Déjà-vu-Erlebnis der bitteren Art

Sport / 29.05.2022 • 20:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Paul Schwärzler lieferte eine Topleistung am rechten Flügel ab und erzielte fünf Treffer bei der 30:31-Niederlage im ersten Finalduell gegen Krems.GEPA
Paul Schwärzler lieferte eine Topleistung am rechten Flügel ab und erzielte fünf Treffer bei der 30:31-Niederlage im ersten Finalduell gegen Krems.GEPA

Meister Alpla HC Hard mit 30:31-Heimniederlage gegen Krems in der Finalserie.

Hard Wie von Hard-Sportchef Thomas Huemer prognostiziert waren es wenige Nuancen, die am Ende über Sieg und Niederlage entschieden. Nach atemberaubenden 70 Spielminuten musste sich Titelverteidiger Alpla HC Hard im ersten Duell der Best-of-three-Finalserie nach Verlängerung mit 30:31 gegen Krems geschlagen geben. Damit stehen die Roten Teufel kommenden Samstag auswärts unter Zugzwang, will man die theoretische Chance auf die achte Krone wahren. Sollte der Coup in der Wachau gelingen, käme es am 9. Juni in Hard zum ultimativen Titel-Showdown.

Vorerst gilt es aber in den kommenden Tagen die bittere Heimniederlage im Startspiel zu psychisch zu verkraften. „Natürlich haben wir uns die Partie anders vorgestellt und vorgenommen“, betont Kapitän Dominik Schmid ungern. „Krems hat das gewonnene Selbstvertrauen nach dem Krimi im Halbfinal gegen die Fivers mitgenommen. Am Ende haben einzelne Aktionen den Unterschied gemacht. Es war ein typisches Finalspiel, in dem wir uns zunächst extrem schwer getan haben. Wir haben nicht gut, aber auch nicht schlecht gespielt. Dazu kam, dass wir bei einigen Aktionen auch nicht das notwendige Quäntchen Glück auf unserer Seite hatten. Entweder wurde nach einer Abwehraktion noch ein Foul gepfiffen oder im Angriff ein Vorteil abgepfiffen. In Summe müssen wir uns aber selbst an der Nase nehmen. Wir kämpfen uns nach einem Drei-Tore-Rückstand (Anm. 22:25/47.) zurück, liegen dann mit 27:26 vorne und haben den letzten Angriff und können den Machtball nicht verwerten.“

Entscheidungsspiel erzwingen

Ähnlich fällt die Analyse von Nico Schnabl aus: „Die Partie ist eigentlich genau so verlaufen, wie sie zu erwarten war. Beide Mannschaften haben sich einen offenen Schlagabtausch geliefert. Der kleine, aber am Ende gravierende Unterschied, lag darin, dass wir in der Enscheidung unsere Chancen nicht genützt haben. Nach einer Siebenmeterparade unseres Torhüters landet der Rebound beim Gegner und dem gelingt das Tor und im Angriff vergeben wir in der hektischen Verlängerung zwei hochkarätige Chancen und einen Siebenmeter. Wir haben jetzt das erste Spiel, aber noch nicht die Finalserie verloren und werden in Krems alles geben, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen.“

„Wir haben das erste Spiel, aber nicht die Finalserie verloren und werden zurückschlagen.“

Marko Simek wurde nach einem Siebenmeter ausgeschlossen.
Marko Simek wurde nach einem Siebenmeter ausgeschlossen.
Dominik Schmid war mit sieben Toren erfolgreichster Werfer.
Dominik Schmid war mit sieben Toren erfolgreichster Werfer.

Handball

HLA-Meisterliga der Männer 2021/22

Finale (Best-of-three), 1. Spieltag

Alpla HC Hard (TV, 2.) – UHK Krems (4.) 30:31 n. V. (28:29; 27:27, 16:15)

Sporthalle am See, SR Brkic/Jusufhodzic

Zeitstrafen: 7 bzw. 6; Rote Karten: 43. Führer (Krems, 3×2), 49. Simek (Krems, Unsportlichkeit)

Siebenmeter: 3/2 bzw. 6/4

Torfolge: 6. 2:4, 12. 6:6, 20. 9:11, 24. 11:13, 29. 15:14, 39. 21:21, 47. 22:25, 51. 24:26,
59. 27:26, 62. 28:28, 66. 29:30, 69. 30:30

Alpla HC Hard: Hurich, Edionwe, Doknic; Antanavicius 1, Maier, Dominik Schmid 7, Raschle 6, Manuel Schmid, Fritsch, Schwärzler 5, Schnabl 5/2, Predragovic, Schweighofer, Horvat 6, Stojanovic

UHK Krems: Domevcek, Fabry, Eichberger; Jochmann 5, Nikolic, Kirveliavicius 4, Simek 4/3, Auß 2, Führer 3, Posch 4, Hasecic 1, Wiesbauer 1, Hajdu, Rudischer, Feichtinger 4, Hrastnik 3/1

2. Spiel: UHK Krems – Alpla HC Hard Samstag, 4. 6., 20.20 Uhr

3. Spiel (falls nötig): Alpla HC Hard – UHK Krems Donnerstag, 9. 6., 20.20 Uhr