Kroiss, der Supercupheld

Sport / 28.08.2022 • 20:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Mannschaft von Bregenz Handball ließ ihren Helden Jan Kroiss nach dem Supercup-Sieg „fliegen“.???ggepa
Die Mannschaft von Bregenz Handball ließ ihren Helden Jan Kroiss nach dem Supercup-Sieg „fliegen“.???ggepa

Bregenz Handball holt im Penalty-Krimi Supercup bei UHK Krems.

Krems „Spiele um Titel sind da, um gewonnen zu werden“. Ein Motto, das sich Österreichs aktueller Cupsieger im Handball beim Spiel um den Supercup gegen den regierenden Meister UHK Krems zu Herzen nahm – und den Pokal mit ins Ländle brachte.

Dafür brauchte es aber in der Sporthalle in Krems beim 27:25-Sieg im Penalty-Krimi eine gehörige Portion Leidenschaft, aber auch das Quäntchen Glück. Dieses Quäntchen stand am Samstagabend im Tor der Bregenzer und hat einen Namen: Jan Kroiss. Doch der Reihe nach: Die Truppe von Neo-Coach Michael Roth hatte sich blendend auf den Meister eingestellt und war auch das dominante Team im ersten Durchgang, den man 11:9 für sich entscheiden konnte. Die zweite Halbzeit hätte nicht spannender verlaufen können. Die Hausherren kämpften sich immer wieder heran, dennoch hatte Österreichs Rekordmeister es in den letzten Sekunden selbst in der Hand, das Match in der regulären Spielzeit zu gewinnen. 16 Sekunden vor Abpfiff traf Matic Kotar zum 24:23, doch im allerletzten Spielzug der Kremser agierte Bregenz-Goalie Goran Aleksic zu ungestüm, sah für ein Vergehen die rote Karte. Den fälligen Strafwurf verwandelte Krems und rettete sich ins Penalty-Werfen, in dem der große Auftritt des 22-jährigen folgte.

Spannung pur

Gleich das erste Duell gegen den Kremser Feichtinger ging an Kroiss, beim Penalty von Führer war er machtlos. Dafür zerschellten Hajdu und Wiesbauer am neuen Helden aus Bregenz, was den Sieg im Supercup brachte. Der Jubel kannte keine Grenzen, die Mitspieler ließen Kroiss „fliegen“. „Von so einem Abend träumt doch jeder junge Tormann. Ich bin überglücklich. So ganz habe ich es noch nicht realisiert, was das abgelaufen ist“, erklärt der gebürtige Salzburger, der im zarten Alter von 15 Jahren nach Bregenz ins Internat in der Mehrerau wechselte, einen Tag nach dem Triumph. Kroiss streut aber auch seinen Kollegen Rosen, „denn alle unsere Penalty-Schützen haben getroffen, das hat mir sicher auch in die Karten gespielt. Ich freue mich für uns als Mannschaft, jetzt haben wir schon den zweiten Titel in diesem Jahr geholt“. Für Coach Michael Roth war es der erste, aber eben auch nicht schlecht: Ein Spiel, ein Titel. Vn-MKR

„Von so einem Abend träumt doch jeder junge Tormann. Ich bin überglücklich“

Handball

ÖHB Supercup der Männer

UHK Krems (M) – Bregenz Handball (P)  25:27 n. S (24:24, 9:11)

Sporthalle Krems, SR Hofer/Schmidhuber

Zeitstrafen: 8 bzw. 4; Rote Karten: 12. Pavlovic (Foul), 42. Dicker (3×2), 60. Aleksic (Unsportlichkeit)

Torfolge: 9. 2:5, 19. 6:6, 40. 15:14, 50. 19:19, 55. 23:20, 60. 23:24

Siebenmeterwerfen: Kroiss hält gegen Feichtinger, Kotar 24:25, Führer 25:25, Frühstück 25:26, Kroiss hält gegen Hajdu, Wassel 25:27, Kroiss hält gegen Wiesbauer

UHK Krems: Domevscek, Eichberger; Nikolic 2, Kirveliavicius 1, Simek 5/2, Bobas, Führer 4/1, Hellerschmid, Hasecic 7, Wiesbauer, Alkic, Hajdu 1, Lippitsch, Dicker 3, Feichtinger 2, Fabry

Bregenz Handball: Aleksic, Kroiss 1; Kornexl, Frühstück 2/1, Pavlovic 2, Burger, Klopcic, König, Kritzinger 2, Timm 3, Vinogradov 6/3, Mohr, Wassel 3/1, Kotar 7/3, Ramic 1