Jugendlicher Elan fordert Routine

Sport / 31.05.2022 • 19:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Im Cupfinale ist SW Bregenz Favorit gegen die FCD-Dornbirn-Juniors.

Hohenems Die Juniors des FC Dornbirn haben heute (19 Uhr) die große Chance, ihre Saison mit dem Cupsieg zu krönen. Und dabei für ein Novum in der Geschichte des Uniqa VFV Cups – seit 1976 – zu sorgen. Nie zuvor ist es einer Mannschaft aus der Landesliga gelungen, den „Pott“ zu gewinnen.

Vor fünf Jahren war der damalige LL-Meister FC Schwarzach nahe an der Sensation. Erst im Elferschießen (3:4) musste sich der Klub aus der Hofsteiggemeinde dem Sieger VfB Hohenems geschlagen geben. Nun will das Fohlenteam der Rothosen den großen Coup landen und für den siebten Cupsieg in der Vereinsgeschichte des FC Dornbirn sorgen. Die jungen Wilden sind sich dabei ihrer Außenseiterrolle bewusst. Doch auf dem Weg ins Endspiel wurden große Brocken aus dem Weg geräumt. Mit Hohenems (5:4 i. E.) und Wolfurt (2:0) wurden zwei Klubs aus der VN.at-Eliteliga geschlagen und auch die Juniors aus Altach waren dem Elan der FCD-Youngsters (3:2) nicht gewachsen. Nun wartet auf die Mannschaft mit einem Altersdurchschnitt von 21,5 Jahren im Cupfinale der vierte höherklassige Gegner.

An die Chance glauben

Trainer Kristian Krause muss allerdings auf Thomas Baldauf (18), dessen Leihvertrag mit dem SCR Altach ausgelaufen ist, sowie Stefan Lauf (20), Leihspieler der WSG Tirol, verzichten. Auf das Quartett Simon Bodrazic (19), Martin Krizic (18), Elijah Imre (18) und Pierre Nagler (20) aus der Dornbirner Profiabteilung kann er jedoch wie gewohnt zurückgreifen. „Bregenz ist Favorit, sie sind in der Liga das Team der Stunde. Wir haben in der Vergangenheit jedoch bewiesen, dass wir uns mit dem Gegner steigern können. Im Finale ist jetzt alles möglich“, so der FCD-Coach. Für den 43-Jährigen Krause führt der Weg zum Erfolg über die Defensive – gegen eine starke SW-Offensive. Demgegenüber stellen die Juniors mit Martin Hörburger (27) den erfolgreichsten Torschützen (8 Treffer) in der laufenden Cupsaison. Auch Aaron Fontain soll für Schwung sorgen. Der 18-jährige Außenbahnspieler hat ein Angebot aus der Profiabteilung vorliegen, allerdings hofft auch sein Stammklub Admira Dornbirn auf eine Rückkehr. Für Krause zudem wichtig: „Wir müssen an unsere Chance glauben.“ Zuletzt tankte das Team viel Selbstvertrauen mit einem glanzvollen 4:1-Liga-Erfolg über Hittisau.

Voller Selbstvertrauen gehen auch die Spieler von SW Bregenz in das Endspiel. Ist die Mannschaft doch seit dem 16. Oktober 2021 (0:2 in Wolfurt) ungeschlagen. Zwölf Meisterschaftsspiele und drei Partien im Cup ist die Truppe von Trainer Roman Ellensohn nunmehr ohne Niederlage. Auch deshalb sind sie Favorit, wenngleich der 39-jährige Coach davon nichts wissen will. „In einem Finale gibt es keinen Favoriten. Der Gegner hat Qualität und wir müssen höllisch aufpassen“, sagt Ellensohn mit Blickrichtung Endspiel. Zugleich betont er die Zielsetzung: „Wir wollen den Pokal holen.“ Für Ellensohn wäre es der erste Triumph auf Landesebene. Als Spieler verlor er mit Hard zwei Endspiele und auch mit dem Dornbirner SV gelang ihm kein Sieg. In personeller Hinsicht muss er vier Ausfälle kompensieren, denn Ivo Kralj (23/Wade), Emre Demir (28), Marko Martinovic (26/beide Knöchel) und Rotsünder Teodor Trailovic (22) fehlen. VN-tk

Fußball

46. Uniqa VFV Cup

Endspiel

SW Bregenz – FC Mohren Dornbirn Juniors heute

Hohenems, Stadion Herrenried, 19 Uhr, SR Daniel Bode

Mögliche Aufstellungen

SW Bregenz (3-5-2): Basic; Makovec, Thurner, Arslan; Desnica, Smoljanovic (Dervisevic), Vinicius Gomes, Yuri Silva Gomez, Merz; Reinaldo, Uelder Barbosa Mendes

FC Mohren Dornbirn Juniors (4-4-2): Bodrazic; Gunz, Dünser, Corbaci, Calim; Krizic, Tapfer, Imre, Nagler; Fontain, Hörburger (Yüzüak)