Schuler lieferte ihr Meisterstück ab

Sport / 26.06.2022 • 22:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
ÖLV-Vizemeister Josef Mennel (l.) ist seit Samstag der schnellste Vorarlberger im 100-m-Sprint.GEPA
ÖLV-Vizemeister Josef Mennel (l.) ist seit Samstag der schnellste Vorarlberger im 100-m-Sprint.GEPA

Siebenkämpferin erstmals Weitsprung-Staatsmeisterin. Josef Mennel schnellster Vorarlberger.

St. Pölten Das Stelldichein von Österreichs Leichtathletik-Assen wurde zu einer Galavorstellung von Vorarlbergs Spitzenathleten. Bei der Freiluft-Staatsmeisterschaft in St. Pölten gab es nicht nur die Rekordausbeute von sieben Medaillen für Vorarlberg, auch die Vielzahl von persönlichen Rekorden unterstreicht den stetigen Aufwärtstrend in der heimischen Szene.

Dritter Sechsmetersprung

Nach einem Frühjahr wie im Bilderbuch lieferte Siebenkämpferin Chiara-Belinda Schuler noch einmal eine Galavorstellung ab. Der fulminante Auftritt beim Hypomeeting in Götzis scheint die 21-jährige Hörbranzerin regelrecht zu beflügeln. Nach den drei Goldenen und der Silbernen vor zwei Wochen bei den U-23-Titelkämpfen holte sich Schuler im Weitsprung mit einem Husarensprung im sechsten und letzten Versuch auf 6,08 m ihren ersten Staatsmeistertitel. „Es war einfach ein unglaubliches Gefühl. In Götzis ist mir der langersehnte erste Sechs-Meter-Sprung gelungen, vor zwei Wochen dann die 6,10 in Reutte und jetzt noch einmal 6,08. „Ich hätte nicht gedacht, dass es nach den anstrengenden und kräftezehrenden letzten Wochen so gut für mich läuft. Ich bin einfach nur überglücklich.“

Doch selbst wenn Schuler ihre zweitbeste Marke nicht geschafft hätte, wäre die nationales Weitsprungkrone an Vorarlberg gegangen. Mit ihrem vierten Sprung auf exakt sechs Meter hatte nämlich die Fußacherin Isabel Posch (TS Lustenau) die Führung übernommen. So durften sich Vorarlbergs Weitspringerinnen über einen Doppelsieg freuen.

Für beide VLV-Athletinnen war es nicht die einzige Medaille. Schuler holte sich mit 47,96 m Bronze im Speerwurf und Posch durfte sich im 100-m-Lauf mit 11,94 Sekunden über dieselbe Medaille freuen. Dazu kamen der vierte Rang über 200 m (24,80) von Posch, dieselbe Platzierung von Annika Rhomberg (TS gisingen) mit 5,93 m im Weitsprung und Platz fünf für Schuler im Kugelstoßen (13,43).

Für das herausragende Ergebnis bei den Männern sorgte der gebürtige Suzberger Josef Mennel (TS Dornbirn). Der neue Stern am nationalen Sprinterhimmel verbesserte im 100m-Vorlauf mit 10,47 Sekunden den seit 1992 von Thomas Griesser mit 10,59 gehaltenen VLV-Rekord und durfte sich bei seiner ersten Staatsmeisterschaft über einen versilberten Doppelpack freuen. Der 25-Jährige musste sich im 100-m-Endlauf mit 10,50 und über 200 m mit 21,50 lediglich dem Mödlinger Markus Fuchs, der 10,20 bzw. 21,15 lief, den Vortritt lassen und wurde zweifacher Vizemeister.

Für 2021-Staatsmeister Oluwatosin Ayodeji (TS Höchst) gab es im Weitsprung mit 7,26 m Bronze. Keine Medaillengewinne, aber Spitzenreusltate verbuchten zudem Konstantin Beiser (SG Götzis) als Vierter über 110 m Hürden und Fünfter im Stabhochsprung, Teamkollege Niklas Voss als Vierter im Hoch- und seinem siebten Platz im Weitsprung.

Jeweils persönliche Bestleistungen verbuchten Jonas Unterkircher (TS Lustenau) als Sechster mit 40,42 m im Diskus und Elias Nussbaumer (SV Lochau) mit Platz sechs im 800-m-Lauf (1:55,12) und als Achter über 1500 m (3:59,59).

„Es ist mein erster Freiluft-Staatsmeistertitel und die Krönung des perfekten Frühjahrs.“

Isabel Posch holte sich ÖM-Silber im Weitsprung und gewann Bronze im 100m-Lauf. GEPA
Isabel Posch holte sich ÖM-Silber im Weitsprung und gewann Bronze im 100m-Lauf. GEPA
Zwei Wochen nach dem U-23-Titel holte sich Chiara-Belinda Schuler ihren ersten Staatsmeistertitel im Weitsprung. GEPA
Zwei Wochen nach dem U-23-Titel holte sich Chiara-Belinda Schuler ihren ersten Staatsmeistertitel im Weitsprung. GEPA