Punktetrikot ist unser Ziel

Sport / 05.05.2022 • 19:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Spezial-Lenkeraufsatz beim Zeitfahrrad von Matthias Brändle wird montiert.@cauldphoto
Der Spezial-Lenkeraufsatz beim Zeitfahrrad von Matthias Brändle wird montiert.@cauldphoto

„Ciao“ aus Bella Italia, nein, besser natürlich „Szia“ aus Budapest – vom Start des diesjährigen Giro d‘Italia. Die Antwort auf die Frage, weshalb der Giro in Ungarn startet, ist einfach: Es ist eine Werbemaßname, um zum einen die Rundfahrt zu finanzieren und Ungarn bzw. Budapest auf die große Radsportbühne zu heben und den Fernseh-Zuschauern das Land zu zeigen.

Nach zwei gemütlichen Tagen hier, wo wir uns Teile der ersten beiden Etappen angeschaut haben, fällt heute der Startschuss zu meiner sechsten Giro d‘Italia. Die Vorfreude ist riesengroß und einige interessante Challenges warten auf uns. Mit meinem Giro-Tagebuch darf ich die LeserInnen wieder mit auf unsere Reise quer durch Italien, im Kampf um Etappensiege, nehmen.

Heftiger Tour-Start

Es geht gleich heftig los auf der ersten Etappe. Die letzten fünf Kilometer mit einer vierprozentigen Steigung in Richtung Ziel versprechen einiges an Spannung. Sind es die Bergfahrer, sind es Puncheure oder doch die Sprinter, die um das erste Maglia Rosa des diesjährigen Giro kämpfen? Wir werden es auf alle Fälle mit unserem Kapitän Giacomo Nizzolo versuchen.

Unser gesamtes Team ist auf ihn ausgerichtet. Um ihn bestmöglich bei den Sprints zu unterstützen, haben wir bewusst auf Bergfahrer in unserer Formation verzichtet. Ein weiteres Ziel ist es, das Punktetrikot am Schluss der drei Wochen zu gewinnen.

Das heißt bei jeder Flachetappe so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Natürlich dank Giacomo, aber wir werden ihn dabei unterstützen.

Persönlich werde ich natürlich versuchen, auf der zweiten Etappe ganz vorne mitzumischen. Ein Neun-Kilometer-Zeitfahren mit vielen technischen Passagen und einer steilen Rampe in Richtung Ziel.

Was meine aktuelle Form betrifft, bin ich mir noch ein wenig unsicher, aber ich hoffe einfach auf einen guten Tag. Den Rest des Giros bin ich als Helfer eingeteilt. Sollten sich eine Möglichkeit und etwas Freiraum bieten, werde ich natürlich versuchen, die richtige Spitzengruppe zu erwischen und um den Etappensieg mitzufahren.

Mein Zeitfahrrad ist jedenfalls voll optimiert, auch dank Marcel Summer, der mir einen Spezial-Lenkeraufsatz gebaut hat, um noch etwas aerodynamischer und leichter unterwegs zu sein.