Auf Schlagdistanz mit Luft nach vorne

Sport / 23.06.2022 • 22:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Benjamin Bildstein/David Hussl gewannen die vierte Wettfahrt.Sailing Energy
Benjamin Bildstein/David Hussl gewannen die vierte Wettfahrt.Sailing Energy

Vadlau/Mähr im 470er Achte und Bildstein/Hussl im 49er auf Platz 13 nach ersten Wettfahrten bei Kieler Woche.

Kiel Mit einem Tag Verspätung wegen des fehlenden Windes wurde die 128. Auflage der Kieler Woche gestartet. Aus rot-weiß-roter Sicht haben Keanu Prettner und Jakob Flachberger im 49er-Feld mit 90 Booten einen fantastischen Auftakt geschafft: Mit einem zweiten Platz, zwei dritten Rängen und einem siebten Platz als Streichresultat in den vier Wettfahrten liegen die OeSV-Youngsters mit acht Punkten auf der fünfter Position, haben lediglich drei Zähler Rückstand auf die in Front liegenden Iren Robert Dickson/Sean Waddilove und schafften in souveräner Art die Qualifikation für die Goldflotte.

Für das Wettrüsten der Topboote qualifizierten sich auch Benjamin Bildstein/David Hussl. Das Duo des YC Bregenz, das im Vorfeld der Regatta ihr Material umstellen mussten, zeigten im Verlauf des ersten Wettfahrttages eine konstante Leistungssteigerung: Mit den Plätzen 13, sechs, fünf und einem Sieg im letzten Rennen stieg auch das Duo vom Yacht Club Bregenz in die Goldflotte auf und rangiert mit zwölf Punkten an 13. Position in der Gesamtwertung. „Bei der ersten Wettfahrt unterlief uns am Start ein Regelverstoß und eine kleine Kollision, so dass wir ein ‚Ringerl‘ drehen mussten. Wir haben es dann noch geschafft, ein paar Boote einzusammeln. Rennen zwei und drei waren solide. Im letzten Race ist uns ein guter Start gelungen, den wir in einen Wettfahrtsieg verwandelt haben. Damit sind wir ‚safe‘ in der Goldflotte und freuen uns auf zwei, drei richtig interessante Tage“, richtet Vorschoter David Hussl aus.

In der 470er-Klasse (21 Boote) haderten Lara Vadlau und Vorschoter Lukas Mähr am ersten Wettkampftag etwas mit dem Glück. Zweimal musste das OeSV-Duo schon am Start seine Hoffnungen auf eine Spitzenplatzierung begraben: „Im ersten Race haben wir den Start verpatzt. Es ist sich einfach nicht ganz ausgegangen, aber wir haben uns noch halbwegs solide nach vorne gesegelt. In der dritten Wettfahrt sind wir beim Startboot hängen geblieben, mussten ein ‚Ringerl‘ drehen und lagen unfassbar weit hinten. Wir haben uns dann noch nach vorne gekämpft, bis uns der Spibaum gebrochen ist – das war dann eine ziemliche Challenge für uns“, berichtet Steuerfrau Vadlau.

Nach den Plätzen 17 und 14 nährt der zweite Rang im dritten Rennen des Tages aber Hoffnung auf einen positiven weiteren Verlauf. „Beim zweiten Platz hat alles gepasst: Der Start und das ganze Rennen waren gut. Mit so viel Pech an einem Tag haben wir uns eigentlich eine große Portion Glück für die restliche Regatta verdient“, betont Vadlau. Im Gesamtklassement nimmt das neuformierte Duo Platz acht ein. Mit 16 Punkten haben Vadlau/Mähr 14 Zähler Rückstand auf die führenden Schweizer Yves Mermod/Maja Siegenthaler.