Viel Substanz gelassen

Sport / 22.05.2022 • 20:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Fans begleiteten Altachs Cheftrainer Ludovic Magnin bei seinen Stadionrunden.Adam
Die Fans begleiteten Altachs Cheftrainer Ludovic Magnin bei seinen Stadionrunden.Adam

Jetzt muss Altach um Trainer Ludovic Magnin kämpfen.

Altach Die Fans waren längst schon am feiern, der Rasen in der Cashpoint Arena schon fast leer – da wagte sich Cheftrainer Ludovic Magnin noch einmal in die Arena. Wie nach dem Sieg in Ried löste der 43-jährige Schweizer sein Versprechen ein und drehte seine Runden im Stadion-Oval. Magnin blieb dabei nicht lange allein, gut zwei Dutzend SCRA-Anhänger, samt Schweizer Flagge, sollten ihn beim Laufen begleiten. Doch nicht die Stadionrunden, sondern vielmehr das Frühjahr hatte Substanz gekostet, wie er zu mitternächtlicher Stunde gestand.

Es war ein Husarenritt, das beweisen auch die Zahlen. Drei Siege waren es im Herbst, deren vier im Frühjahr – jeweils nur einer in Heimspielen. Hinzu kamen je vier Remis und elf bzw. sechs Niederlagen. Erzielte die Mannschaft vor dem Trainerwechsel in 18 Spielen nur deren 13 Tore, so waren es dann in 14 Begegnungen immer 14 Treffer – im Schnitt einer pro Spiel. Auch die Abwehr stand stabiler, 28 zu 21 Gegentore sind die beste Beweis dafür. Viel Gespräche waren notwendig, einzeln mit den Spielern, aber auch vor versammelter Mannschaft, um dem Team den Glauben an den Klassenerhalt zurückzugeben. Und mit den Fans im Rücken ist schlussendlich das Fußballwunder von Altach gelungen.

Die Arbeit beginnt erst so richtig

Was jedoch passiert nach dem Saisonende? Für die sportliche Führung des Klubs beginnt nun die dritte Halbzeit und die wird für die Zukunft wegweisend. Das beginnt mit der Trainerfrage. Schon am Freitag hatte Präsident Peter Pfanner verkündet, mit Magnin unbedingt weitermachen zu wollen. Wie aber denkt der ehemalige Schweizer Nationalspieler? Gibt ihm der Klub in der Zusammenstellung einer neuen Mannschaft die Freiheit, um eine gute Mischung zwischen Routine und Jugend zu finden? Zudem buhlt sein Heimatklub Lausanne Sport nach dem Abstieg in die zweite Schweizer Liga um den verlorenen Sohn. Altach würde eine Ablöse erhalten. Und zu Hause den Wiederaufstieg zu schaffen, ist eine spannende Herausforderung. Zumal die Schweizer Liga 2023/24 auf zwölf Klubs aufgestockt wird. cha