Titelambitionen zum Jubiläum

Sport / 21.07.2022 • 20:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der VfB Hohenems will an die Leistungen der letzten Jahre anschließen und hofft auf die erneute Teilnahme am Regionalliga-Play-off.stiplovsek
Der VfB Hohenems will an die Leistungen der letzten Jahre anschließen und hofft auf die erneute Teilnahme am Regionalliga-Play-off.stiplovsek

Auch heuer zählt der VfB Hohenems zum Favoritenkreis.

Hohenems In drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der VN.at-Eliteliga landete der World of Jobs VfB Hohenems unter den Top-Zwei. Nicht nur deshalb gelten die Grafenstädter wieder als Anwärter auf einen der beiden Play-off-Plätze.

„Mutige Entscheidungen“

VfB-Obmann Harald Achenrainer bestätigt, wieder angreifen zu wollen. „Unser Ziel ist es, Meister in der Westliga zu werden – das haben wir ja in 100 Jahren noch nicht geschafft.“ Dass das aber kein leichtes Unterfangen sein wird, ist auch den Emsern bewusst: „Die Liga ist sicher stärker geworden.“ Zudem hat sich im Vergleich zur Vorsaison auch im Kader einiges getan. „Wir haben sicher mutige Entscheidungen getroffen“, sagt Achenrainer.

Der Vertrag mit Toptorjäger Maurice Wunderli wurde aufgelöst, unter anderem haben auch die Stammspieler Maximilian Lampert und Eric Weixlbaumer den Verein verlassen. Folgen eines Frühjahresdurchgangs, der für Hohenems nicht zufriedenstellend war. „Das Abschneiden in der Regionalliga West hat sicher nicht den Erwartungen entsprochen“, erklärt Achenrainer. Man habe zwar bei jedem Spiel mithalten können, zu oft gingen die Partien aber verloren. Am Ende belegte man nur Rang fünf, 17 Punkte hinter dem Erstplatzierten Schwaz. „Wir haben das ganz genau analysiert“, so Achenrainer. Der Kader wurde verändert, als Trainer wurde Martin Brenner (36) verpflichtet.

„Wir wollten auch ein bisschen was an der Spielanlage ändern“, erklärt Achenrainer. Hohenems soll offensiver werden und ein stärkeres Pressing spielen. „Aber im Moment ist das schwierig mit den Ausfällen, die wir wieder haben.“ Die beiden neuen Angreifer Liam Tripp (gebrochene Hand) und Valdir (Meniskus) werden etwa zunächst nur zuschauen können. Dennoch: Hohenems hat sich gut verstärkt: Ex-Dornbirn-Kapitän Aaron Kircher soll das Zentrum stabilisieren, Kristijan Dulabic und Pierre Nagler für Tore sorgen. „Wir haben eine starke Mannschaft, die Qualität vom Vorjahr haben wir gehalten“, ist Achenrainer überzeugt.

Alles probieren

Ob zum hundertjährigen Vereinsjubiläum ein Titel herausspringt, wird sich zeigen. „Das Ziel muss immer sein, alles probiert zu haben – dann können wir uns nichts vorwerfen.“

Ein Aufstieg sei aktuell jedenfalls kein Thema und scheitere schon an der Infrastruktur. „Aber das Flutlicht und das Spielfeld müssen wir sowieso angehen.“ Als Funktionär sei es seine Aufgabe, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Und wenn es sich ergebe und die Rahmenbedingungen stimmen „machen wir das Abenteuer“. FB

„Unser Ziel ist es, Meister in der Westliga zu werden – das haben wir noch nie geschafft.“