Gall mit Selbstvertrauen beim Giro-Debüt

Sport / 05.05.2022 • 19:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gall mit Selbstvertrauen beim Giro-Debüt

Der 24-jährige Osttiroler hofft auf einen Top-15-Gesamtplatz.

Budapest Bestärkt durch hervorragende Frühjahrsleistungen darf sich Felix Gall auch bei seinem ersten Giro d‘Italia einiges ausrechnen. Als Kapitän der AG2R-Mannschaft trägt der 24-jährige Osttiroler gleich in seiner ersten Grand-Tour viel Verantwortung. Ausgestattet mit viel Selbstvertrauen dank mehrerer Spitzenergebnisse bei der Baskenland-Rundfahrt und der Tour of the Alps will er im hochkarätigen Tross der Italien-Rundfahrt reüssieren.

„Der Plan ist schon die Gesamtwertung. Nach den letzten Rennen macht es Sinn, das zu probieren“, betonte der zuletzt bei der Alps-Tour in Italien und seiner Heimat mit den Topstars auf Augenhöhe mitkletternde Juniorenweltmeister von 2015. Auf ein Ergebnisziel wollte sich Gall vor dem Giro-Auftakt nicht festlegen, die Top fünf seien derzeit aber noch nicht erreichbar. Sein Team gibt einen Platz unter den ersten 15 als Wunsch aus. Die bisher letzten Österreicher in den Top Ten waren 2020 Patrick Konrad (8.) und Hermann Pernsteiner (10.).

55.000 Höhenmeter

Im Kampf um den Gesamtsieg der 105. Auflage ist ein offenes Rennen zu erwarten. Schließlich fehlen die slowenischen Rundfahrten-Dominatoren Tadej Pogacar und Primoz Roglic sowie der verletzte Titelverteidiger Egan Bernal. Angeführt wird das Feld von den früheren Giro-Gewinnern Richard Carapaz (Ineos/2019) und Tom Dumoulin (Jumbo/2017). Weitere Sieganwärter sind Romain Bardet (DSM), der Vorjahresdritte Simon Yates (BikeExchange), Joao Almeida (Emirates) und Mikel Landa (Bahrain).

Der Bora-Rennstall versucht es mit der Dreier-Spitze Wilco Kelderman, Emanuel Buchmann und Jai Hindley. Unterstützt werden sie vom Tiroler Patrick Gamper. Der oberösterreichische Giro-Debütant Tobias Bayer ist im Alpecin-Rennstall als Helfer für Etappenjäger Mathieu van der Poel eingeteilt. Routinier Matthias Brändle (Team Israel) hat es vor allem auf die beiden kurzen Einzelzeitfahren am zweiten Tag in Budapest und zum Abschluss in Verona abgesehen.

Die Strecke ist berglastig, insgesamt warten 55.000 Höhenmeter. Die wohl entscheidende Königsetappe endet nach 4500 Höhenmetern am Fedaia-Pass an der Marmolata.