Markus Krautberger

Kommentar

Markus Krautberger

Spannend, aber nicht so.

Sport / 06.05.2022 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Saison 2021/22 wird so oder so in die Geschichte eingehen. Egal, wie sie endet. Sie bot bis dato alles, was eine spannende Meisterschaft ausmacht. Eine Mannschaft wie Austria Lustenau, die im Sommer 2021 mit neuem Trainer und neuem Personal die Liga mit herzerfrischendem Fußball aufmischte. Dazu kristallisierte sich eine graue Maus des Zweitligafußballs als der große Herausforderer auf den Meistertitel heraus. Der Floridsdorfer AC legte zwischen Oktober 2021 und April 2022 eine schier ungaubliche Serie von 15 ungeschlagenen Spielen hin, darunter auch der 2:1-Sieg bei Austria Lustenau. Und schickt sich seitdem an, den Grün-Weißen sportlich in die Suppe zu spucken.

Dass sich nun der krisengebeutelte Traditionsklub Wacker Innsbruck drei Runden vor Saisonende aufmacht, den Titelkampf noch spannender zu machen, ist des Guten zu viel. Weil es eben nicht auf sportlicher Ebene geschieht. Weil man es kaum glauben mag, dass eine Insolvenz den Ausgang einer Meisterschaft so dermaßen beeinflussen kann. Da gilt es auch bei der Bundesliga nachzufragen, warum einem Klub wie Wacker Innsbruck im März 2021 sogar noch die Lizenz für die höchste Bundesliga erteilt wurde – wenn es bereits ein halbes Jahr später zu großen finanziellen Turbulenzen kommt. Nun blickt alles nach Innsbruck und hofft auf ein reguläres Ende der Saison. Spannend, aber bitte nicht so.

Markus
Krautberger

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