt. Mit dem Ziel, einen Stammplatz im NHL-Team der Minnesota Wild zu ergattern.

Ärzte raten zur Pause

Rossi war mit MCalen Addison, Kevin Czuczman, Joe Hicketts, Dakota Mermis, Mitch Chaffee, Joseph Cramarossa, Kyle Rau, Mason Shaw, Nick Swaney und Torhüter Zane McIntyre am Wochenende von Iowa ins rund 600 Kilometer entfernte St. Paul umgezogen. Geplant war, dass er als sogenanntes „Black Ace“ – ein Spieler, der zusätzlich zum 23-Mann-Stamm in der Kader aufgenomen wird – dem NHL-Team zur Verfügung steht. Wegen einer kleinen Verletzung, passiert beim vorletzten Saisonspiel in Iowa, unterzog sich Rossi aber zuerst einer MRT-Untersuchung. „Auf Anraten der Ärzte werde ich nichts riskieren, beende die Saison und gehe in eine Regenerationsphase“, erklärt Rossi nach der Besprechung mit der medizinischen Abteilung des NHL-Klubs. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme, ich trainiere während der nächsten Tage noch mit den Kollegen in St. Paul auf dem Eis.“ Die erste Play-off-Runde von Minnesota – Spiel eins ging gegen St. Louis mit 0:4 verloren – wird er noch vor Ort verfolgen, dann kehrt er ins Ländle zurück. „Ich musste wegen dieser Verletzung leider auch Roger Bader absagen, kann nicht mit der Nationalmannschaft zur A-WM fahren“, bedauert Rossi.

Mit Minnesotas Manager Bill Guerin gab es ein Saisonabschlussgespräch, das zufriedenstellend verlief. „Ich spüre, dass man bei den Wild auf mich setzt“, nimmt der Nummer-neun-Draft von 2020 als Resumee mit. „Aber natürlich muss ich etwas dazu tun, muss mir im September einen Platz im Kader verdienen.“ Weitere Analysen mit den Coaches der NHL-Organisation stehen noch an, dann gibt es einen Austausch zwischen den Wild-Trainern und Rossis persönlichem Betreuer Max Cavada: „Ich habe vier Monate Zeit, mich auf die nächste Saison vorzubereiten, die möchte ich optimal nutzen.“

Nach seiner Heimkehr wird sich Rossi für einige Tage in den Montafonerhof zurückziehen, „dann geht es Schritt für Schritt wieder los.“ Neben den Trockentrainingseinheiten wird mit Hockeycoach Dylan Stanley in Romanshorn auf dem Eis geübt. Ab 11. Juli steigt dann in Lustenau zum zweiten Mal das eigene Nachwuchscamp.

Die NHL wartet

Die Medien in St. Paul sehen Rossi bereits in der Aufstellung beim NHL-Klub für die nächste Saison. Ebenso wie Connor Dewar und Calden Addison sollte ihm ein Fixplatz sicher sein. Bei 63 Einsätzen mit 18 Toren und 35 Assists hatte Marco in Iowa seine Visitenkarte abgegeben, lag zusammen mit Kyle Rau in der internen Scorerliste voran. Und mit 53 Punkten hatte er zudem vereins-intern für einen Rookie-Rekord gesorgt.

„Ich musste wegen der Verletzung leider Roger Bader für die Weltmeisterschaft absagen.“