Die Rekorde sollen wieder purzeln

Sport / 04.05.2022 • 21:40 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Meetingchefin Alexandra Giesinger, im Bild mit Michel Haller, Vorstand von Hauptsponsor Hypobank, bietet beim Mehrkampfmeeting im Mösle wieder ein attraktives Starterfeld auf.steurer
Meetingchefin Alexandra Giesinger, im Bild mit Michel Haller, Vorstand von Hauptsponsor Hypobank, bietet beim Mehrkampfmeeting im Mösle wieder ein attraktives Starterfeld auf.steurer

Das Hypomeeting in Götzis bietet mit Damian Warner und Co. wieder Weltklasse.

Bregenz Erstes Hypomeeting in Götzis seit zwei Jahren ohne Pandemiebeschränkung. Am 28. und 29. Mai geht im Möslestadion zum 47. Mal ein hochkarätiges Starterfeld im Sieben- und Zehnkampf an den Start. Mit Olympiasieger Damian Warner, der bei seinem neunten Start zum siebten Sieg ausholt, und Weltmeisterin Katarina Johnson-Thompson als Favoriten auf den Sieg.

Mehr Konkurrenz fürs Mösle

Im Teilnehmerpool von 23 Nationen, die ein Starterfeld mit je 30 Teilnehmern im Sieben- und Zehnkampf garantieren, sind starke Delegationen aus Deutschland, Estland, den USA und den Niederlanden angesagt. Das Hypomeeting wird erstmals von internationalen Konkurrenten bedrängt. Statt bisher fünf hochkarätigen Mehrkampfevents ist die Anzahl der „World Athletics Combined Events Tour“, wie sie neu benannt wurde, auf 15 gewachsen. Deutschlands bedeutendstes Mehrkampfmeeting in Ratingen ist erstmals vor Götzis terminisiert und geht ebenso wie die US-Meisterschaften am kommenden Wochenende über die Bühne. Daneben stehen noch die drei Großereignisse mit WM und EM sowie die Commonwealth Games im Kalender. „Das große Wettkampfangebot ist für die Athleten natürlich von Vorteil“, erklärt Athletenmanager Walter Weber. „Für unser Starterfeld bedeutet es aber eine gewisse Unsicherheit. So erfahren wir aus Deutschland erst nach dem Meeting in Ratingen, welche Teilnehmer bei uns am Start sein werden. Wir profitieren aber schon von unseren bekannten Standards, die die Athleten und Coaches schätzen. “

Neben Warner, der Hallenweltmeister will Roman Sebrle den Stadionrekord (9026 Punkte) aus dem Jahr 2001 wegschnappen, sind Maicel Uibo (Est) und vor allem Hallen-Vizeweltmeister Simon Ehammer (Sui) auf Topleistungen programmiert. Im Siebenkampf zählen die Niederländerinnen Anouk Vetter und Emma Oosterwegel, bei den Sommerspielen mit Silber und Bronze dekoriert, zu den Sieganwärterinnen.

Im Rookie-Feld sind bei den Herren Frantisek Doubek (Tch), Jente Hauttekeete (Bel), Baptiste Thiery (Fra) oder Sven Roosen (Ned) zu beachten, bei den Damen Sofie Dokter (Ned), Kate O‘Connor (Irl), Holly Mills (Gbr), Maria Vincente (Esp) oder Saga Vanninen (Fin). In guter Form präsentierte sich zuletzt auch Annik Kälin, die den Schweizer Rekord auf 6398 Punkte schraubte.

Mit Ivona Dadic und Verena Mayr haben die österreichischen Siebenkampf-Aushängeschilder wegen Trainingsrückständen nach Verletzungsproblemen abgesagt. Damit tragen die rot-weiß-roten Hoffnungen Lokalmatadorin Chiara-Belinda Schuler und Sarah Lagger. Ebenfalls nicht fit ist die Amerikanerin Erica Bougard, mit Kendall Williams und Taliyak Brooks bestätigte das US-Team aber zwei Teilnehmerinnen mit Mösle-Wettkampferfahrung.

Auf Empfehlung des Internationalen Leichtathletikverbandes werden aufgrund des Ukraine-Angriffs keine Sportler aus Russland und Weißrussland eingeladen. Je drei Teilnehmer waren ursprünglich auf der Einladungsliste gestanden.

Ein Rekordbudget

Auch nach der Pandemie erfreut sich das Meeting unter den Leichtathletikfreunden großer Beliebtheit, wie OK-Chefin Alexandra Giesinger ausführt: „Die Haupttribüne ist seit Wochen ausverkauft.“ Mit „Limo vo üs“ aus dem Hause Mohrenbräu ist ein neuer Sponsor mit an Bord. Die Hypobank, seit 37 Jahren Partner, wird rund um die Veranstaltung gemäß Vorstand Michel Haller das 125-jährige Bestehen mit mehreren Aktionen begleiten.

Das Budget bleibt eine Herausforderung. Es erfuhr gegenüber dem letzten Jahr eine Steigerung um 138.000 in eine Rekordhöhe von 753.000 Euro, was der Angleichung der Preisgelder in der Damen- gegenüber der Herrenkonkurrenz (15.000 Euro für Rang eins), aber auch infrastrukturellen Verbesserungen, wie bei den Sprunganlagen oder den Athletenzelten, geschuldet ist. Der Ausgleich erfolgt aus dem Fonds zur Unterstützung von Non-Profit-Organisationen, erklärt Finanzchef Hans Aberer. VN-KO

„Wir erfüllen die Vorgaben des Regulativs und gleichen das Preisgeld für die Damen an.“

Walter Weber organisiert Athleten aus aller Welt.
Walter Weber organisiert Athleten aus aller Welt.
Finanzchef Hans Aberer: Mehrbelastung im Budget.
Finanzchef Hans Aberer: Mehrbelastung im Budget.