Austria Lustenau bleibt auf Aufstiegskurs

Sport / 08.05.2022 • 12:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kollektiver Jubel bei der Austria nach dem klaren 3:0-Sieg über St. Pölten. <span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Kollektiver Jubel bei der Austria nach dem klaren 3:0-Sieg über St. Pölten. gepa

Grün-Weiße besiegen St. Pölten mit 3:0 und übernehmen wieder die Tabellenspitze. Rückkehrer Tabakovic trifft doppelt.

Lustenau Alles beimAlten: Austria Lustenau übernimmt nach dem 3:0-Heimsieg vor 3200 Zuschauern im Reichshofstadion wieder die Tabellenführung und geht mit zwei Zählern Vorsprung auf den FAC in die letzten beiden Runden der Saison. Michael Cheukoua (9.) und der nach Verletzungspause wieder in der Startelf stehende Goalgetter Haris Tabakovic (23./29.) machten schon vor der Pause alles klar.

Druck von der ersten Minute an

Wer erwartet hat, dass die Austria mit dem oftmals im Fußballjargon erwähnten “Strich in der Hose” ob der Tabellensituation, FAC stand zum Zeitpunkt des Ankicks einen Punkt vor den Lustenauern, ins Spiel ging, irrte gewaltig. Muhammed Cham und Co. drückten von Start weg aufs Gaspedal und ließen die Niederösterreicher, die mit einer komplett neu formierten Abwehr aufliefen, kaum Luft zum Atmen. So stibitzte Cem Türkmen (4.) einen Ball von St. Pöltens Karim Conte und plötzlich standen er und Cham alleine vor Gäste-Goalie Franz Stolz, behinderten sich gegenseitig sogar, und Cham setzte die Kugel neben das Tor.

Vier Minuten später nutzte Austrias Michael Cheukoua aber einen erneuten Bock von Conte und besorgte, auch unter Mithilfe des völlig disponierten Conte, der den Ball von Chuekoua noch abfälschte, die 1:0-Führung der Hausherren. Alles deutete in weiterer Folge auf eine Lustenauer-Druckwelle hin, der aber Gäste-Coach Stefan Helm mit einer Systemänderung von Viererkette auf Dreierkette die Luft ausließ. Plötzlich sah sich die Austria-Offensive mehr Gegenwehr ausgesetzt. Doch gemäß des Zitats von Austrias legendären Trainer Edi Stöhr “Steter Tropfen höhlt den Stein”, erarbeitete sich der Tabellenführer den zweiten Treffer.

Anderson bester Mann am Platz

Vor allem in Person von Anderson, der nach langen Ball den Zweikampf mit St. Pöltens David Riegler auf der Seitenlinie gewann und direkt auf den im Zentrum lauernden Tabakovic spielte. Der Schweizer blickte kurz, sah das Goalie Stolz zu weit aus dem Gehäuse war und brachte den Ball aus rund 35 Metern eiskalt per Direktannahme zum 2:0 unter (23.). Wenig später stellte die Tormaschine gar auf 3:0 (29.), als erneut Anderson den Ball auf der rechten Seite gewann, kurz auf Cham spielte, dessen Flankenball landete punktegnau auf dem Scheitel vom Schweizer. Sein 44. Tor im 44. Ligaspiel für die Austria, sein 26. Treffer in der laufenden Saison.

Austrias Anderson war mit Abstand der beste Akteur auf dem Feld.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Austrias Anderson war mit Abstand der beste Akteur auf dem Feld.gepa

Botschaft Richtung Floridsdorf

Die zweite Halbzeit blieb ohne großen Aufreger. Die Gäste versuchten das Ergebnis über die Distanz zu retten, Austria verwaltete das Spiel. Hatte aber dennoch durch die Wechselspieler Bryan Teixeira (62.) und Nicolai Bösch (85.) gute Chancen, das Spiel noch höher zu gewinnen. Am Ende waren es drei überzeugende Punkte und eine eindrucksvolle Botschaft Richtiung Floridsdorf.

Fussball, 2. Liga, 28. Spieltag

Austria Lustenau – SKN St. Pölten 3:0 (3:0)

Lustenau, Reichshofstadion, 3200Zuschauer, SR Ciochirca

Torfolge: 9. 1:0 Cheukoua, 23. 2:0 Tabakovic, 29. 3:0 Tabakovic

Gelbe Karten: Hugonet (6.), Türkmen (39.)