Ein Pilotprojekt ohne großes Risiko

Sport / 04.05.2022 • 18:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Equipe des UJC Dornbirn in der zweiten Judo-Bundesliga: Simon Pastor, Leon Nussbaumer, Gabriel Bretschneider, Khangerel Batkhuyag, Sandro Hölzler, Fabian Bereuter, Jonas Fussenegger (hinten v. l.), Volkhard Stangl, Abdul-Rachim Khastaev, Matteo Gruber, Sheikh Aliev, David Böhler und Patrick Kaufmann (vorne v. l.).Verein/MICHAEL KEMTER
Die Equipe des UJC Dornbirn in der zweiten Judo-Bundesliga: Simon Pastor, Leon Nussbaumer, Gabriel Bretschneider, Khangerel Batkhuyag, Sandro Hölzler, Fabian Bereuter, Jonas Fussenegger (hinten v. l.), Volkhard Stangl, Abdul-Rachim Khastaev, Matteo Gruber, Sheikh Aliev, David Böhler und Patrick Kaufmann (vorne v. l.).Verein/MICHAEL KEMTER

UJC Dornbirn vertritt Vorarlberg in der zweiten Judo-Bundesliga.

Dornbirn „Wir haben nichts zu verlieren und können eigentlich nur gewinnen, vor allem aber jede Menge Erfahrung sammeln und viel lernen.“ Mit 29 Jahren ist Coach David Böhler der Älteste im Aufgebot des UJC Dornbirn, das sich heuer an der zweiten ÖJV-Bundesliga beteiligt. Damit ist das Ländle nach dem freiwilligen Rückzug des ULZ Vorarlberg 2010 und einer zwölfjährigen Absenz wieder in einem nationalen Mannschaftsbewerb vertreten. Insgesamt sind neun Mannschaften aus Oberösterreich (Kirchham, Burgkirchen/Schwand und Reichraming), Salzburg (PSV und Bischofshofen) Steiermark (Leibnitz und Graz) sowie Samurai Vienna und Dornbirn in der zweiten Leistungsstufe gemeldet. Gekämpft wird in Form von Sammelrunden am kommenden Sonntag in Bischofshofen und am 17. September in Leibnitz.

Der Umstand, dass der Ligabetrieb nicht in Tages-, sondern in Sammelwettkämpfen durchgeführt wird, war ein wesentlicher Faktor für die Teilnahme. „Natürlich hätten wir uns gerne einmal zu Hause präsentiert. Doch vielleicht ergibt sich nächstes Jahr die Möglichkeit“, erklärt Böhler.

Für den Trainer ist die Teilnahme ein Pilotprojekt ohne großes Risiko: „Nach den drei Jahren in der Alpen-Adria-Liga, einer Art Westliga, wollten wir den vielen Talenten in unserem Verein eine neue Perspektive ermöglichen. Wir geben uns dabei aber keinen Illusionen hin und sehen die Teilnahme als nächsten Entwicklungsschritt und eine Art Belohnung. Wir sind mit einen Durchschnittsalter von knapp 20 Jahren mit Abstand die jüngste Mannschaft. Unsere Erwartungshaltung ist bewusst niedrig gehalten, um den Kämpfern den Druck zu nehmen. Wir wollen natürlich, müssen aber nicht gewinnen.“

Vorerst ist die Teilnahme für zwei Saisonen fixiert und alles danach soll frühestens im Herbst 2024 beschlossen werden. VN-JD

„Wir haben nichts zu verlieren und können jede Menge Erfahrung sammeln.“