Mythos Ötztaler Radmarathon mit vielen Vorarlbergern

Sport / 26.08.2022 • 19:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Equipe Hondo absolvierte eine Trainingswoche in den Pyrenäen.sturm_photovideography
Die Equipe Hondo absolvierte eine Trainingswoche in den Pyrenäen.sturm_photovideography

Schwarzach Es gibt Strecken, die ein ambitionierter Rennradfahrer im Leben gefahren sein will. Dazu gehören die Bergpässe der Tour de France oder des Giro d’Italia wie die Alp d’Huez, der Mont Ventoux, der Col du Tourmalet oder der Col du Galibier in Frankreich oder das Stilfser Joch in Italien. Spricht man jedoch Sportler auf ein Radrennen mit Kultstatus an, fällt nur ein Name: der Ötztaler Radmarathon. Er gilt als eines der härtesten und legendärsten Jedermann-Radrennen der Welt. Am Sonntag startet dieser wieder in Sölden und führt mit Kühtaisattel, Brenner-, Jaufenpass und Timmelsjoch über vier Alpenpässe bis ins Südtirol und nach knapp 240 Kilometern und 5500 Höhenmetern endet er wieder in Sölden. Die Rekordzeit über diese Strecke mit 6:46 Stunden hält seit zwei Jahren Vorarlbergs zweifacher Sieger Mathias Nothegger.

Legendenstatus

Das Abenteuer Ötztaler haben auch die Fahrer des Teams Equipe Hondo, Cornelius Greussing, Manuel Schreiber, Andreas Kleber, Manuel Hofer, Marcel Summer und Reinhard Heinzle auf sich genommen. Manuel Schreiber, der zuletzt beim Ironman in Nizza nicht nur seine Altersklasse souverän gewann, sondern obendrauf noch eine Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Hawaii in der Tasche gehabt hätte, wurde letztes Jahr ausgezeichneter 35. Marcel Summer schaffte es letztes Jahr auf Platz 12. Doch warum hat dieser Radmarathon so einen Legendenstatus? Cornelius Greussing, Mitglied der Equipe Hondo, versucht eine Einordnung: „Radfahren auf diesem Niveau verlangt dem Körper alles ab. Vier Alpenpässe im Renntempo, am Schluss noch das lange Timmelsjoch. Es ist eine Gratwanderung – körperlich und mental. Genau hier liegen die Herausforderung und der Reiz. Aber zugegeben, man fragt sich nach sieben Stunden dann schon, wieso man sich das eigentlich noch einmal antut.“ Ebenso Ambitionen auf eine Topplatzierung hat der Montafoner Tobias Jenny, der den Ötztaler Radmarathon zum ersten Mal in Angriff nimmt.