Derby sorgte für Rekordzahlen

Sport / 22.08.2022 • 20:14 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Ein gut gelaunter Martin Kobras ließ sich am Eingang durchsuchen.KH
Ein gut gelaunter Martin Kobras ließ sich am Eingang durchsuchen.KH

Trotz sportlicher Enttäuschung zog man beim Cashpoint SCR Altach nach dem Lustenau-Spiel eine positive Bilanz.

Altach Das Spiel um den Klassenerhalt in der Vorsaison gegen die WSG Tirol im Mai, die beiden Dortmunder Testspiele sowie die „Sing Mit“-Veranstaltung im Juli – die ausgebaute Cashpoint Arena bestand nicht nur die Belastungsproben, sie bescherte dem Klub SCR Altach auch schöne Einnahmen. Nach dem Derby gegen die Austria spricht Geschäftsführer Christoph Längle von Rekordzahlen, sowohl den Umsatz betreffend als auch den Fanartikelverkauf sowie die Ticket­einnahmen. Die 8500 Besucher im ausverkauften Stadion bescherten Altach einen Gastro-Erlös im sechsstelligen Bereich. Dafür sorgten auch die vielen ehrenamtlichen Helfer. Allein im Gastrobereich, so Längle, seien 150 Mitarbeiter im Einsatz gewesen. Insgesamt waren 300 engagierte Helfer im Einsatz, um – neben der Polizeipräsenz – für einen reibungslosen Ablauf des ersten Bundesligaderbys zweier Vorarlberger Mannschaften seit 22 Jahren zu sorgen. Eine erste Rücksprache mit der Exekutive ergab gestern schließlich die erfreuliche Bilanz von nur einer Verhaftung wegen eines Böllerwurfs. „Aus unserer Sicht war es das erwartete Fußballfest, das für uns in sportlicher Hinsicht mit einer Enttäuschung endete“, so Längle. Die Aufarbeitung der Leistung beim 1:2 gegen die Austria obliege jedoch dem sportlichen Bereich mit Sportchef Werner Grabherr und dem Betreuerteam rund um Chefcoach Miroslav Klose. Bei einem Jour Fixe in dieser Woche aber werde unter seiner Teilnahme die weitere sportliche Ausrichtung ein Thema sein. Dann wolle man sich auch bezüglich möglicher Neuzugänge noch in der Sommerübertrittszeit aussprechen.

Wenige Beanstandungen

Was das Event vom Samstag betrifft, so habe es laut Längle nur wenige Beanstandungen gegeben. Längere Wartezeiten vor dem Eingang und den Verpflegungsständen waren dabei ebenso ein Thema wie der Regen, der für die ersten Sitzplatzreihen ein Problem war. Diesbezüglich hofft Längle auf das Verständnis der Fans, weil „Wartezeiten bei Großereignissen immer ein Thema sind“ und „weil wir bei Regen immer auch etwas von der Windrichtung abhängig sind“. Persönlich zeigte er sich von den Mega-Choreografien beider Fanlager beeindruckt, wobei bei ihm der abgeschlagene Schweinskopf im SCRA-Lager ebenso auf Unverständnis stößt wie Austrias Fangesang „Altach verrecke“. „Diese Wortwahl erinnert mich zu sehr an eine schwarze Zeit in der Vergangenheit. Noch nicht abgeschlossen ist in Altach das Thema der Verabschiedung von Rekordspieler Martin Kobras (36) sowie Allzeit-Kapitän Philipp Netzer (36). Ersterer war dank der Einladung von Pflichtschullehrervertreter Willi Witzemann im Stadion, nachdem er selbst keine Karte mehr erstehen konnte. Als normaler Stadionbesucher musste Kobras dann beim Eingang auch eine Perlustrierung über sich ergehen lassen. „Dazu ist der Sicherheitsdienst im Einsatz“, sagt Längle und verweist darauf, dass man mit dem Duo ständig in Kontakt sei. Und weil die Fans für beide eine eigene Choreo vorbereiten wollen, werden Kobras und Netzer im Rahmen des Heimspiels gegen RB Salzburg (8. Oktober) geehrt.

Großzügige Scheckübergabe

Mehr als 300 Kinder und Jugendliche können bald die Vorteile des Jugend-Campus in Altach nutzen. Für die Verwirklichung hat der Klub drei verschiedene Bausteine – Gold (10.000 Euro), Business (2500) und für Private (1000) aufgelegt. Der Freundeskreis des SCR Altach beteiligt sich dabei mit einem Gold-Baustein in Höhe von 10.000 Euro und überreichte den Scheck vor dem Derby. „Als Brückenbauer unterstützen wir dieses Projekt gerne mit einem Baustein“, betonte der Präsident des Freundeskreis Alt­ach, Gerhard Hamel.

„Es war für uns das erwartete Fußballfest, auch wenn die Niederlage schmerzt.“

Gerhard Hamel (Zweiter von links) übergab den Scheck im Beisein von Astrid Bischof und Wolfgang Frick an SCRA-Präsident Peter Pfanner.Lutz
Gerhard Hamel (Zweiter von links) übergab den Scheck im Beisein von Astrid Bischof und Wolfgang Frick an SCRA-Präsident Peter Pfanner.Lutz
Derby sorgte für Rekordzahlen