„Ein junger Mann, mit dem
man gerne zusammen ist“

Sport / 10.07.2022 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marco Kasper und Vinzenz Rohrer wurden im Draft von Detroit (als Nummer acht) und Montreal (als Nummer 75) gezogen. SL
Marco Kasper und Vinzenz Rohrer wurden im Draft von Detroit (als Nummer acht) und Montreal (als Nummer 75) gezogen. SL

Die Montreal Canadiens haben viel Lob für Eishockeytalent Vinzenz Rohrer übrig.

Montreal „Von Montreal gedraftet zu werden, in der Halle von Montreal, das ist unglaublich!“ Vinzenz Rohrer war nach dem Draft der National Hockey League im Bell Centre überwältigt. Die Canadiens wählten den 17-Jährigen aus Rankweil am Freitag als Nummer 75 unter den 225 zur Verfügung stehenden Spielern aus. „Es war ein wenig unwirklich. Jedes Kind will so etwas erleben. Jetzt geht es ein bisschen ums Genießen. Das ist eine unglaubliche Erfahrung, was da jetzt abgegangen ist beim Draft.“

Einer, der die Leute anzieht

Jetzt wird französisch gelernt

Martin Lapointe, Sportdirektor der Canadiens, benannte nach dem Draft die Vorzüge von Rohrer. „Er achtet sehr genau auf die Details des Spiels. Er muss noch kräftiger werden, aber er ist ein Athlet.“ Lapointe strich die persönliche Reife des ehemaligen Feldkircher Nachwuchscracks heraus: „Er ist auch ein junger Mann, mit dem man gerne zusammen ist. Vince erinnert mich an Juraj (Slafkovsky, Anm.), der auch gerne unter Menschen ist und die Leute anzieht. Er ist genauso.“ Dazu komme eine gesunde Portion Ehrgeiz, weiß der Montreal-Manager sogar über die Klavierkünste seines Schützlings Bescheid: „Bei allem, was er anfasst, sei es ein Musikinstrument oder eine Sportart, ist er überragend. Er ist in allem überragend. Er spielt auf die richtige Art und Weise und das ist es, was wir wollen“, gibt es von Lapointe viel Lob.

Vinzenz Rohrer mit dem stolzen Papa Stefan Lochbihler. SL
Vinzenz Rohrer mit dem stolzen Papa Stefan Lochbihler. SL

In einer ersten Videobotschaft meldete sich Rohrer bei den Anhängern der Canadiens: „Montreal ist ein Klub mit ganz viel Tradition. Meine Familie und ich sind sehr glücklich, hier zu sein. Und ich denke, jetzt muss ich französisch lernen.“
Auf Rohrer warten nun drei Tage Trainingscamp mit den Canadiens im Bell Sports Complex in Brossard, u.a. mit dem slowakischen Nummer-eins-Draft Juraj Slafkovsky. Insgesamt wurden 40 Spieler eingeladen, trainiert wird in zwei Gruppen.