Deshalb findet bei Admira Dornbirn ein Umbruch statt

Sport / 20.07.2022 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In der Vorsaison gab es in Dornbirn-Rohrbach oft Grund zum Jubeln. Auch in diesem Jahr haben die Admiraner die Top-Fünf im Blick.<span class="copyright">s</span><span class="copyright">t</span><span class="copyright">i</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">l</span><span class="copyright">o</span><span class="copyright">v</span><span class="copyright">s</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">k</span>
In der Vorsaison gab es in Dornbirn-Rohrbach oft Grund zum Jubeln. Auch in diesem Jahr haben die Admiraner die Top-Fünf im Blick.stiplovsek

Admira Dornbirn möchte in neuer Spielzeit ein Ticket für die Westliga ergattern.

Dornbirn Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist die schwerste – dieser Spruch ist im Fußballsport bestens bekannt. Im Vorarlberger Amateurfußball hat sich diese Binsenweisheit schon oft genug bestätigt. Auch beim SC Admira Dornbirn bereitet man sich auf eine deutlich schwerere Spielzeit 2022/23 vor, als dies noch in der Vorsaison der Fall war.

„Platz zwei ist nicht realistisch, die Qualifikation zur RLW ist aber durchaus möglich.“

Herwig Klocker zu den Chancen seiner Elf

Nur schwer zu wiederholen

Denn an den sportlich größten Erfolg der 76-jährigen Klubgeschichte werden die Admiraner nur schwer anschließen können, der zweite Tabellenplatz in den VN.at-Elitaliga nach dem Grunddurchgang sowie die daraus folgende Teilnahme als zweiter Ländle-Vertreter in der Regionalliga West galten als große Überraschung. „Die Mannschaft hat einen kleinen Umbruch hinter sich. Da muss wirklich viel zusammenpassen, um die Mega-Saison vom Vorjahr zu wiederholen“, so Trainer Herwig Klocker (51). Allzu tief wird aber in Dornbirn nicht gestapelt. „Platz zwei ist nicht realistisch, aber die Qualifikation zur Regionalliga West in der nächsten Saison ist durchaus möglich“, weiß Klocker um die eigenen Möglichkeiten.

Umbruch im Angriff

Dabei mussten die Admiraner im Transferfenster Federn lassen: Das Sturmduo Kristijan Dulabic (24) und Philipp Stoss (26) hat die Messestädter verlassen. Fast die Hälfte aller geschossenen Admira-Treffer ging in der Vorsaison auf das Konto der Beiden. Durch den Abgang des Duos wird Klocker auch das Spielsystem verändern, die Admira wird fortan im 4-2-3-1 auflaufen.
Mit Alexander Huber (22), Martin Brunold (23) und Jeremy Thurnher (24) stehen weiter drei Spieler für die Offensivabteilung zur Auswahl. Neuerwerbung Felix Gunz (18) verpasst hingegen den Saisonstart aufgrund eines Auslandspraktikums in Dänemark, er wird erst Anfang August zurück erwartet.
Zumindest bis zur Winterpause verlängert „Oldie“ Samir Karahasanovic (39) noch seine Karriere. Zusammen mit Neuzugang Felipe Infante Idalgo Lucho (25) wird Karahasanovic erneut eine wichtige Rolle im Mittelfeld der Klocker-Elf spielen. In der Abwehrkette sollen Admira-Kapitän Marco Pichler, Laurin Moll, August Rusch und Matthias Wehinger für die nötige defensive Stabilität im Spiel der Messestädter sorgen.

Toptransfer für die Torhüterposition

Servus in Rohrbach: Ex-Rothose Bundschuh steht nun bei der Admira im Tor.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Servus in Rohrbach: Ex-Rothose Bundschuh steht nun bei der Admira im Tor.gepa

Nur 22 (!) Gegentreffer in 18 Spielen kassierte Jeffrey Abwerzger (28) in der letzten Saison, ehe er sich einen Achillessehnenabriss zuzog und mindestens bis Sommer 2023 ausfällt. Mit Ex-Profi Lucas Bundschuh (26) hat sich Admira Dornbirn aber auf der Torhüterposition ordentlich verstärkt. Bundschuh kommt mit der Erfahrung von 68 Zweitligapartien für den FC Dornbirn zur Admira.
Allerdings fiel zuletzt auch Bundschuh aus, er zog sich im Derby bei Austria Lustenau vor drei Monaten einen Einriss an der Fusssohle sowie einen Muskelfaserriss am großen Zeh zu. Dadurch verpasste er die letzten Partien für die Rothosen, sein Comeback gibt er nun bei einem anderen Dornbirner Klub. „Ich bin nach meiner langen Verletzung topfit und freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt Lucas Bundschuh. „Es sind auch einige ehemalige FCD-Kicker hier, da fiel die Entscheidung sehr leicht.“ Bei der Admira kommt es zum Wiedersehen mit August Rusch, Martin Brunold, Alexander Huber, Mathias Wehinger und Felix Gunz. Eine Rückkehr in den Profibereich sei kein Thema: „Da mache ich mir derzeit keine Gedanken“. VN-TK