Paukenschlag in Altach: Ex-Weltmeister wird neuer Trainer

Sport / 17.06.2022 • 16:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Miroslav Klose als Co-Trainer beim FC Bayern München.<span class="copyright">a</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span> Ab Sonntag übernimmt der 44-Jährige das Traineramt beim SCR Altach.
Miroslav Klose als Co-Trainer beim FC Bayern München.apa Ab Sonntag übernimmt der 44-Jährige das Traineramt beim SCR Altach.

Miroslav Klose übernimmt den Cheftrainerposten beim SCR Altach.

Altach Der langjährige deutsche Nationalspieler und WM-Rekordtorschütze wird am Sonntag seinen Vertrag in Altach unterschreiben und am kommenden Montag offiziell vorgestellt.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere im Sommer 2016 sammelte Miroslav Klose als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft erste Erfahrungen. Danach war Klose zwei Saisonen lang Cheftrainer der U17 Mannschaft des FC Bayern München, bevor er in der Saison 2020/21 als Assistenztrainer ins Trainerteam von Hansi Flick wechselte.  

„Ich freue mich total auf meine neue Aufgabe hier in Altach! Es war einfach von Anfang an genau dieses positive Gefühl, das ich haben muss, das ich hier genau richtig bin.”

Miroslav Klose, designierter Trainer des SCR Altach

Auch Co-Trainer kommt mit

Gemeinsam mit Klose, der beim SCR Altach auf Ludovic Magnin nachfolgt, wechselt Slaven Skeledzic als Co-Trainer ins Rheindorf. Aktuell werden mit dem FC Bayern München, wo Skeledzic zuletzt als Individualtrainer im Campus tätig war, noch finale Details geklärt.

“Miroslav passt mit seiner Persönlichkeit sehr gut zum SCRA, ist bereit mit anzupacken und die Professionalisierung weiter voranzutreiben.”

Werner Grabherr, Sportdirektor SCR Altach

Außerordentliche Karriere

Während seiner Spielerkarriere zählte Klose zu den torgefährlichsten Mittelstürmern Europas. Der 137-fache deutsche Nationalspieler mit polnischen Wurzeln begann beim 1. FC Kaiserslautern seine Profikarriere und absolvierte anschließend beim SV Werder Bremen und beim FC Bayern München über 300 Spiele in der deutschen Bundesliga. Im Sommer 2016 beendete Klose nach fünf Jahren bei Lazio Rom seine aktive Laufbahn.

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Das absolute Karriere-Highlight feierte der heute 44-Jährige 2014 bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. Klose kürte sich mit Deutschland zum Weltmeister und ist mit insgesamt 16 erzielten Treffern bei vier Weltmeisterschaften bis heute WM-Rekordtorschütze. “Die ersten Gespräche mit den Verantwortlichen waren so offen, das mir klar war, das will ich machen! Jetzt kann ich es kaum noch erwarten das Team, die Menschen im Club und natürlich die Fans kennen zu lernen”, erklärte Klose in einem Statement.

Klose beim WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien (7:1) 2014. <span class="copyright">REUTERS/Marcos Brindicci/Files</span>
Klose beim WM-Spiel Deutschland gegen Brasilien (7:1) 2014. REUTERS/Marcos Brindicci/Files

Frohlocken im Klub

Sportdirektor Werner Grabherr ist also nach langer Suche fündig geworden: „Es freut mich sehr, dass wir mit Miroslav Klose unseren neuen Cheftrainer gefunden haben. Miroslav passt mit seiner Persönlichkeit sehr gut zum SCRA, ist bereit mit anzupacken und die Professionalisierung weiter voranzutreiben. Er ist ein Trainer mit einer klaren Handschrift und hat bereits sehr viel Erfahrung in der Ausbildung & Entwicklung von Spielern sammeln können. Wir werden Miroslav das Umfeld bieten, welches er für seinen ersten Cheftrainerposten im Profifußball benötigt.“

Werner Grabherr.<span class="copyright"> VN/Stiplovsek</span>
Werner Grabherr. VN/Stiplovsek

In die gleiche Kerbe schlägt auch Geschäftsführer Christoph Längle: „Miro Klose ist ein sehr großer Name im Fußball. Uns geht es aber nicht um den Namen, sondern um die Persönlichkeit Miro Klose, seine Fähigkeiten als Trainer und was uns beim SCR Altach sehr wichtig ist: um den Menschen. Miroslav ist als harter, bodenständiger Arbeiter bekannt und ist so in die Weltklasse vorgedrungen. Die Werte, für die er steht, passen ideal zu unserem Verein und seine Fußballkompetenz ist sowieso unumstritten.“

Christoph Längle. <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
Christoph Längle. VN/Stiplovsek