Halbzeit als Initialzündung

Sport / 16.05.2022 • 20:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim Gang in die Halbzeitpause waren noch einige Sorgenfalten bei SCRA-Coach Ludovic Magnin (r.) und Sportchef Werner Grabherr (l.) sichtbar.gepa
Beim Gang in die Halbzeitpause waren noch einige Sorgenfalten bei SCRA-Coach Ludovic Magnin (r.) und Sportchef Werner Grabherr (l.) sichtbar.gepa

Für Altachs Endspiel zählt: Siegen. Diese Szenarien im Kampf um Klassenerhalt sind möglich.

Altach Es ist angerichtet, am Freitag zählt es: Der Cashpoint SCR Altach kann mit einem Heimsieg gegen die WSG Tirol (19 Uhr) das zuvor unmöglich Scheinende möglich machen und den Klassenerhalt fixieren. Weil bis auf die Tiroler – warten auf den Gegner für das Europacup-Qualifikationsspiel – und den LASK noch drei andere Klubs um den Ligaerhalt kämpfen. Während für Altach die Ausgangslage klar ist und nur ein Sieg zählt, sorgt die Konstellation am letzten Saison-Spieltag für riesige Anspannung und Nervenkitzel bei den Fans. Und das sind die Abstiegsszenarien, unter Berücksichtigung, dass Hartberg und die Admira bei Punktegleichheit immer nachgereiht sind und im direkten Vergleich die Steirer besser sind:

Ried steigt ab, wenn Altach gewinnt, die Innviertler in Hartberg verlieren und die Admira gegen den LASK zumindest einen Punkt holt.

Admira steigt ab, wenn Altach gewinnt und die Südstädter beim LASK verlieren.

Admira steigt ab, wenn Altach gewinnt, die Südstädter ein Remis gegen den LASK erreichen und Ried in Hartberg unentschieden spielt.

Hartberg steigt ab, wenn Altach gewinnt, die Steirer zu Hause gegen Ried verlieren und die Admira gegen den LASK punktet.

Hartberg steigt ab, wenn Alt­ach gewinnt, die Steirer zu Hause gegen Ried punkten, die Admira jedoch beim LASK siegt.

Altach steigt ab, wenn gegen Tirol nicht gewonnen wird.

Letzteres soll so nicht passieren, auch wenn man in Altach aufgrund des Saisonverlaufs auf beide Szenarien vorbereitet ist. Doch nicht erst das Admira-Spiel hat gezeigt, dass man im Frühjahr nie den Glauben an den Klassenerhalt verloren hat. Dies bestätigt auch Sportchef Werner Grabherr. Deshalb klingt es sehr glaubwürdig, wenn der 36-Jährige betont: „Wir alle verspüren eine unglaubliche Vorfreude auf das Finale. Es zeigt, dass wir vieles richtig gemacht haben.“ Mit einer Einschränkung: „Es ist noch nichts erreicht. Jetzt wollen wir Schritt für Schritt über die Ziellinie gehen.“

Die richtigen Worte gefunden

Der erste Schritt sei einmal mehr von Trainer Ludovic Magnin ausgegangen – in der Südstadt, denn: „In der Halbzeit war die Stimmung angespannt, ja gereizt. Wir haben uns von der Admira provozieren und durch ihre Spielweise ablenken lassen. Ludovic hat in dieser Situation die richtige Mischung an Worten gefunden und auch spieltechnisch an den richtigen Schrauben gedreht.“ Was ihm besonders gefallen hat? „Er hat die Mannschaft über alle Schritte informiert und sie damit bestens eingestellt.“ VN-cha