Das Stehaufmännchen will ins Finale

Sport / 29.07.2022 • 22:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Filip Misolic kämpfte sich in Kitzbühel ins Halbfinale. Das entscheidende Tiebreak musste wegen Regens abgebrochen werden.ap
Filip Misolic kämpfte sich in Kitzbühel ins Halbfinale. Das entscheidende Tiebreak musste wegen Regens abgebrochen werden.ap

Misolic machte in Kitzbühel gegen zwei Gegner Rückstand wett.

Kitzbühel Am Ende hat es im spannenden Halbfinale beim Generali Open in Kitzbühel zwischen dem 20-jährigen Sensationsmann Filip Misolic aus der Steiermark und dem Deutschen Yannick Hanfmann keinen Sieger mehr gegeben. Der Sieger war der Regen. Das Match war beim Stand von 6:2, 2:6, 6:6 und 1:0 im Tiebreak für Misolic unterbrochen worden und konnte nach über zwei Stunden des Zuwartens nicht mehr fortgesetzt werden. Es wird nun heute (13.30 Uhr) zu Ende gespielt.

Das Einzel-Finale, in dem der als Nummer drei gesetzte Spanier Roberto Bautista Agut wartet, wird dann nach einer kurzen Pause wie geplant um etwa 14 Uhr beginnen.

Zuvor hatte der nur dank Wildcard im Hauptfeld stehende Misolic, der dieses Jahr seine Weltranglisten-Position nach einem Challenger-Titel in Zagreb und nun auch Kitzbühel halbiert hat, gleich zwei nicht für möglich gehaltene Aufholjagden an einem Tag gezeigt. Zunächst im Viertelfinale gegen Lajovic. Der 20-Jährige lag gegen den serbischen Favoriten mit 2:6, 3:5 zurück, drehte das Match aber zum 2:6, 7:6(5), 6:3-Sieg. Da das Viertelfinale vom Donnerstag nachgeholt wurde, musste Misolic noch einmal auf den Court.

Dann trumpfte Misolic gegen den Kitz-Finalisten von 2020, Yannick Hanfmann, zunächst groß auf und gewann Satz eins 6:2, führte 2:1. Doch auf einmal schien die Luft im zweiten ATP-Match innerhalb weniger Stunden beim Youngster draußen. Hanfmann glich rasch in Sätzen aus und führte im dritten Satz schon mit zwei Breaks 4:1. Zu diesem Zeitpunkt hätte im mit über 5000 Fans fast vollen Stadion keiner mehr auf Misolic gewettet.

Ein Déjà-vu-Spiel

Aber das Publikum feuerte den letzten ÖTV-Vertreter im Einzel frenetisch an und tatsächlich fing sich Misolic neuerlich. Zum 2:4 und zum 4:4 schaffte der vor Kitzbühel 205. der Weltrangliste die Rebreaks, musste dann zum 5:6 nochmals den Aufschlag abgeben und als es bei 6:5, 30 beide hieß: Matchball oder Satzball, holte das Stehaufmännchen das Rebreak, rettete sich ins Tiebreak. Zu diesem Zeitpunkt hatte der angekündigte Regen eingesetzt und wurde immer stärker. Bei 1:0 für Misolic im Tiebreak war dann Ende.

In einem dramatischen Doppel-Semifinale verlor Philipp Oswald mit Robin Haase (Ned) gegen Pedro Martinez/Lorenzo Sonego (Esp/Ita) 6:7(9), 6:7(2).