Darum steht das Auswärtsspiel von Austria Lustenau unter einem guten Stern

Sport / 30.07.2022 • 09:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Pius Grabher, Austria Lustenaus Identifikationsfigur, kehrt heute nach Ried zurück. Von 2017 bis 2019 kickte der Mittelfeldspieler für die Oberösterreicher.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Pius Grabher, Austria Lustenaus Identifikationsfigur, kehrt heute nach Ried zurück. Von 2017 bis 2019 kickte der Mittelfeldspieler für die Oberösterreicher.gepa

Austria Lustenau gastiert heute bei der SV Ried. Dort holte man 1997 im ersten Ligaduell ein Remis.

Lustenau Der Auftakt in die Bundesliga ist den Grün-Weißen mit dem 2:1-Heimsieg über WSG Tirol geglückt, nun heißt es für die Elf von Markus Mader erstmals auswärts Zähne zeigen. Die Austria gastiert heute ab 17 Uhr bei der SV Ried.
Die Vorzeichen, rein historisch gesehen, für einen erfolgreichen Auftakt in der Fremde stehen dabei ganz gut. Denn so wie die Lustenauer beim ersten Aufstieg 1997 die Premiere gewann (Austria Salzburg/2:0), absolvierte man das erste Match bei den Innviertlern am 30. Juli 1997 zum Teil erfolgreich, entführte mit 1:1 einen Zähler aus Oberösterreich. Vor 7000 Zuschauern im altehrwürdigen Rieder Stadion sorgte ein gewisser Petar Kosturkov mit seinem Treffer in der 75. Minute für den Punktgewinn.

„Unsere Devise: Nicht zu viel Respekt zeigen und mutig nach vorn agieren.“

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau
Markus Mader, Trainer von Austria Lustenau, will seine Mannschaft in Ried mutig auftreten sehen.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Markus Mader, Trainer von Austria Lustenau, will seine Mannschaft in Ried mutig auftreten sehen.gepa

Kein leichtes Unterfangen

Ganz so einfach wird es aus Sicht von Trainer Markus Mader heute aber nicht, denn die Videoanalyse des Sieges über die WSG Tirol brachte dann doch noch einige Baustellen bei seiner Mannschaft zum Vorschein. Zwar wolle man sich die Freude über den historischen Comebacksieg in der Bundesliga nicht kleinreden, „dennoch hat das Videostudium gezeigt, dass wir eindeutig zu viele Chancen des Gegners zugelassen haben. Unserer Abwehrreihe hat dabei Fehler gemacht, die sie in der gesamten letzten Saison nicht gemacht hat“, erklärt Austrias Cheftrainer und spricht dabei die großen Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen an. „Ich hoffe, die Mannschaft lernt aus diesen Dingen – und zwar schnell. Denn heute erwartet uns mit Ried eine richtig starke Mannschaft,“ so Mader, der auf den gesamten Kader plus Neuzugang Lukas Fridrikas zurückgreifen kann, weiter.

Gute Chancen

Trotzdem sieht man im Lager der Austria durchaus gute Chancen auf den nächsten Punktegewinn, wenngleich die Oberösterreicher als klare Favoriten ins Spiel gehen werden. Auch weil die Mannschaft von Trainer Christian Heinle am letzten Spieltag trotz 0:1-Niederlage in Wien gegen Österreichs Rekordmeister Rapid Wien eine mehr als überzeugende Leistung bot. „Beim Auftritt im Allianz-Stadion haben die Rieder schon gezeigt, was in ihnen steckt. Wir fahren mit Respekt ins Innviertel, aber vor Ehrfurcht werden wir nicht erstarren“, gibt Mader zu Protokoll.
Zumal man den „Wikingern“ den Druck zuschiebt. „Ried muss jetzt gegen uns gewinnen. Noch dazu nach der starken Leistung gegen Rapid. Das macht die Ausgangssituation um einiges leichter. Keiner erwartet etwas von meinem Team, das kann uns zu einem ganz gefährlichen Gegner machen“, erklärt Mader weiter. Dafür gibt der 54-Jährige seinen Schützlingen eine Devise mit: „Nicht zu viel Respekt haben und mutig agieren.“

Ein Kreis schließt sich

Große Veränderungen in der Startelf wird es laut Mader nicht geben. Damit kommt es auch zum Wiedersehen von Pius Grabher mit der SV Ried. Die Identifikationsfigur der Austria versuchte zwischen 2017 und 2019 mit den Oberösterreichern in die Bundesliga aufzusteigen. Was nicht gelang, nun kommt es aber dennoch zum Treffen in Österreichs höchster Liga. „Der Kreis schließt sich, nun stehen Ried und die Austria in der Bundesliga“, so Grabher schmunzelnd, der erklärt, „in Ried wieder als der freche Aufsteiger agieren zu wollen. Wobei auch klar ist, dass es in Ried immer schwer ist. Aber wir treten mit breiter Brust auf, der Sieg gegen die WSG hat gut getan.“
Ob das der Fall ist, davon können sich die Austria-Fans heute ab 17 Uhr im Glashaus in Lustenau beim Public Viewing überzeugen.

Fussball, Admiral Bundesliga, 2. Runde

SV Ried – Austria Lustenau heute

Ried, keine Sorgen-Arena, 17 Uhr