Kaufrausch? Nicht mit dem FC Wolfurt!

Sport / 18.07.2022 • 21:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die eingespielte Wolfurt-Elf will wieder um die Spitzenplätze mitspielen.paulitsch
Die eingespielte Wolfurt-Elf will wieder um die Spitzenplätze mitspielen.paulitsch

Eliteligist Wolfurt setzt auch heuer auf das starke Kollektiv.

wolfurt „Unter dem Strich sind wir zufrieden mit der letzten Saison“, fasst Wolfurts Trainer Joachim Baur (43) nach einer Saison mit dem vierten Platz im Frühjahrsdurchgang und dem Cup-Halbfinale zusammen. Vor allem Verletzungssorgen und Ausfälle wichtiger Stammkräfte prägten nämlich –wieder einmal – die Spielzeit.

Kontinuität im Verein

Der Deutsche geht in seine bereits fünfte Saison als Trainer des Meusburger FC Wolfurt – und auch abseits der Trainerposition zeichnet sich der Verein durch Kontinuität aus. Lediglich zwei Abgängen (Tobias Neubauer, Raphael Klauser) stehen ebenso viele Neuzugänge (Kian Fetic/VfB Friedrichshafen und Aaron Fleischhacker/RW Langen) gegenüber. Beide hätten bislang einen guten Eindruck hinterlassen, besonders Angreifer Fetic überzeugte mit sieben Treffern in vier Vorbereitungsspielen. „Das gilt es jetzt in der Eliteliga unter Beweis zu stellen und zu zeigen, dass er auch da trifft. Wir sind jetzt alle gespannt darauf, ob das auch so eintrifft, wie wir uns das alle vorstellen“, so Baur.

Fetic selbst zeigt sich diesbezüglich entspannt: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich das auch in der Liga so umsetzen kann. Ich mache meine Tore ja auch im Training, und da spiele ich ja auch gegen Spieler mit Eliteliga-Qualität.“ Seine Stärken sieht der 21-Jährige im Abschluss, Fetic ist beidfüßig. „Ich versuche, immer in Aktion zu bleiben. Wenn ich keine Bälle kriege, versuche ich Spielaktionen selber zu generieren“, erklärt er weiter. Von seinem neuen Team zeigt er sich begeistert: „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, unser Mittelfeld ist stark, das ist für mich als Angreifer natürlich wichtig.“ Und auch wenn er als „Neuer“ in die eingespielte Wolfurter Mannschaft gestoßen ist: „Ich bin super aufgenommen worden, die Connection zu den Jungs wird von Training zu Training besser.“ Verletzungsfrei wolle er bleiben, „wie viele Tore dann herausschauen, wird man sehen“.

Die Top-Fünf als Ziel

Mehr Verletzungsfreiheit als in der vergangenen Saison wünscht sich auch sein Trainer. Denn in der Kaderbreite könne man mit anderen Vereinen nicht mithalten, da habe sich in der Liga wieder viel getan. Auf Marco Troy (Kreuzbandriss im März) und Max Natter (Knöchelprobleme) wird Baur jedenfalls noch länger verzichten müssen.

Und dennoch, man wolle wieder vorne mitspielen. „Klar ist das der Anspruch, natürlich wollen wir wieder unter den ersten fünf dabei sein“, so Baur. Man wisse, dass andere Mannschaften deutlich mehr Geld ausgegeben hätten und deshalb höher eingeschätzt werden. „Wir müssen’s einfach wieder übers Kollektiv richten. Entscheidend wird sein, wie wir gegen den Ball arbeiten.“ FB

„Natürlich wollen wir wieder unter den ersten fünf der Eliteliga sein.“