Ein Fußballfest ganz in Grün-Weiß

Sport / 22.05.2022 • 20:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Reichshofstadion war gestern der Teufel los, die Fans auf der Nordtribüne feierten gemeinsam mit 6000 Fans ihren Meister Austria Lustenau.gepa
Im Reichshofstadion war gestern der Teufel los, die Fans auf der Nordtribüne feierten gemeinsam mit 6000 Fans ihren Meister Austria Lustenau.gepa

Austria Lustenau feiert vor 6000 Zuschauern im Reichshofstadion eine riesige Meisterparty.

Lustenau Der 22. Mai 2022 wird in die grün-weißen Geschichtsbücher eingehen. Zum zweiten Mal in der langen Vereinshistorie nach 1997 bekam Austria Lustenau gestern den Zweitliga-Meisterteller, der eher einem Schild glich, überreicht. Um Punkt 19.02 Uhr stemmte Kapitän Matthias Maak die Trophäe, übergeben vom Vorarlberger Alex Schwärzler (Vorstand und Finanzen österreichische Bundesliga), in den Himmel. Auf diesen Moment hat man nach dem Bundesligaabstieg 2000 im altehrwürdigen Reichshofstadion satte 22 Jahre lang warten müssen.

Dementsprechend laut war der Jubel, als sich die Mannschaft dann aufmachte, sich gemeinsam von den 6000 Fans feiern zu lassen.

Bereits Stunden vor Anpfiff der letzten Partie in der 2. Liga gegen die Young Violets Austria Wien strömten Anhänger per Fanmarsch vom blauen Platz weg, vorwiegend gekleidet in die Meister-Trikots, ins Stadion. Dort rollte man auf der Nordtribüne ein Plakat mit Symbolwert aus: „Die Austria ist wieder da“ – und unterstrich den Slogan mit lautstarker Unterstützung über die gesamten 90 Minuten und darüber hinaus.

Historische Saison

Die Mannschaft von Chef- und Meistertrainer Markus Mader zahlte es in Form eines tollen Spieles zurück. Die letzten 90 Minuten in Österreich zweithöchster Liga gingen Pius Grabher, der Matthias Maak vorerst als Kapitän vertrat, und seine Kollegen richtig engagiert ans Werk. Man wollte den 6000 frenetischen Austrianern unbedingt einen Sieg zum Abschluss schenken. Die Basis dazu legten Michael Cheukoua (11./37.) und Bryan Teixeira (44.) bereits in Durchgang eins. Als dann auch noch Haris Tabakovic (66.) mit seinem 27. Saisontreffer per Elfmeter den 4:0-Endstand herstellte, flog beinahe das Dach von der Nordtribüne.

Mit dem Sieg und den 70 Punkten am Saisonende stellte die Austria auch gleich einen Rekord auf. Kein Aufsteiger davor schaffte, am Punkteschnitt gemessen, mehr Zähler. „Ein traumhafter Abschluss einer genialen Saison“, so Coach Mader, der seiner Mannschaft nochmal Rosen streute: „Das Spiel heute hat genau den Charakter dieser Truppe gezeigt. Es ging um nichts mehr, aber alle wollten unbedingt den Sieg und sich so bei unseren tollen Fans verabschieden.“

Party, Party, Party

Großes Lob auch an die Fans, die den Platz nicht stürmten und so eine wunderbare Meisterehrung zuließen. Dafür wurde danach noch bis in die Morgenstunden im Aus­tria-Dorf umso heftiger gefeiert.

„Das ist ein traumhafter Abschluss einer genialen Saison. Diese Truppe ist phänomenal.“

Goalgetter Haris Tabakovic beim Selfie mit den jüngsten Fans,
Goalgetter Haris Tabakovic beim Selfie mit den jüngsten Fans,
Tormanntrainer Mathias Nesler fasste eine Bierdusche aus.
Tormanntrainer Mathias Nesler fasste eine Bierdusche aus.
Im Reichshofstadion war gestern der Teufel los, die Fans auf der Nordtribüne feierten gemeinsam mit 6000 Fans ihren Meister Austria Lustenau.gepa
Im Reichshofstadion war gestern der Teufel los, die Fans auf der Nordtribüne feierten gemeinsam mit 6000 Fans ihren Meister Austria Lustenau.gepa

Fussball

2. Liga, 30. Spieltag

Austria Lustenau – Young Violets 4:0 (3:0)

Lustenau, Reichshofstadion, 6000 Zuschauer, SR Jandl

Torfolge: 11. 1:0 Cheukoua, 37. 2:0 Cheukoua, 44. 3:0 Teixeira, 66. 4:0 Tabakovic (Elfmeter)

Austria Lustenau: Schierl; Gmeiner (50. Stefanon), Marceta (50. Mätzler), Hugonet, Guenouche (54. Berger); Grabher; Anderson, Baiye, Teixeira, Cheukoua (54. Wallace); Tabakovic (71. Maak)