Porsche befördert Kevin Estre

Sport / 28.06.2022 • 22:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Diesen Porsche 963 von Penske Motorsport bewegt Kevin Estre in der kommenden Saison in der Langstreckenserie.TK/SC
Diesen Porsche 963 von Penske Motorsport bewegt Kevin Estre in der kommenden Saison in der Langstreckenserie.TK/SC

Der Höchster fährt 2023 in der Königsklasse der Langstrecken-WM.

Höchst Acht Fahrer wird Porsche beim Comeback in die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft ab 2023 schicken, einer davon ist Kevin Estre. Der in Höchst wohnhafte Franzose wurde von seinem Arbeitgeber in die Königsklasse gehievt. Seit 2016 gehört der 33-jährige Porsche-Werksfahrer dem Kader an, ist aktuell in der WEC bei den GTE-Pro-Klassen im Einsatz. Er liegt nach dem letzten Rennen in Le Mans in der WM an zweiter Stelle dieser Fahrzeugklasse. Da die Kategorie in der nächsten Saison durch GT3-Premium-Automobile ersetzt wird, steigt der Routinier in die Topklasse um.

Goodwood in guter Erinnerung

Estre lebt seit 2015 mit seiner Familie in Höchst. Mit seiner Frau Carolin und seinem zweijährigen Sohn wird er demnächst ein Haus beziehen, das vor der Fertigstellung steht. Gerade rechtzeitig, denn im November gibt es nochmals Familienzuwachs. Er war am Wochenende beim Goodwood-Festival, eine Hommage an den Motorsport mit einer Präsentation aller Kategorien, im Einsatz: „Goodwood werde ich nie vergessen,“ meinte Estre, „weil mein Engagement in der LMDh verkündet wurde. Ich bedanke mich bei Porsche für das Vertrauen.“

Die genaue Fahreraufteilung auf die Fahrzeuge ist noch nicht vergeben, aber sein langjähriger dänischer Teamkollege Michael Christensen bekam ebenfalls ein Cockpit. Die beiden wurden 2018/19 gemeinsam Weltmeister, gewannen das prestigeträchtige Rennen in Le Mans in der GTE- Klasse. Den Porsche-Pilotenpool ergänzen Dane Cameron, Felipe Nasr, André Lotterer, Laurens Vanthoor, Matt Campbell und Mathieu Jaminet.

Der Ankündigung der Zuffenhausener im Dezember 2020, dass man eine Rückkehr in die Topliga der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft plant, folgte in England die Präsentation des neuen Boliden. In den typischen Farben von Porsche Motorsport – weiß, rot und schwarz – werden je zwei der Hybrid-Prototypen nach LMDh-Reglement (Le Mans/Daytona und das h steht für Hybrid) an der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und der IMSA WeatherTech SportsCar Championship (US-Meisterschaft) teilnehmen. Eingesetzt werden die Prototypen, die auf den Typennamen „Porsche 963“ getauft wurden, vom amerikanischen Partner „Porsche Penske Motorsport“. Homebase ist Mannheim und das US-amerikanische Mooresville (North Carolina), dort werden die Einsätze in der WEC bzw. IMSA-Serie koordiniert.

Engagement verstärkt

Die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Alle großen Automarken haben diese Plattform erkannt und ihr Engagement mit der Entwicklung von Hypercars oder LMDh-Prototypen verstärkt. Somit werden mit Estre und dem in Bregenz lebenden jungen Dänen Mikkel Jensen, der mit Peugeot in der Hypercar-Kategorie fahren wird, gleich zwei in Vorarlberg ansässige Profirennfahrer in der obersten Liga um WM-Punkte kämpfen.

„Ich bedanke mich bei Porsche für das Vertrauen und das Cockpit in der WM.“

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