Estre und Rast im Angriffsmodus

Sport / 06.05.2022 • 22:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kévin Estre und Michael Christensen möchten mit dem Porsche 911 RSR in Le Mans um den Sieg mitfahren. Porsche
Kévin Estre und Michael Christensen möchten mit dem Porsche 911 RSR in Le Mans um den Sieg mitfahren. Porsche

Die Wahl-Vorarlberger gehören in Le Mans zu den Favoriten.

Le Mans Runde zwei in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft heute auf der belgischen Grand-Prix-Strecke von Spa-Francorchamps. Beim sechs-Stunden Rennen, der Europa-Auftakt auf der 7,004 km langen Strecke werden gleich zwei Wahl-Vorarlberger um Weltmeisterschaftspunkte kämpfen. Kévin Estre kommt als Spitzenreiter nach Spa, nachdem er in Sebring den ersten Lauf der GTE-Pro Klasse (Le Mans Grand-Touring-Endurance-Professional) mit seinem dänischen Kollegen Michael Christensen klar gewonnen hat. Der schnelle Franzose aus Höchst ist auch der Sieger der letzten beiden Sechs-Stunden-Rennen auf dem Ardennenkurs mit dem Werks-Porsche 911 RSR. „Im vergangenen Jahr hatten wir in Spa ein perfektes Wochenende: Pole-Position und Klassensieg. Der Porsche 911 RSR ließ sich im Qualifying und im Rennen hervorragend fahren. Es gibt keinen Grund, warum es in diesem Jahr anders sein sollte. Aber wir müssen vorsichtig bleiben: Die Konkurrenz wird stark sein.“

Um den Sieg mitkämpfen

Im freien Training zeigte sich Estre mit dem 515 PS starken Boliden in der Zeitenliste der GTE-Pro Klasse ganz oben. „Wo früher asphaltierte Auslaufzonen waren, sind nun an vielen Stellen neue Kiesbetten“, beschreibt Estre einige Änderungen an der Strecke. „Mal schauen, ob wir deswegen durch die berühmte Eau Rouge eine andere Linie fahren müssen. Insgesamt freue ich mich schon sehr auf das Rennwochenende. Endlich sind wieder Fans zugelassen, das bringt eine tolle Atmosphäre.“

Das belgische Team WRT, das ein Heimrennen bestreitet und den Audi-Werksfahrer Rene Rast mit den Teamkollegen Robin Frijns (NL) und dem Indonesier Sean Gelael im Cockpit des Oreca 07 LMP2 (Le Mans Prototype 2) sitzen hat, schaffte im freien Training die Bestzeit noch vor den starken Hypercars. Freilich dürfte sich das im Qualifying ändern, doch der in Bregenz lebende Ex-DTM-Champion kann sich gute Chancen auf den Sieg in der Klasse der LMP2 ausrechnen. „Es ist die zweite Runde der Saison und auf einer ziemlich coolen Strecke mit viel Geschichte und einigen großartigen Spots wie Eau Rouge“, sagt Rast. „Ich war schon oft da, also kenne das alles gut und hoffe, es wird sonnig und trocken. Wir sind aktuell Zweiter in der Gesamtwertung und werden mindestens um ein weiteres Podium oder sogar um den Sieg kämpfen.“

Der Start zum Rennen, bei dem erstmals seit der Coronapandemie wieder Zuschauer zugelassen sind, erfolgt heute um 13 Uhr und wird von Nitro, die Endphase von 17.25 Uhr von ORF-Sport+ übertragen. MN