Unglückliche Niederlage der Austria in Ried

Sport / 30.07.2022 • 19:15 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Stefano Surdanovic zeigte vor allem in der zweiten halbzeit, wie auch die gesamte Mannschaft, eine beherzte Leistung.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Stefano Surdanovic zeigte vor allem in der zweiten halbzeit, wie auch die gesamte Mannschaft, eine beherzte Leistung.gepa

Bitteres 0:1 gegen die SV Ried in der Josko-Arena. Ex-Austrianer entschied Match vor der Pause.

Ried Fußball kann grausam kein. Diese schmerzliche Wahrheit erfuhr die Lustenauer Austria in Ried. Trotz ausgezeichneter Leistung verliert das Team von Markus Mader 0:1. Eine einzige Unachtsamkeit durch Guenoche in der ersten Halbzeit brachte die Entscheidung. Ex-Austrianer Julian Wiessmeier nützte den Fehler zum letztlich spielentscheidenden 0:1. Auch im 23. Spiel in Serie können die Lustenauer die Innviertler nicht biegen.

Die Austria beginnt in der Josko-Arena konzentriert. Es gelingt den Grünweißen, die Rieder vom Tor fernzuhalten. Die Viererkette steht kompakt, die Rieder tun sich schwer in die gefährliche Zone vor Torhüter Schierl zu kommen. Ihrerseits versuchen die Lustenauer mit langen Bällen vor das Tor der Gastgeber zu kommen. Allerdings mit mäßigem Erfolg. Ried zieht in der Folge das Spiel in die Breite, auf den tödlichen Vorstoß durch die Mitte lauernd. Die Austria lässt sich zusehends hinten reindrängen.

Doch dann ein brandgefährlicher Konter in Minute 16. Surdanovic erkämpft sich im Mittelfeld das Leder sein weite Vorlage findet Texeira, dieser spielt auf Guenouche, der aus kurzer Distanz an Sahin-Radlinger scheitert – die bislang beste Chance im Spiel.

Der eine fatale Fehler

Ex-Austrianer Julian Wießmaier erzielte den siegbringenden Treffer für die SV Ried.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Ex-Austrianer Julian Wießmaier erzielte den siegbringenden Treffer für die SV Ried.gepa

Dann die 20. Minute: Guenouche verliert das Duell gegen Ex-Austrianer Julian Wießmeier, der rechts alleine auf Schierl zuläuft und diesem mit einem Flachschuss ins rechte untere Eck keine Chance lässt.

In der 26. Minute die nächste gute Möglichkeit für die Austria. Chekoua setzt sich im Mittelfeld durch, spielt quer auf Surdanovic, dessen Schuss aus guter Position übers Tor streicht.

30. Minute: Nach einem Eckball kommt Gounenouce von halblinks zum Schuss, verzieht knapp. Die Austria ist in der Folge die aktivere Mannschaft, hat spielerische Vorteile, zählbares schaut bis zum Halbzeitpfiff nicht heraus. Fazit: Eine Unaufmerksamkeit der Lustenauer reichte den Riedern für die knappe Pausenführung der Rieder. Hallo Bundesliga!

Der Sturmlauf

Anthony Schmid scheiterte in dieser Situation zweimal. Zuerst am Ried-Goalie, danach verzog er den Schuss knapp am Tor vorbei.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Anthony Schmid scheiterte in dieser Situation zweimal. Zuerst am Ried-Goalie, danach verzog er den Schuss knapp am Tor vorbei.gepa

Hälfte zwei beginnt mit einem Schreckmoment für die Austria. 50. Minute: Erneut verschätzt sich Gouenouche nach einer weiten Vorlage auf Wiesmaier. Doch dieses Mal ist der Deutsche gnädig und hämmert das Leder ans Außennetz.

Topchance für die Austria kurz darauf. Anthony Schmied wird ideal in der Schnittstelle bedient, Sahin-Radlinger muss Kopf und Kragen riskieren, um den Ausgleich zu verhindern

Mit der Einwechslung von Neuzugang Fridrikas für Cem (56.) setzt die Austria noch mehr auf Offensive.

Vier Minuten später ist es Surdanovic, der mit einem guten Schuss aus 18 Meter am hervorragend disponierten Sahin-Radlinger scheitert. Die Austria ist nun drückend überlegen.

Große Aufregung in der 67. Minute. Teixeira wird im Strafraum gelegt, der Schiedsrichter zeigt auf Abseits, lässt die Szene noch einmal durch den VAR prüfen, bleibt jedoch bei der Entscheidung.

Glück haben die Gäste in der 70. Minute, als der Rieder Pomer nach einem der seltenen Gegenstößen der Gastgeber nur die Stange trifft. Doch auch danach spielt nur eine Mannschaft: die Austria aus Lustenau. Die Gastgeber wehren sich mit Händen und Füßen gegen den Ausgleich, im Strafraum der Hausherren brennt es lichterloh.

91. Hugonet vergibt die große Ausgleichschance per Kopf nach herrlicher Hereingabe von Fridrikas.

94. Wieder ist Fridrikas der Vorlagengeber, dieses Mal vergibt Schmid per Spitz. Es sollte nicht sein. Die Austria verliert als turmhoch überlegene Mannschaft der zweiten Halbzeit dieses Spiel absolut unglücklich und zahlt erstmals bitteres Lehrgeld in der Bundesliga.

Fussballl, Admiral Bundesliga, 2. Runde

SV Ried – SC Austria Lustenau Endstand 1:0 (1:0)

Ried, josko Arena, 3.664 Zuschauer, SR Gishamer.

Tor: 1:0 (20.) Wießmeier

Gelbe Karten: Martin bzw. Grabher

Ried: Sahin-Radlinger – Ungar, Lackner, Plavotic – Wießmeier (85. Weberbauer), Martin, Ziegl, Pomer – Nutz, Mikic (62. Cosgun) – Monschein (79. Beganovic)

Lustenau: Schierl – Anderson (79. Gmeiner), Maak, Hugonet, Guenouche (79. Grujcic) – Grabher, Türkmen (56. Fridrikas) – Cheukoua (79. Stefanon), Surdanovic, Teixeira – Schmid