Am Sonntag knallen im Reichshofstadion die Korken

Sport / 20.05.2022 • 21:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Austria Lustenau empfängt zum Abschied einer grandiosen Saison die Young Violets.

Lustenau Es ist angerichtet am Sonntag in Lustenau. Ab 14 Uhr starten im Reichshofstadion die Feierlichkeiten, um 14.30 Uhr machen sich die Anhänger des frischgebackenen Meisters der 2. Liga vom blauen Platz auf zu einem Fanmarsch Richtung Heimstätte der Grün-Weißen. Unterstützt werden diese von mehr als 200 Fans des FC Augsburg, mit denen die Austrianer schon seit vielen Jahren eine starke Freundschaft pflegen.

Somit kann sich die Meistermannschaft im Heimspiel gegen die Young Violets Austria Wien auf eine grandiose Stimmung auf den Rängen einstellen. Das Reichshof wird voll sein, alle Sitzplatzkarten sind schon verkauft. Aus dem Austria-Büro hört man, dass man selten so einen Andrang auf ein Heimspiel verspürte. Daher ist es für Trainer Markus Mader auch klar, „dass wir voll motiviert in die Partie gehen werden. Wir wollen unseren Anhängern und allen, die uns über die Saison die Daumen gedrückt haben, einen Sieg zum Saisonausklang schenken.“ Dazu hat man das Ziel, der beste Aufsteiger aller Zeiten zu werden. Schafft man 70 Punkte, würde dies ein Novum in der Geschichte der 2. Liga darstellen. „Dafür brennen die Spieler“, so Mader, der auf Muhammed Cham (Leisten), Cem Türkmen (gesperrt) verzichten muss.

Langes Warten

Für Urgestein Pius Grabher bildet das letzte Spiel der Saison eine ganz besondere Geschichte. „Ich habe viele Jahre lang auf diesen Moment warten müssen. Ich freue mich riesig auf diese Partie und alle Feierlichkeiten. Am meisten aber auf die Meisterschale“, so Grabher, der zugibt, dass die letzten Wochen hart waren. „Der Druck war schon groß. Umso erleichterter sind wir jetzt.“

Realisiert

Dass die Party am Sonntag weitergeht, ist auch für Grabher klar. Der 28-Jährige hat mittlerweile realisiert, was er mit der Mannschaft erreicht hat. „Ich bin extrem stolz auf die Jungs. Man darf nicht vergessen, dass viele Spieler im letzten Jahr als „geprügelte Hunde“ zu uns gekommen sind. Da war an so eine Reise Richtung Meistertitel gar nicht zu denken. Jean Hugonet kam aus der vierten Liga, Hakim Guenouche konnte wegen Corona über eineinhalb Jahre nicht kicken. Dazu waren ja noch viele Spieler da, die die letzte richtig schwache Saison miterlebt haben. Nun als großer Sieger gefeiert zu werden, ist ein herrliches Gefühl.“

Trainer Mader hebt den Teamspirit heraus, erklärt, „dass wir richtig viel Harmonie im Team hatten. Rückblickend muss ich sagen, wir hatten nicht einen großen Wickel in der Kabine. Das macht die Mannschaft auch so außergewöhnlich. Jeder war wirklich für jeden da“, so Mader. Grabher ergänzend: „Es war der Zusammenhalt, der uns am Ende den Titel brachte.“

Dieser wird nun noch einmal mit den Fans gefeiert – wann die Party startet weiß man, wann sie endet nicht.

„Ich habe viele Jahre auf diesen Moment warten müssen. Umso mehr freue ich mich.“