Einen historischen Punkt ergattert

Sport / 07.08.2022 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stefano Surdanovic erzielte den Ausgleichstreffer für Austria Lustenau bei Rapid Wien.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Stefano Surdanovic erzielte den Ausgleichstreffer für Austria Lustenau bei Rapid Wien.gepa

Lustenau punktet dank starkem Finish erstmals in der Klubgeschichte in Hütteldorf.

Wien Beim ersten Gastspiel von Austria Lustenau bei Rapid seit über 22 Jahren sprach nicht viel für die Grün-Weißen aus dem Ländle. Von den 13 bisherigen Duellen gegen Rapid konnte man nur zwei gewinnen und in Hütteldorf noch nie punkten. Lustenau versteckte sich nicht, ließ sich aber vom Gegner in der ersten Hälfte die Schneid abkaufen. Die Kulisse von 17.600 Fans musste man erst verdauen. „Wir hatten zu viel Respekt. Kein Wunder. Davor haben wir vor 44 Fans gegen Rapid II gespielt“, nennt Trainer Markus Mader die Gründe. Vor allem Anthony Schmid, der diesmal mit Lukas Fridrikas einen zweiten Stürmer zur Seite gestellt bekam, war bei Rapids erst 18-jährigem Innenverteidiger Leopold Querfeld abgemeldet.

„Ein unbeschreibliches Gefühl, mich vor so toller Kulisse mit einem Tor zu belohnen.“

Stefano Surdanovic, Torschütze für Austria Lustenau
Austria-Goalie Domenik Schierl hatte alle Hände voll zu tun.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Austria-Goalie Domenik Schierl hatte alle Hände voll zu tun.gepa

In Führung ging daher das Heimteam. Grüll, den Lustenau überhaupt nicht in den Griff bekam, war links völlig frei, spielte zurück auf Burgstaller und der traf souverän ins rechte Eck (21.). Der VAR prüfte ein mögliches Handspiel, bestätigte aber das Tor. Es folgten noch zwei Schrecksekunden vor der Pause. Goalie Schierl verdribbelte sich gegen Kühn, der legte zurück auf Grüll, beim Schuss aufs leere Tor rettete Maak in letzter Sekunde (35.). Und ein starker Schuss von Greil landete an der Latte (46.).

Mutig aus der Kabine

Lustenau kam aber mit mehr Schwung aus der Kabine. Maaks Kopfball (50.) und Fridrikas‘ Freistoß (51.) gingen knapp über das Tor und bei einem gefährlichen Konter wurde Teixeira gerade noch per heikler Grätsche gestoppt (53.). Im Gegenstoß scheiterte Burgstaller an Schierl, dessen Team ab Minute 59 mit einem Mann mehr spielte. Schiri Ebner zeigte Bajic wegen hohem Bein Gelb-Rot.

Voller Einsatz bei Anderson.<span class="copyright">g</span><span class="copyright">e</span><span class="copyright">p</span><span class="copyright">a</span>
Voller Einsatz bei Anderson.gepa

In Überzahl

Lustenau wusste den Vorteil zu nutzen. Der überragende Teixeira bediente mit einem Lupferpass Surdanovic und der überhob Hedl (70.). Was für ein Traumtor! So holte Lustenau hochverdient erstmals in der Klubgeschichte einen Punkt in Hütteldorf. „Darauf darf man stolz sein, aber wir leben in der Gegenwart. Wir sind noch nicht in der Liga angekommen. Aber die Mentalität der Spieler passt“, fasste Mader geerdet zusammen. CK

Fussball, Admiral Bundesliga, 3. Spieltag

SK Rapid Wien – SC Austria Lustenau 1:1 (1:0)

Wien, Allianz Stadion, 17.600 Zuschauer, SR Ebner.

Tore: 1:0 (21.) Burgstaller, 1:1 (70.) Surdanovic