„Ehrlich, bodenständig und harte Arbeit“

Sport / 21.06.2022 • 09:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Miroslav Klose in seinem neuen „Wohnzimmer“. Der neue Cheftrainer des SCR Altach versprühte bei seiner Vorstellung trotz Legendenstatus im internationalen Fußball viel Bodenständigkeit.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Miroslav Klose in seinem neuen „Wohnzimmer“. Der neue Cheftrainer des SCR Altach versprühte bei seiner Vorstellung trotz Legendenstatus im internationalen Fußball viel Bodenständigkeit.gepa

Bei seiner Vorstellung als Cheftrainer des SCR Altach präsentierte sich Miroslav Klose als sehr nahbar.

Altach Es knisterte ein wenig vor Start der Pressekonferenz zur Vorstellung von Mirsolav Klose als neuer Cheftrainer der Rheindörfler. Zwar platzte der Medienraum im SCRA-Campus aufgrund der vielen Anfragen von Journalisten aus dem Ausland doch nicht aus allen Nähten, dennoch spürte man unter den Kollegen große Neugier. Wie tickt er denn nun wirklich, der Herr Klose? Was hat den Weltmeister von 2014 in Brasilien nach Altach gebracht?

„Der Verein weiß wo er herkommt, hat klare Visionen für die Zukunft. Hier bin ich richtig

Miroslav Klose, Cheftrainer SCR Altach

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Fragen, die der 44-jährige deutsche WM-Rekordtorschütze sowie Altachs Geschäftsführer Christoph Längle und Sportdirektor Werner Grabherr beantworteten. Dabei gab Längle offen zu, „dass sich der erste Blick auf die Paarung Klose und Altach sogar etwas abstrus anfühlt. Doch schaut man genauer hin, erkennt man in den Werdegängen viele Parallelen. Beide Seiten mussten ehrlich und hart arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen. Und blieben dabei immer bodenständig.“ Klose schlug diesbezüglich in die gleiche Kerbe und fügte noch hinzu, „dass es sich vom ersten Kontakt weg, sehr gut angefühlt hat. Heute kann ich sagen: Ich bin hier richtig.“

Mutige Idee

Die Rutsche zum ehemaligen Goalgetter wurde von Bayern Münchens aktuellem Nachwuchschef Jochen Sauer gelegt. Altachs Sportdirektor trat an den ehemaligen Geschäftsführer von Red Bull Salzburg heran und erklärte das mutige Vorhaben, Klose ins Ländle lotsen wollen. Daraufhin wurde Klose im Urlaub kontaktiert, ein Videocall ließ nicht lange auf sich warten. „Der erste Austausch mit Werner war richtig gut, deswegen wollte ich nach dem Urlaub einfach mehr wissen“, erklärte Klose. Den Ausschlag für sein Engagement im Rheindorf sieht der zweifache Familienvater, „in den Visionen des Klubs für die Zukunft. Und, dass der Verein klar einzuordnen weiß, wo er herkommt.“ Nachsatz vom Geschäftsführer: „Wegen dem Geld ist Miroslav nicht hier, dafür sind andere Motive die Triebfeder.“

Großer Medienandrang im SCRA-Campus ob der Vorstellung von Miroslav Klose als neuer Trainer des SCR Altach.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Großer Medienandrang im SCRA-Campus ob der Vorstellung von Miroslav Klose als neuer Trainer des SCR Altach.gepa

Herz und Leidenschaft

Seit Sonntag weilt der ehmalige Assistenztrainer von DFB-Coach Hansi Flick nun im Ländle, gestern Vormittag gab es das erste Zusammentreffen mit der Mannschaft: „Ich habe viel Positives gesehen. Wichtig ist mir dabei, dass hier ein Team mit Herz und Leidenschaft am Werk ist. Gemeinsam werden wir die nächsten Schritte setzen, wobei es sicher ein harter Weg wird.“ Sich selbst setzt der 16-fache WM-Torschütze bei seiner ersten Station als Cheftrainer am meisten unter Druck, „weil das meine Art ist, ich von mir selbst immer am meisten verlangt habe”. Zu konkreten Zielen bezüglich Meisterschaft gab Klose noch keine Auskünfte, „ich möchte erst mal mit dem Team arbeiten. Nur soviel: mein Ziel ist es, dass die Fans nach unserern Spielen zufrieden nach Haus gehen und gesehen haben, dass wir alles auf dem Platz gegeben haben.“ Wenig erfuhr man über Vertragsdetails: „Die bleiben intern“. Auf der Hand liegt hingegen, dass sicher noch am Kader gearbeitet wird. „Mit Miroslav bekommen wir einen Coach mit einer aktiven Spielidee, der auch Felxibilität an den Tag legt. Die Spielanlage steht, wir tauschen uns bezüglich neuer Spieler permanent aus“, so der Sportdirektor.