„Ich glaube, wir sind bald wieder an der Spitze“

Sport / 22.07.2022 • 21:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Lewis Hamilton überließ im ersten Training Nyck de Vries den Silberpfeil. ???
Lewis Hamilton überließ im ersten Training Nyck de Vries den Silberpfeil. ???

Lewis Hamilton fährt in Le Castellet den 300. Grand Prix.

Le Castellet Fernando Alonso begrüßte das nächste Mitglied im elitären „300er-Klub“ mit einem Lächeln und warmen Worten. „Schon 2007 hatte er dieses herausragende Talent, die Klasse hat er behalten – und jetzt noch jede Menge Erfahrung“, sagte der Spanier über Lewis Hamilton: „Er ist ein herausragender Fahrer – und eine Legende unseres Sports.“

Die angesprochene Legende ist mit mittlerweile sieben Titeln Rekordweltmeister – und bestreitet am Sonntag (15 Uhr) beim Großen Preis von Frankreich ihren 300. Grand Prix in der Königsklasse. Ein Meilenstein, den vor Hamilton erst fünf Fahrer erreicht haben: Kimi Räikkönen, Jenson Button, Michael Schumacher, Rubens Barrichello – und eben Alonso selbst.

Zwölf Rennen ohne Sieg

„Oh, ich wusste gar nichts davon“, behauptete Hamilton, seine ganz Aufmerksamkeit widme er dem Erfolg mit seinem Mercedes-Team. „Wir verbessern uns konstant. Ich glaube, dass wir schon bald wieder mit der Spitze mithalten können“ – und damit der quälend langen Durststrecke der Silberpfeile ein Ende setzen.

Seit zwölf Rennen warten Mercedes und Hamilton nun bereits auf einen Sieg, der Abstand zur Spitze mit Weltmeister Max Verstappen im Red Bull und dessen Verfolger Charles Leclerc im Ferrari ist enorm. Als Sechster der Fahrerwertung liegt der Engländer 99 Punkte hinter Verstappen. „Ich weiß nicht, was ich von diesem Wochenende erwarten kann. Ich hoffe, dass wir etwas finden, das uns schneller macht.“

Fehler vermeiden

Das hofft auch Verstappens Herausforderer Leclerc. „Unser Ziel bleibt der Titel, wir dürfen uns keine weiteren Punktverluste leisten“, sagte der Ferrari-Pilot, der als Zweiter der Fahrerwertung 38 Zähler Rückstand auf Verstappen hat. Der spürt derweil seine Verfolger im Nacken. „Wir dürfen keine Fehler machen, das können wir uns einfach nicht erlauben“, sagte der Niederländer, der zuletzt in Österreich chancenlos gegen den überlegenen Sieger Leclerc war und mit Platz zwei noch Schadensbegrenzung betrieb. „Das Hauptproblem war aber, dass wir sehr viel schlechter waren, als wir uns das erhofft haben“, sagte Verstappen.

Über diese Probleme kann Hamilton nur müde lächeln. „Wir geben alles, um wieder die Position einzunehmen, die wir meiner Meinung nach verdienen“, sagte der 37-Jährige mit der Erfahrung von bald 300 Rennen, die im weiteren Verlauf noch zum Trumpf werden könnte. Als er im März 2007 seinen ersten Grand Prix fuhr, waren Verstappen und Leclerc gerade einmal zehn Jahre alt.

FORMEL 1

Großer Preis von Frankreich in Le Castellet

1. Freies Training: 1. Leclerc (MON) Ferrari 1:33,930 Min., 2. Verstappen (NED) Red Bull +0,091, 3. Sainz jr. (ESP) Ferrari +0,338, 4. Russell (GBR) Mercedes +0,951, 5. Gasly (FRA) AlphaTauri +1,049, 6. Perez (MEX) Red Bull +1,244, 7. Norris (GBR) McLaren +1,302, 8. Albon (THA) Williams +1,484, 9. De Vries (NED) Mercedes +1,496, 10. Ricciardo (AUS) McLaren +1,730

2. Freies Training: Sainz jr. 1:32,527, 2. Leclerc +0,101, 3. Verstappen +0,550, 4. Russell +0,764, 5. Hamilton+0,990, 6. Norris +1,080, 7. Gasly +1,379, 8. Magnussen +1,401, 9. Ricciardo +1,457, 10. Perez +1,533

Heute

3. Freies Training 13.00 Uhr

Qualifikation 16.00 Uhr

Sonntag

Formel-1-GP Frankreich 15.00 Uhr

Fernsehen: Sky, ServusTV